:::Infos zu Kormoransituation:::
(Letzte Änderung:
21.03.2010) |
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Kormoranproblematik:
Fische sterben leise und daher leider von einem großen
Teil der Öffentlichkeit unbemerkt!!! Wir möchten Sie auf dieser Seite
sachlich über die wahren Hintergründe des Verschwindens und Aussterbens
unserer heimischen Fischfauna informieren. Wir möchten Sie darüber
aufklären, wie der Vogelschutz immer wieder versucht Politik und
Öffentlichkeit mit falschen Argumenten, falschen Zahlen und falschen
Argumentationen zu blenden, um den Schutz eines Vogels zu erwirken, der
schon längst nicht mehr zu einer in Europa gefährdeten Art zählt, aber
andere stark gefährdete Arten an den Rand ihrer Existenz treibt. Nehmen Sie
sich die Zeit und informieren Sie sich hier über die Schäden, die vom
Kormoran wirklich an unseren heimischen Fischbeständen verursacht werden.
Zwei Drittel (!) unserer heimischen Fischarten finden sich auf der
Roten Liste der gefährdeten Tierarten in der BRD wieder.
Aus gegebenem Anlass möchten wir Ihnen hier deshalb interessante Links zur aktuellen
Entwicklung der Kormoransituation in Europa, Deutschland und
Baden-Württemberg präsentieren. Von Fischschützern gefürchtet, von Vogelschützern
gehegt sorgt dieser Vogel immer wieder für heiße Debatten. NABU und B U N D lehnen jegliche Eingriffe in
Kormoranbestände strikt ab, auch wenn durch sie andere Tiere, die vor dem Aussterben bedroht sind, gefährdet werden. Die Ignoranz,
die von diesen Organisationen dabei an den Tag gelegt wird, sucht
seines gleichen.
Fakt ist, das die Zahl der Kormorane in den letzten zehn
Jahren exponentiell gewachsen ist, das in Europa derzeit weit über 2 Mio.
Kormorane existieren und das in Gewässern, wo Kormoraneinfälle stattgefunden
haben, der Bestand an Fischen nachweislich eingebrochen bis erloschen ist
(Fakten). Dies ist
wissenschaftlich belegt und kann nicht verleugnet werden. Der Kormoran hat
als geschickter Jäger in den durch Menschen veränderten Gewässern leichtes
Spiel. Durch Flussbegradigungen, Ausbau für Schifffahrt und
Hochwasserschutz, Abholzung der Uferrandstreifen und Eintiefung des
Flussbettes sind wertvolle Gewässerstrukturen für aquatische Organismen
verloren gegangen. Plätze die ihnen Schutz und Versteckmöglichkeiten bieten,
sind nur noch an wenigen Stellen vorhanden. Aber die Verbesserung der
Gewässerstrukturen allein reichen nicht aus, die heimischen Fischbestände so
zu stärken, dass ihnen ein Überleben ermöglicht wird. Wissenschaftliche
Studien haben gezeigt, dass das Anlegen von Totholzburgen und anderen Schutz
bietenden Strukturen im Gewässer als Unterstand für Fische, ebenso Kormorane
anlocken, die es damit noch leichter haben, die in der Burg Schutz suchenden
Fische zu erbeuten. Sie finden sozusagen eine "gedeckte Tafel". Die
Ergebnisse der Studie können
hier nachgelesen werden.
Das nach Kormoraneinfällen ganze Gewässerstrecken "leergefressen" waren,
haben zahlreiche Studien ohne jeden Zweifel belegt (Ahr/Rheinland Pfalz, Ilm/Thüringen,
Zaber/Heilbronn, ...)
Die Bestände gefährdeter Fischarten, die sich allmählich zu erholen
begannen, nachdem sich die Wasserqualität endlich wieder auf ein
erträgliches Maß eingestellt hat, stehen nun vor einer neuen Gefahr - dem
Kormoran. Entweder es gelingt uns, andere Organisationen, national wie
international von der Notwendigkeit eines Eingriffs in die Kormoranbestände (besonders in den
Brutgebieten) zu überzeugen, oder unsere Hege-, Pflege- und Schutzmaßnahmen,
die wir jahrzehntelang für gefährdete Fischarten aufgebracht haben, waren
vergebens und unsere heimischen Fische werden leise aber gewiss vollständig
verschwinden...
Übrigens:
Die organisierte Fischerei in
Baden-Württemberg ist anerkannter Naturschutzverband nach § 60 BNatG. Daher
ist die häufig zu lesende Gegenüberstellung zwischen "Naturschützern und der
Fischerei" in diversen Presseberichten nicht zielführend!
Richtig muss es heißen: "Vogelschützer und Fischschützer"... |
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Der Witz des Jahres 2010...
…ist
sicherlich die Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 durch NABU und
LBV (Landesbund für Vogelschutz Bayern). Eigentlich erfolgt die Auswahl der
Objekte des Jahres nach der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraumes durch
den Menschen – sollte man zumindest meinen.
Da aber die Population des Kormorans seit der europäischen
Unterschutzstellung im Jahre 1979 exponentiell von ursprünglich 5000 Tieren
in Europa auf heute (2009) ca. 2 Millionen angewachsen ist, kann man nicht
mehr von einer gefährdeten Art sprechen. Kormorane sind heute im Binnenland
so häufig wie noch nie. Sie haben in der Zwischenzeit völlig neue
Lebensräume erschlossen, Gebiete in denen sie historisch niemals vorgekommen
sind (!) und somit erscheint diese Wahl geradezu grotesk. Allein auf dem
Gebiet von Baden Württemberg wurden bereits 1999 mehr als 7000 Kormorane bei
flächendeckenden Zählungen im Winter festgestellt. Mit dem Einfall der
„Armee“ von Kormoranen in die Binnengewässer, erfolgte der Zusammenbruch der
heimischen Fischfauna. Die vielen, durch Gewässerverschmutzung und –ausbau,
bereits stark gefährdeten Fischarten, wurden und werden durch den Kormoran
an den Rand ihrer Existenz gedrängt bzw. sind mancherorts bereits
verschwunden. Dies kann und darf nicht im Sinne eines ausgewogenen,
gleichberechtigten Artenschutzes sein. Jedem vernünftig denkenden Menschen
wird bei einer objektiven Betrachtung der zahlreichen wissenschaftlichen
Studien zur Auswirkung der Kormoranprädation auf die heimische Fischfauna
klar, dass ein Überleben der Fische, ohne den Eingriff des Menschen in die
Kormoranbestände nicht mehr möglich ist. Selbst der Vogelschutz fordert
beispielsweise zum Überleben einzelner Vogelarten einen durch Abschüsse von
Jägern kontrollierten Fuchsbestand. Warum soll diese Maßnahme nun bei einem
Überbestand an Kormoranen nicht auch legitim sein? Zu Recht muss man sich
Fragen, welche Ziele der Vogelschutz mit dieser Wahl eigentlich verfolgt.
Prinzipiell hat auch der Vogelschutz erkannt, dass eine für die Umwelt
verträgliche Population an Kormoranen an ihre Grenzen gestoßen ist. Würde
auf der anderen Seite des Verhandlungstisches mit der Fischerei nicht das
erklärte Feindbild der Vogelschützer sitzen, wäre vermutlich schon längst
ein einvernehmlicher Konsens in einem europaweiten Kormoranmanagement
gefunden, der dem gleichberechtigten Schutz aller betroffenen Arten gerecht
wäre. Solange aber diese Blockade in den Köpfen der Verantwortlichen nicht
beseitigt wird, kann es keine sachliche, emotionsfreie und zielführende
Diskussion geben. Daher versucht man mit allen Mitteln seinem Feind zu
schaden, sei es durch Einschüchterung seiner Verbündeter – in diesem Fall
nun der Jäger – oder der bewussten Streuung falscher Informationen mit dem
Ziel die Meinung der Öffentlichkeit und der Politik zu blenden. Es bleibt zu
hoffen, dass diese armseligen Methoden irgendwann einmal der Vergangenheit
angehören und man sich wieder seiner eigentlichen Ziele besinnt – nämlich
einem gleichberechtigten Artenschutz aller Lebewesen. Letztlich verfolgt man
doch die gleichen Ziele – den Schutz einer vom Menschen überbeanspruchten
Natur. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass die Zeichen der Zeit auch von
den Vogelschützern erkannt werden, nicht dass sich irgendwann einmal in der
Zukunft der NABU auf der Liste der Objekte des Jahres als eine gefährdete,
vom aussterbenden bedrohte „Art“ wiederfindet… |
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Fotodoku Kormoranschäden |
Fotodokumentation über die
durch Kormoranprädation verursachten Schäden an heimischen Fischbeständen.
Überzeugen sich selbst in dieser sehr eindrucksvollen Fotodokumentation über
das was sich an unseren Gewässer unter der Wasseroberfläche abspielt...[pdf:
6,2mb] |
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Aktion Kormoran |
Die Aktion Kormoran wurde vom
Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. ins Leben gerufen, um der
Öffentlichkeit Informationen über die Kormoranproblematik zu geben. Sie
erhalten ausführliche Informationen zum Thema Kormoran, zu unseren Aktionen
sowie darüber, welchen Beitrag Sie selbst leisten können, um die aktuelle
Lage zu entschärfen... |
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Kormoranverordnung |
Verordnung der
Landesregierung zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden
durch Kormorane sowie zum Schutz der heimischen Tierwelt
(Kormoranverordnung):
Vom 4. Mai 2004 Auf Grund von § 43 Abs. 8 Satz 1 Nr. 1 und 2 und Satz
4 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) vom 25. März 2002 (BGBl. I S.
1193) wird verordnet: § 1 (1) Zur Abwendung erheblicher
fischereiwirtschaftlicher Schäden sowie zum Schutz der heimischen Tierwelt
wird ... |
Allgemeinverfügung
Beilegeblatt |
Allgemeinverfügung des
Landratsamts Heilbronn vom 01. September 2009 zur Durchführung der
Kormoranverordnung:
I. Nach §2 Abs.1 der Verordnung der Landesregierung zur Abwendung
erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane sowie zum
Schutz der heimischen Tierwelt (Kormoranverordnung vom 4. Mai 2004) werden
folgende Gewässer und Gewässerstrecken festgesetzt, an und auf denen das Töten von
Kormoranen (Phalacrocorax carbo sinensis) durch Vergrämungsabschüsse in
einem Abstand von...
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Presseartikel |
Kleine Auswahl zur
Berichterstattung der lokalen Presse zum Thema Kormoran der letzten Jahre. |
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Kormoranberichte
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Kormoranberichte der
Fischereiforschungsstelle:
Die Landesregierung erließ am 02.09.1999 die vierte "Verordnung zur
Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane
sowie zum Schutz der heimischen Tierwelt". Sie besaß fünf Jahre Gültigkeit
und trat im Mai 2004 außer Kraft. Die Landratsämter konnten auf Grundlage
der Verordnung Gewässer oder Gewässerstrecken ausweisen, an denen vom 01.10.
bis zum 15.03. des Folgejahres das Töten von Kormoranen zur Abwendung
erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden und zum Schutz der heimischen
Tierwelt gestattet war. Im Berichtszeitraum 2003/2004 wurden in insgesamt 37
Landkreisen Gewässer oder Gewässerabschnitte für Vergrämungsabschüsse
ausgewiesen. Hierzu hatten 23 Landkreise schon in vorangegangenen
Berichtszeiträumen mehrjährig gültige Allgemeinverfügungen erlassen...
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:::Links zum
Thema::: |
Kormoranzählung 2008
12.01.-26.01.-09.02. |
Schlafbaumzählungen:
Im Januar & Februar 2008 werden an 3 festen
Terminen Synchronzählungen an Kormoranschlafbäumen im Landkreis
Heilbronn und Nachbarlandkreisen durchgeführt. Für die Koordination
dieser Zählungen ist es wichtig, daß mögliche Kormoranschlafbäume
bereits jetzt schon an uns gemeldet werden. Hierfür ist Ihre
Mithilfe gefragt. Bitte melden Sie uns Ihre Beobachtungen an allen
Gewässern.
[Mail an FV-Heilbronn] |
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Verband
für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V. (VFG):
Kormorane und Fische - Artenschutz beginnt im Wasser! Der Fischereiverband
setzt sich für eine Fortführung und Verbesserung der Kormoranverordnung ein
unter dem Motto "Artenschutz beginnt im Wasser". Im Mittelpunkt steht dabei
die Verantwortung für einen artgerechten Schutz der Fische und anderer
Wassertiere. Im Jahr 2004 werden für Europa ca. 1.600.000 Kormorane
geschätzt. Informieren Sie sich auf diesen Seiten über die ökologischen und
ökonomischen Dimensionen.
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Fischschutz contra Kormoran
e.V.: Um gegen die gigantische Mauer der Gesetzgebung in Deutschland
etwas zu unternehmen, müssen wir eine geschlossene Front dagegen halten.
Unser Vereinssitz ist in NRW, doch wir möchten deutschlandweit jeden Verein
und jeden Angler ansprechen, um mit uns gemeinsam der Problematik entgegen
zu treten. Wir sind unparteiisch,
politisch nicht motiviert, obwohl wir wissen, dass das Problem nur auf
politischer Ebene geklärt werden kann. Unser Anliegen... [weiter] |
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Österreichisches
Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz
(ÖKF):
Das ÖKF hat eine umfassende Sammlung von Fakten und Untersuchungen zum
Kormoran. In Österreich gibt es keine Stelle, wo Sie mehr zum Thema Kormoran
erfahren können. Auch über den Vogel selbst und seine Lebensweise kann das
ÖKF weit bessere Informationen bieten als die gängigen vogelkundlichen
Bücher. Wer beim Kormoran mitreden will, muß über vier Bereiche Bescheid
wissen:
- über die Fische in unseren Gewässern
- über den Kormoran
- über die Rechtslage
- über die Arbeit der Fischer und Fischereivereine
Auf unserer Kormoran-Page wollen wir Ihnen einen Überblick über die
wichtigsten Fakten und die aktuellsten Entwicklungen bieten...
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Kormoranzählung
Landkreis Heilbronn
Januar 2003 |
Keine
Furcht vor großen Fischen: Gern wird von Gegnern der Kormoranbejagung
behauptet, diese Vögel fräßen nur kleine oder kranke Fische. Daß dies nicht
den Tatsachen entspricht weiß eigentlich jeder Angler und Fischer. Doch wie
groß diese Fische sein können, dürfte auch Fachleute erstaunen. Im Frühjahr
war Rolf Zimmermann mit einigen Freunden in seinem Jagdrevier in
Öhringen-Möglingen zur Kormoranvergrämung unterwegs. Einer der beiden
Kormorane hatte einen ungewöhnlichen dicken Hals - beim Ausstreifen stellte
sich heraus, daß dieser Kormoran eine 42cm (!) lange und 1000g schwere Barbe
komplett verschluckt hatte! |
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