Fischereiverein Heilbronn e.V.

gegründet 1887

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Signalkrebs
(Pacifastacus leniusculus)

Synonyme: Schwedischer Krebs
Englisch: Signal Crayfisch
Familie: Astacidae (Flusskrebse)
Schonzeit:  keine - nicht heimisch
Schonmaß: keins
Laichzeit: Oktober bis Juli
Lebensraum: Der Signalkrebs wurde um 1960 durch schwedische Krebsliebhaber von der Westküste Nordamerikas nach Europa importiert. Trotz aller wissenschaftlicher Warnungen wurde er als Ersatz für den Edelkrebs in Gewässer eingebracht, mit der Folge, dass die letzten heimischen Krebsbestände durch den Signalkrebs, der ebenfalls Überträger der Krebspest ist, gefährdet und auch ausgelöscht wurden. Von Schweden aus wurde er in ganz Europa verbreitet. Auch in Deutschland haben sich inzwischen einige stabile Population in Gewässern ausgebildet. Häufig werden Fließgewässer von angrenzenden Teichen, in denen die Tiere gehalten werden, besiedelt, da sie gerne von dort ausbrechen und auch fähig sind, größere Strecken über Land zurückzulegen. Der Signalkrebs wird bis zu ca. 20cm groß und 250g schwer. Er spielt weltweit eine wichtige Rolle im Speisekrebshandel. Er neigt zur Bildung von Massenbeständen. Signalkrebse wandern auch in sommerkalte Gewässer und bilden dort stabile Populationen. Dadurch ist durch diese Art auch der heimische Steinkrebs gefährdet. Er ist äußerst aggressiv und behauptet sich erfolgreich gegen alle in Deutschland vorkommenden Krebsarten.  Wo der Signalkrebs vorkommt, erlöschen heimische Bestände, da er Überträger der Krebspest (Erregerpilz:
Aphanomyces astaci) ist. Er sollte mit allen Mitteln in einem Gewässer kurz gehalten werden, besonders wenn in der Nähe Steinkrebse vorkommen. Amerikanische Krebsarten sind gegenüber der Krebspest resistent. Gewässer in denen einmal amerikanische Krebse vorkommen, sind in der Regel für einen Besatz mit europäischen Arten unbrauchbar, da Erregersporen der Krebspest kaum mehr zu entfernen sind. Da er nicht heimisch ist, darf er nicht in freie Oberflächengewässer eingebracht werden. Es sollte auch bedacht werden, dass über den Aquarienhandel bezogene Tiere, die im Gartenteich eingesetzt werden, jederzeit von dort ausreisen können und das nächste Fließgewässer aufsuchen, was verherrende Folgen haben kann...

Merkmale

  • großer weiß-türkisfarbener Fleck am Scherengelenk
  • Unterseite der Scheren rot
  • Panzer und Scheren ohne Dornen => glatte Oberfläche
  • kann Scheren extrem weit zurückbewegen
  • zweigeteilte Augenleiste

 

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