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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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Mehr
Strom aus der Jagst |
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Wasserkraftwerk -
Radlern und Spaziergängern ist der Kahlschlag zuerst aufgefallen, dann den
Badenixen: An der Jagst, unterhalb der Heuchlinger Mühle, fehlen Bäume. Zehn
Hybridpappeln, eine Rosskastanie und eine Platane sind weg. Nur noch die
Stümpfe und einige Äste sind übrig. Wer in diesen heißen Tagen sein
Badelaken am kühlen Fluss ausbreitet, schwitzt in praller Sonne.
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(aus der Heilbronner Stimme 07.07.2010) |
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Fischtreppe
schafft Ausgleich |
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Mulfingen - Es ist ein
stattliches Bauwerk. Aber eines, das natürlich aussieht und auch aus
Natursteinen gebaut wurde. Denn um Natur geht es: Wolfgang Franz aus
Eberbach hat eine gut 30 Meter lange und 2,50 Meter breite Fischtreppe
gebaut. Sie soll die so genannte ökologische Durchgängigkeit der Jagst und
den ökologischen Austausch in diesem Bereich sicherstellen.
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(aus der Heilbronner Stimme 26.03.2010) |
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Durchgängiger Fischpass in Arbeit
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Neudenau - Das 1922
erbaute Wasserkraftwerk in Siglingen wurde für rund zwei Millionen Euro
technisch erneuert und jetzt wieder in Betrieb genommen. Seit Jahrhunderten
wird die Wasserkraft der Jagst zur Energiegewinnung genutzt. Seit knapp 100
Jahren wird hier mit Wehren und den dadurch gewonnenen Höhenunterschieden
mittels Turbinen überwiegend Strom gewonnen. Diese technischen Anlagen
unterbrechen jedoch den Wasserweg für wirbellose Tiere und Fische, was zu
gravierenden Veränderungen ihrer Lebensräume führte. |
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(aus der Heilbronner Stimme 19.11.2009) |
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Strom für
knapp 2000 Menschen |
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Neudenau - Die Turbinen
im Wasserkraftwerk Siglingen laufen seit Dienstagvormittag wieder auf vollen
Touren. Rund zwei Millionen Euro hat das Energieunternehmen EnBW in die
Modernisierung des Kraftwerks gesteckt. Etwa zwei Jahre haben die Arbeiten
gedauert. Jetzt liefert das Kraftwerk eine Gesamtleistung von 540 Kilowatt
und damit Strom für insgesamt rund 1900 Menschen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 04.11.2009) |
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Wehr soll
Umgehungsrinne für Fische erhalten |
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Langenbrettach -
Der Besitzer zahlt: Die Gemeinde Langenbrettach ist finanziell
verantwortlich für den Bau einer Umgehungsrinne am Wehr vor der Brettacher
Mühle. Am Wehr befindet sich zwar eine etwa 100 Jahre alte „Fischtreppe“,
doch dort kommt schon lange kein Fisch mehr nach oben. Langenbrettach möchte
sich der Europäischen Wasserrechtsrahmenlinie, die eine Durchgängigkeit
aller Gewässer anstrebt, nicht entgegen stellen. Deshalb wurde ein Fachmann
mit ersten Planungen beauftragt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 19.03.2009) |
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Raue
Rampe für Fische |
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Bad Friedrichshall -
Unmittelbar bei dem 1912 erbauten Wasserkraftwerk bei Duttenberg ging
gestern eine Anlage offiziell in Betrieb, die den Fischen in der Jagst
erhebliche Verbesserungen bringen soll. Dort ist eine raue Rampe entstanden.
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(aus der Heilbronner Stimme 13.02.2009) |
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Den
Fischen eine Brücke bauen
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Region Heilbronn - Die
großen Neckarschleusen sind unüberwindbare Barrieren für flussaufwärts
ziehende Fische. Das soll sich ändern. Durch Fischtreppen, nicht nur am
größten Fluss des Landes soll den Fischen gewissermaßen eine Brücke gebaut
werden. Aber hier, an der Schleuse Lauffen, wird eine der größten sein.
Vergleichbar der Anlage bei Iffezheim am Rhein und zwei Millionen Euro
teuer. Bezahlt aus den bewilligten 200 Millionen, die der Bund für die
Ertüchtigung der Schleusen an dieser Schifffahrtsstraße ausgibt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.07.2008) |
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„Nachhaltiger Beitrag zu Natur und Umwelt“
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Neckarsulm - Der
Böllinger Bach, der lange Zeit nur eine Betonrinne war, ist wieder als
natürliches Biotop in den Neckarwiesen zwischen dem Neckarsulmer Stadtteil
Obereisesheim und der Kernstadt erlebbar. In sieben Monaten Bauzeit hat
Neckarsulm die begradigte Bachsohle aus Beton ausgebaut und den
ursprünglichen Bachlauf wieder hergestellt. Kosten: 625 000 Euro. Jetzt
wurde Einweihung gefeiert. |
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(aus der Heilbronner Stimme 17.06.2008) |
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Böllinger
Bach wird renaturiert und ökologisch aufgewertet |
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Neckarsulm - Der
Böllinger Bach, der beim Neckarsulmer Stadtteil Obereisesheim durch die
Neckarau Richtung Heilbronn fließt, wird in einen naturnahen Zustand
zurückversetzt. Im Zuge der Renaturierung wird die vorhandene Betonsohle,
die den Bach in ein begradigtes Bett zwingt, ausgebaut und der
ursprüngliche, gewundene Bachlauf wieder hergestellt. Zudem wird auch das
Gewässerprofil aufgeweitet und neu gegliedert, so dass der Böllinger Bach
sowohl hydraulisch als auch ökologisch zeitgemäßen Anforderungen entspricht.
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(aus der Heilbronner Stimme 22.02.2008) |
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Land
zahlt für den Hochwasserschutz an der Brettach |
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Nördlicher - Landkreis
Das Land wird den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens A 1 des Wasserverbands
„Neuenstadter Brettach“ mit einem Zuschuss von rund 5,14 Millionen Euro
unterstützen, teilt der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta mit.
Damit sind rund 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 6,43
Millionen Euro für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens abgedeckt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 25.09.2007) |
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Neckar
braucht Fische |
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Heilbronn - Dem Neckar
wieder zu einer Gewässergüte zu verhelfen, war eine große umweltpolitische
Leistung. Doch gerade erst jetzt zeige sich: Fische brauchen mehr als
sauberes Wasser, den Tieren fehlen die Lebensräume. Diese Bilanz zieht
Johannes Reiss. Der Naturschutzbund Nabu hatte den Geschäftsführer vom „Büro
am Fluss“ eingeladen, um über den aktuellen Zustand des Neckars zu
informieren. In der Geschäftstelle der Initiative „Lebendiger Neckar“ sitzen
Gewässerspezialisten, die Fischtreppen planen, Gutachten erstellen,
Umweltverbände beraten. Für den Nabu Heilbronn hat das Büro die Planung für
ein grünes Klassenzimmer im künftigen Neckarpark erstellt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.06.2007) |
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Jesser-Mühle hat nun ein eigenes Kraftwerk |
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Auch die ökologische Durchgängigkeit ist
ein Gewinn für die Natur. Hardthausen Am Kocher bei der Kochersteinsfelder Jesser-Mühle wurde jetzt ein neues Kraftwerk fertiggestellt. Wegen eines Hochwassers im August, bei dem die Baustelle laut dem Bauherren Manfred Jesser „regelrecht abgesoffen“ war, konnte das Wasserkraftwerk erst ein paar Wochen später als geplant in Betrieb genommen werden. Doch nun läuft der Generator. Manfred Jesser und Sohn Roland sind froh, dass es soweit ist. Der Bau des Gebäudes und vor allem der Bau des Untergrundes in den Kocher hinein war sehr aufwändig. Kein Wunder, dass der Bau eine halbe Million Euro verschlang. Entstanden ist die Idee zu diesem Bau, weil die 25 Jahre Laufzeit des alten Kraftwerkes zu Ende ging. Zur Verlängerung gab es Auflagen für Manfred Jesser. Unter anderem ist inzwischen eine Fischtreppe vorgeschrieben. Die wurde direkt neben dem Kraftwerksgebäude gleich mitgebaut. Dadurch wurde auch gleich der Steinbach, der an dieser Stelle den Mühlkanal über eine Betonbrücke überfließt und in den Kocher mündet, ökologisch durchgängig gemacht. Nicht nur die neue ökologische Durchgängigkeit ist ein Gewinn für die Natur. Das alte Kraftwerk und das neue E-Werk ersparen der Umwelt im Jahr über eine Tonne an Kohlendioxid. Für beide Kraftwerke hat die Jesser-Mühle nun die Genehmigung für eine Laufzeit für 50 Jahre bekommen. Der Unterschied zwischen den Anlagen ist, dass das alte Kraftwerk einen Kanal hat und als Ausleitungskraftwerk gebaut wurde. Für die neue Anlage wird das fließende Wasser direkt genommen und ist deshalb ein so genanntes Flusskraftwerk. Unter dem Gebäude stürzt das Wasser auf ein Schaufelrad mit einem Durchmesser von zwei Metern. Die 70 Umdrehungen pro Minute werden über ein Getriebe zum Generator „transportiert“ und gleichzeitig so übersetzt, dass dort 1000 Umdrehungen pro Minute ankommen. Natürlich sind die Jessers von der Natur abhängig. Kommt viel Wasser, schafft das neue Kraftwerk 90 Kilowatt in der Stunde. 2,30 Meter tief fallen die stündlich benötigten sechs Kubikmeter Wasser hinunter und schaffen so 130 PS an der Maschine. |
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(aus der Heilbronner Stimme 08.12.2006) |
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Fische erhalten neuen Lebensraum |
Am Hohebacher Jagstwehr wurden ein
Umgehungsgerinne und ein Biotop angelegt. Wer im Dörzbacher
Teilort Hohebach an der Jagst spazieren läuft, wird am Jagstwehr auf einen
neuen Flussverlauf stoßen: Für über 40 000 Euro ist dort ein neues
Umgehungsgerinne errichtet worden. Die Kosten werden von
Wasserkraftanlagenbetreiber Kurt Häfele getragen. 700 bis 1000 Kubikmeter Erde mussten für den Bau des kleinen Flussarmes ausgehoben werden, wie Planer Josef Zeller bei der Abnahme mit dem Stuttgarter Regierungspräsidium erklärte. Das Gerinne ermöglicht den Lebewesen in der Jagst - also Fischen oder auch kleinen Krebsen - dass sie sich in dem Gewässer bewegen können. Das Wehr in Hohebach war für die Flusstiere trotz der Fischtreppe unüberwindbar. Mit dem Bau erfüllt die Gemeinde Dörzbach jetzt schon eine Forderung, welche die EU bis zum Jahr 2015 erreichen will. Das Umgehungsgerinne ist eine ökologische Verbesserung. Diese wurde auch vom Land als Umweltziel definiert. Künftig wird Elektrizitätswerk-Betreiber Kurt Häfele für jede Kilowattstunde zwei Cent mehr erhalten. Der Grund: Durch das erneuerte Energieeinspeisungsgesetz erhält Häfele eine Mehrvergütung. Voraussetzung dafür ist ein guter ökologischer Zustand der Anlage, durch die elektrische Energie in das Stromnetz eingespeist wird. Dies ist in Hohebach nun der Fall. Das Umgehungsgerinne, das durch einen betonierten Flussboden fließt, werden durch die von dem Wehr getrennten Flussteile verbunden. Dort besteht ein Höhenunterschied von 2,26 Metern. Künftig werden rund 240 Liter pro Sekunde durch das Umgehungsgerinne fließen und die beiden Stellen miteinander verbinden. Bei der Abnahme zeigten sich der Dörzbacher Bürgermeister Willi Schmitt und Achim Megerle vom Umwelt- und Baurechtsamt im Hohenloher Landratsamt zufrieden mit der „ökologische Verbesserung“ (Megerle) des Flusslaufes. An das neue Umgehungsgerinne angebaut wurde ein Biotop. Die Kosten des Biotops betragen 6000 Euro und werden vom Stuttgarter Regierungspräsidium komplett übernommen. Das Biotop sorgt künftig dafür, dass die Fische genügend Laichmöglichkeiten haben. Für Dörzbachs Bürgermeister Schmitt ist die ökologische Verbesserung auch ein persönliches Anliegen: „Ich bin selber ein Fischer.“ |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.10.2006) |
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Kleine Fische steigen auf |
Möhriger Wehr verbindet Hochwasser-
und Naturschutz Zweispurig
rauscht die Ohrn zu Tal: Rechts schießt das Wasser übers abgesenkte Möhriger
Wehr, links schlängelt es sich an der Steinmauer entlang. Foto: Peter Hohl
Das Entscheidende ist die Serpentine“, sagt Horst Geiger. Für Bachschmerle und Mühlkoppe gilt das Gleiche wie für die Autofahrer: Wenn sie hoch hinaus wollen, müssen sie Umwege in Kauf nehmen. Wie sich eine Passstraße den Berg hinauf schlängelt, so schlängelt sich der Fischaufstieg der Ohrn am Möhriger Wehr. Weiß schäumend schießt das Wasser übers Wehr. Für große Fische wie Bachforelle oder Hecht ist das kein Problem: Sie haben genug Kraft, um gegen den Strom zu schwimmen. Kleine Fische tun sich da naturgemäß schwerer. Weil aber große Fische gerne kleine Fische fressen, soll die Ohrn für Bachschmerle und Mühlkoppe, aber auch für Bachflohkrebse und Köcherfliegenlarven durchgängig ohne Hindernis sein. Das wünschen sich nicht nur die Fischer, sondern auch die Naturschützer. Auf Öhringer Markung ist die Ohrn jetzt barrierefrei, von der Mündung in den Kocher 16 Kilometer lang bachaufwärts. „Darauf bin ich richtig stolz“, sagt Horst Geiger, der das Tiefbauamt der Großen Kreisstadt leitet. In dieser Funktion ist er für den Hochwasserschutz in Öhringen zuständig. Doch wo er kann, versucht Geiger den Hochwasserschutz mit dem Naturschutz zu verbinden. So ist auch der Fischaufstieg am Möhriger Wehr einerseits eine ökologische Ausgleichsmaßnahme für die Eingriffe in die Natur, die der Dammbau ohrnaufwärts zwischen Cappel und Oberohrn mit sich bringt. Andererseits ist die weitgehend abgeschlossene Baumaßnahme neben der ehemaligen Möhriger Mühle ein eigenständiger Beitrag zum Hochwasserschutz. Denn das alte Wehr wurde um 40 Zentimeter abgesenkt. Damit sinkt zugleich der Rückstau ohrnaufwärts. Davon profitiert vor allem das Öhringer Einkaufszentrum Ö, das in der Vergangenheit bei dem einen oder anderen Hochwasser nasse Füße bekommen hatte. Das Wasser rauscht jetzt sozusagen zweispurig an der Möhriger Mühle entlang: einmal auf direktem Wege über das alte Wehr, zum anderen auf dem 30 Meter langen Umweg durch den neu angelegten Fischaufstieg. Damit das naturnahe Bauwerk auch stärkeren Fluten Stand hält, mussten die Bauleute der Firma Leonhard Weiss 65 Kubikmeter Beton als Widerlager ins Bachbett gießen. „Das passt den Fischern nicht“, weiß Horst Geiger. Aber anders sei das Bauwerk im tief ausgehöhlten Bach nicht zu verankern gewesen. Auch ein zweites Ergebnis der Baumaßnahmen stößt bei Fischern wie Anliegern auf wenig Gegenliebe: Geiger hat einen umgefallenen alten Baum aus dem Wasser ziehen lassen. Dabei wurde das Bachbett aufgerissen, weshalb der Wasserspiegel unterhalb des Wehrs ebenfalls um 30 Zentimeter gefallen ist. Am Rand, wo einst der Bach plätscherte, steht jetzt das Brackwasser im Schlamm. „Das ist optisch nicht schön“, gesteht der Amtsleiter ein. Auch die neue Uferbefestigung mit hingeworfenen Steinhaufen passt den Anwohnern nicht, hat Horst Geiger gestern Mittag deutlich erfahren müssen. Geiger versprach Abhilfe, setzt dabei aber ausdrücklich auf die Mithilfe von Mutter Natur: „Nach jedem Hochwasser sieht’s wieder anders aus.“ |
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(aus der Heilbronner Stimme 18.10.2006) |
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Kraftwerk-Baustelle steht unter Wasser |
Die
Familie Jesser wohnt schon immer am Kocher, doch selten haben sich die
Müller und Kraftwerksbetreiber so geärgert wie über das aktuelle Hochwasser.
Die ganze Baustelle für das neue Kraftwerk am Kochersteinsfelder Wehr steht
unter Wasser. Manfred Jesser hat seinen eigenen Ausdruck für unter Wasser stehen: „Die Baustelle ist abgesoffen.“ Und das ist sie im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar wurde in den vergangenen Wochen ein Damm errichtet zwischen dem Kocherbett und dem Areal, in dem ein neues Kraftwerk errichtet werden soll, doch der Kocher hat gezeigt, dass er sich nicht an künstliche Dämme hält, sondern sein Wasser dahin schickt, wo er das möchte. Schon um die Jahrtausendwende kam die Idee zum Bau eines zweiten Kraftwerkes in Kochersteinsfeld auf. Nach dem Ende der 25-jährigen Laufzeit des alten Kraftwerkes erhielt Eigentümer und Betreiber Manfred Jesser Auflagen vom Landratsamt. Die inzwischen verschärften Gesetze verlangen, dass er den Kocher am Wehr „ökologisch durchgängig“ macht, sonst wird die Genehmigung nicht verlängert. Diese Maßnahme allein, eine so genannte Fischtreppe, hätte rund 170 000 Euro gekostet. Die Idee, ein zweites Kraftwerk an der Stelle des Wehrüberlaufs zu bauen, spart der Jesser-Mühle und der Gemeinde Hardthausen sicherlich viel Geld. Da für das Kraftwerk eine Mauer gebaut werden muss und dadurch die im Bau befindliche Fischtreppe quasi in deren „Windschatten“ liegt, wird sie wahrscheinlich nur 45 000 Euro kosten. Diesen Betrag werden sich Jesser und die Kommune hälftig teilen. Der Vorteil für den Kraftwerksbetreiber ist, dass durch die Einbeziehung des Steinbachs, der an dieser Stelle in den Kocher mündet und bislang über eine Kanalbrücke floss, eine Restwassermenge von 300 Liter je Sekunde reicht. Ohne den Steinbach müssten 900 Liter Restwasser pro Sekunde laut Vorschrift über das Wehr oberhalb des alten Kraftwerkes laufen. Da für den Betrieb der alten und der neuen Turbinen, die beide rund 100 Kilowattstunden produzieren, zusammen zwölf Kubikmeter Wasser pro Sekunde benötigt werden, wird die alte bei Niedrigwasser ausgeschaltet werden. Eine neue Trafostation hat Manfred Jesser, der bei seinem Vorhaben kräftig von Sohn Roland unterstützt wird, bereits bauen lassen. Die Arbeiten am Kraftwerk können erst weitergehen, wenn das Hochwasser zurückgegangen ist und die Grube leer gepumpt werden kann. Wenn die Sprache auf die Kosten kommt, legt sich die Stirn des begabten Planers in Furchen, denn die halbe Million Euro muss er komplett über eine Fremdfinanzierung aufbringen. Doch ohne diesen Bau wäre die alte umweltfreundliche Stromerzeugung wohl „ins Wasser gefallen“. Die Inbetriebnahme ist für Ende Oktober geplant. Am Pfingstmontag nächsten Jahres wird es in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hardthausen und dem Obst- und Gartenbauverein einen Tag der offenen Tür geben. |
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(aus der Heilbronner Stimme 31.08.2006) |
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40
Kilometer Wanderweg für Fische |
Die Jagst gilt im ökologischen Sinne
landesweit als besonders naturnaher Fluss. Der von nahezu durchgehend
bewachsenen Ufergehölzen geprägte Flusslauf weist eine intakte Flora und
Fauna auf. Die Fischereivereine sind stolz auf den Artenreichtum der
Lebewesen im und am Gewässer. Für die
Erhaltung und weitere Verbesserung dieser kostbaren Bestände gelten die
Aktivitäten der im Jahre 2002 gegründeten Hegegemeinschaft Jagst, in der die
Fischereivereine von Westernhausen bis hinunter nach Bad Friedrichshall
zusammengeschlossen sind, als mustergültig. Der als Sprecher fungierende Initiator Rolf Grimm aus Möckmühl-Züttlingen zeigte auf einer Exkursion vor Ort die aktuelle Situation an verschiedenen Flussgebieten, an denen die Fischaufstiege bereits vorhanden sind und sich bewährt haben. Eine gigantische „Steighilfe“ für die flussaufwärts wandernden Fische wurde jetzt beim Stauwehr in Züttlingen in Betrieb genommen. Auf einer Länge von nahezu 60 Metern wurde eine bis zu vier Meter breite Zone mit Natursteinen ausgelegt, in der sich eine Wassermenge von maximal 700 Litern pro Sekunde bewegt. Eine nach dem gleichen Prinzip errichtete Anlage ist seit einem Jahr am Wehr der Schneidmühle Neudenau in Betrieb, erfüllt den Zweck und fügt sich gut in das Landschaftsbild ein. Was den Fischen Ruhenischen bei ihrem Kampf gegen den Strom bietet, bedeutet für den Betrachter ein Naturereignis. Sprudelndes und wie in einem Gebirgsbach dahinplätscherndes Wasser unterstreicht das einzigartige Bild der Idylle an der Jagst. Auch der Erbauer der Fischaufstiege im Bereich Ruchsen und Züttlingen, der Kraftwerksbesitzer Josef Held, äußerte sich positiv über den Einsatz der Fischer in punkto Naturschutz. Die Fischer haben grundsätzlich die Pflege und Wartung der Fischaufstiege übernommen. Für den Bau einer „Flechtbuhne“ bei Möckmühl wurden drei Lastkraftwagen Kies herangefahren, die das Fundament der Holzpflöcke im Bett der Jagst stabilisieren sollen. Nachdem das vor einem Jahr praktizierte Pilotprojekt Duttenberg dem Hochwasser zum Opfer fiel, hofft man, dass die Buhne einen guten Schutz für Fische und für das vorhandene Seerosenfeld bietet. Rolf Grimm, der die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Regierungspräsidiums lobte, sagte: „Wenn es uns gelingt, die restlichen am Unterlauf der Jagst vorhandenen Schwachstellen im Hinblick auf Durchgängigkeit der Anlagen an den Wehren auszuräumen, ist ein 40 Kilometer langer Wanderweg für Fische freigemacht“. Eine gelungene Kombination aus Biotop und Fischpass ist die Anlage beim Wehr Ruchsen. Der Badebetrieb, der hier stattfindet, aber grundsätzlich nicht gestattet ist, behindert den Fisch-Aufstieg. Auch sollten Hunde von den Fischaufstiegsanlagen ferngehalten werden. |
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(aus der Heilbronner Stimme 26.08.2006) |
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„Harmonisch in der Landschaft“ |
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Wolkenbrüche über Massenbachhausen
führten mehrfach in der Vergangenheit zu Überschwemmungen. Beeinträchtigt
wurde auch Schwaigerns unterhalb liegender Teilort Massenbach. Damit soll es
nun besser werden. Bei einer Rundfahrt informierten sich die
Verantwortlichen über ihre aktuellen Projekte. Der Zweckverband Hochwasserschutz Leintal hatte zu Beginn seiner Planungen eine Prioritätenliste aufgestellt, die nun Zug um Zug abgearbeitet wird. Vier Becken wurden im Leintal bereits gebaut. Ferner hat der Verband an verschiedenen Stellen durch lokale Schutzmaßnahmen Vorsorge getroffen gegen künftige Überschwemmungen. Drei weitere Becken, die bislang im Eigentum von Verbandsgemeinden waren, sind in der Berechnung des Ingenieurbüros zum Hochwasserschutz im Leintal enthalten. Diese Becken werden künftig auch vom Verband betreut. Mit dem Umbau des Wehres bei der Barreis’schen Mühle in Heilbronn-Frankenbach hat der Verband den Abfluss verbessert. Gleichzeitig wurde die Durchgängigkeit für Kleinlebewesen und Fische hergestellt. Oberhalb davon soll eine weitere lokale Schutzmauer die Bebauung schützen. Mit einem Eigentümer ist jedoch derzeit keine Einigung in Sicht. Zum Abschluss der Rundfahrt fand in Massenbachhausen der Spatenstich für eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme statt. „Als zu Jahresbeginn Umweltministerin Tanja Gönner zu Besuch war, brachte sie uns den Bewilligungsbescheid mit“, freute sich Verbandsvorsitzender Johannes Hauser über den Landeszuschuss. Mit 70 Prozent fördert das Land die Maßnahmen im Leintal. Das ungesteuerte Becken soll künftig 30 000 Kubikmeter Wasser bei Starkregen zurückhalten. Der dafür erforderliche Damm ist 130 Meter lang, an der höchsten Stelle 3,50 Meter hoch, wofür die Bauleute 6000 Kubikmeter Erde und 120 Kubikmeter Beton verbauen. Bei einem 100-jährigen Hochwasser führt der sonst ruhig dahin plätschernde Leitersbach plötzlich 1900 Liter Wasser in der Sekunde das Tal hinab. Um 80 Prozent soll der Abfluss künftig auf 400 Liter in der Sekunde gedrosselt werden. Die Abflussregulierung erfolgt über zwei Schutzvorrichtungen aus Stahl, die im ökologischen Durchgangsbauwerk angebracht werden. „Wir Ingenieure haben versucht, das Bauwerk harmonisch in die Landschaft zu integrieren“, erklärte Planer Joachim Wald unter Hinweis auf die flache Dammneigung. „Mit diesem Becken machen wir einen weiteren Schritt in Richtung Hochwassersicherheit“, sagte Schwaigerns Bürgermeister Johannes Hauser. Aber er mahnte auch, sich nicht zu sehr in Sicherheit zu wiegen. Schließlich wird nach dem Ausbau aller Becken nur ein hundertjähriges Hochwasser zu bändigen sein. |
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(aus der Heilbronner Stimme 07.06.2006) |
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Erleichterung für die Fische im Steinbach |
Mit der Sicherung der ökologischen
Durchgängigkeit des Steinbachs und den Planungen zum Bau eines neuen
Wasserkraftwerks bei der Jesser-Mühle in Kochersteinsfeld geht es voran.
Nach kleinen Änderungen an den bisherigen Plänen kann die Gemeinde
Hardthausen demnächst mit dem Abschluss des Wasserrechtsverfahrens rechnen.
Die
ökologische Durchgängigkeit sei laut Fachleuten, so erklärte Hardthausens
Bürgermeister Harry Brunnet, gerade bei einem kleinen Bach wie dem
Kochersteinsfelder Steinbach sehr wichtig. Dessen Wasser sei kälter als das
des Kochers und deshalb insbesondere für kleinere Lebewesen anziehend. Wegen der kleineren Fische soll die geplante Fischtreppe auch in einem geringeren Steigungswinkel gebaut werden, als dies vorgesehen war. Außerdem soll die Aufstiegshilfe direkt am Steinbach mäandrierend, also in einem Bogen, angelegt werden. So endet die Mündung dann nicht parallel zum Kocher, sondern rechtwinklig zum Auslauf des neuen Kraftwerks. Derzeit führt der Steinbach in einer Betonschale über den Mühlkanal und mündet dann in den Kocher. „Niemand weiß mehr, wer die Brücke gebaut hat“, meinte Harry Brunnet, aber sie sei nun einmal da. Die Kosten des Umbaus tragen die Gemeinde und die Jesser-Mühle gemäß einer Absprache zu unterschiedlichen Teilen gemeinsam. Die Arbeiten sollen in diesem Frühjahr beginnen. Ein kleines Problem gibt es laut Bürgermeister Brunnet noch: Er befürchtet, dass die Förderung nicht sehr großzügig ausfallen wird, da nur wenige Mittel zur Verfügung stehen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 24.03..2006) |
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Wie
ein Wildbach in blauem Gestein |
Die Jäckle-Mühle an der Brettach in
Neuenstadt besteht seit mehr als 330 Jahren und ist noch heute in Betrieb.
Um ihre Zukunft zu sichern hat der Müller Hartmut Kupfer eine Verlängerung
der wasserrechtlichen Genehmigung beantragt. Unter anderem musste er dafür
den Fischen ein Umlaufgerinne bauen. Seit einigen Wochen fließt es, nur die
Fische machen sich rar. Schon
von weitem ist der Lattenzaun zu sehen, der das neue Gerinne einfasst. Ein
Hinweisschild soll ungebetene Gäste abhalten. Wir mussten die Pflanzen
schützen, damit sie angehen. Irgendwann kommt auch der Zaun wieder weg ,
sagt der Müller. Rund 150 heimische Büsche, Haselnusssträucher, Weiden und
Brombeeren wurden zwischen die Steine gesetzt, um dereinst ein naturnahes
Ensemble zu schaffen. Hinter dem Zaun sprudelt s wie in einem Wildbach zwischen blauem Gestein. Im leichten Gefälle kurvt das Gerinne um das Wehr, um Fischen und Kleinlebewesen die Möglichkeit zu geben, ungehindert zu wandern. Doch zurzeit sind darin keine Fische zu entdecken. Die Brettach führt zu wenig Wasser, da schafft der beste Schwimmer den Aufstieg nicht. Der Niedrigstand bekümmert auch den Müller. Als Kompensation für die Investition, die er alleine schultern musste, bekommt er nach dem Stromeinspeisungsgesetz zwei Cent pro Kilowattstunde mehr als vorher. Bei der relativ geringen Kapazität seines Mühlenkraftwerks fällt das zwar nicht sonderlich ins Gewicht, aber gegenwärtig läuft gar nichts. Aus Platzgründen habe man bei der Jäckle-Mühle als Fischaufstieg das Umlaufgerinne und keine Fischtreppe oder Rauhe Rampe gewählt, sagt Hartmut Kupfer. 40 Meter Gerinne hat er größtenteils in Eigenregie angelegt. Dabei wurde er von verschiedenen Fachleuten beraten. Jetzt hat er die wasserrechtliche Genehmigung für weitere 30 Jahre in der Tasche. Und eine Insel vor der Tür. Vom Max und Moritz Cafe im Mühlengebäude schaut man auf das Stückchen mit Akazien bestandene und von Brettachwasser umspülte Land. Vielleicht machen wir mal was draus , sagt Hartmut Kupfer Meine Frau hat da so eine Idee. |
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(aus der Heilbronner Stimme 08.12.2005) |
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Rund 350 Tonnen Stein auf 50 Metern |
Am Stauwehr der Jagst bei der
idyllisch gelegenen Schneidmühle Neudenau wurde jetzt eine Fischtreppe in
Betrieb genommen. Eine von Mühlenbesitzer Jürgen Walz beauftragte
Spezialfirma verarbeitete in zweiwöchiger Bauzeit für das rund 50 Meter
lange Bauwerk insgesamt rund 350 Tonnen Natursteine.
Die Anlage, die
dem ökologischen Zweck zum Erhalt der Fischbestände dient, fügt sich sehr
gut in das Landschaftspanorama des Jagsttales ein. Fischtreppen sind in
erster Linie Wanderhilfen für die Kaltblütler. Mit ihnen sollen sie Wehre an
Kraftwerken überwinden. Außerdem wandern auch viele Lebewesen wie Flohkrebse
und Fliegenlarven viele Kilometer in den Flussläufen. Dazu brauchen die
Wasserlebewesen durchgängige Gewässer. Die Rechtsgrundlage des bestehenden Fischereigesetzes von 1874 schreibt den Bau von Fischaufstiegen an Wehranlagen zwar vor, doch in der Praxis konnte dies vielfach noch nicht allerorten umgesetzt werden, da es Ausnahmen gibt. Für derartige Projekte, deren Kosten zu Lasten der jeweiligen Kraftwerksbesitzer gehen, werden verschiedene Konstruktionsverfahren angeboten. Im Falle der Schneidmühle in Neudenau wurde das so genannte Prinzip Rauhe Sohlrampe gewählt. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine Steinschüttung mit durchgehendem Lückensystem. Auf der sich stromabwärts neigenden Distanz von gut 50 Metern befinden sich zudem vier kreisförmig angelegte Ruhezonen, in denen sich die Fische von ihren Strapazen der Aufwärtswanderung erholen können. Zum Bau der Fischtreppe an der Schneidmühle nannte Jürgen Walz zwei wesentliche Vorraussetzungen, die er zur Verwirklichung des Projektes bereits im Herbst vergangenen Jahres zu bewerkstelligen hatte. Die erste Maßnahme bestand darin, die Wehrkrone zu egalisieren. Um einen konstanten Pegelstand der Jagst zu erhalten, musste ferner die gesamte Turbinentechnik umgestellt werden, damit die Anlage störungsfrei laufen kann. Einen finanziellen Ausgleich für die entstanden Kosten sieht Walz in den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), wobei pro Kilowattstunde nun zusätzlich zwei Cent vergütet werden. Derartige Fischaufstiege sind jedoch auch zu warten, da behinderndes Schwemmgut entfernt werden muss, was besonders bei Hochwasser vermehrt auftritt. Die Fischer, die bei der Hege und Pflege des Fischbestandes sowie auch in der Reinhaltung der Gewässer wertvolle Dienste leisten, freuen sich über derartige Fischwanderhilfen, die dazu beisteuern, die Artenvielfalt der Lebewesen in den Gewässern zu erhalten. Auch der Wanderer findet Wohlgefallen beim Anblick der reizvollen von Menschenhand geschaffenen Wasserspiele. |
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(aus der Heilbronner Stimme 09.11.2005) |
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Umbau von Wehr und Bach |
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Rund 21 500 Euro wird die Baumaßnahme kosten,
mit der die Gemeinde Hardthausen den Steinbach und den Kocher am
Kochersteinsfelder Wehr ökologisch durchgängig machen möchte. Wie das
beauftragte Ingenieurbüro jetzt feststellte, seien diese Kosten jedoch nur
auf diesem Niveau zu halten, wenn der Ausbau gleichzeitig mit dem Bau des
neuen Kraftwerks an der Jessermühle erfolge. Ohne die Zusammenlegung der
Arbeiten schätzen die Fachleute mit Kosten von mehr als 40 000 Euro. Dem Ausbau des Steinbaches, der im Augenblick noch in einem Betonbett über den Mühlkanal läuft, stimmten die Gemeinderäte schon im April dieses Jahres zu. Die Planungen wurden noch einmal überarbeitet. Nach den aktuellen Plänen soll der Steinbach neben der Funktion einer Niedrigwasserrinne zur ökologischen Durchgängigkeit zwischen Mühlkanal und Kocher ausgebaut werden. Da der Steinbach noch vor der geplanten Fischaufstiegshilfe erste Priorität hat, muss er auf jeden Fall als öffentliches Gewässer von der Mühlkanalbrücke bis zum Kocher weitergeführt werden. Ursprünglich war angedacht worden, die Einleitung des Steinbachs in die notwendige Fischaufstiegshilfe der Jessermühle durch einen Nutzungsvertrag sicher zu stellen. Die Räte stimmten den neuen Planungen zu und legtendie Einleitung des wasserrechtlichen Verfahrens fest. |
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(aus der Heilbronner Stimme 07.10.2005) |
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Die
hohen Kosten ärgern Müller Kupfer |
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Bei der Nutzung der Wasserkraft kommt
der Mensch dem Fisch mitunter ganz schön in die Quere. Umgekehrt kann es
auch passieren, wie jetzt der Neuenstädter Müller Hartmut Kupfer erfahren
musste: Wenn er den Fischen keine Treppe, ein so genanntes Umlaufgerinne,
baut, muss er seine Mühle stilllegen. Dem Neuenstädter ist wohl bewusst, dass Leben am Fluss und mit dem Fluss zu ökologischem Handeln verpflichtet. Allerdings möchte er dafür die Lasten nicht ganz alleine tragen. Vor einigen Jahren hat Kupfer um eine Verlängerung der vor siebzig Jahren erteilten wasserrechtlichen Genehmigung zum Betrieb der Mühle angesucht. Die wurde für dreißig weitere Jahre nur unter der Bedingung erteilt, dass er ein Umlaufgerinne baut. Dass er dafür die zwischen dreißig- und vierzigtausend Euro veranschlagten Kosten alleine tragen soll und keine Zuschüsse bekommt, ärgert ihn. Aber weil die Frist abläuft, muss er in den sauren Apfel beißen. Größtenteils in Eigenleistung will er jetzt die Fischtreppe errichten. Vierzig Meter lang soll das Umlaufgerinne einen sanften Bogen um das Wehr schlagen, damit die Fische ungehindert flussaufwärts zu ihren Laichplätzen gelangen. Auch bei den Fischen gibt es schlechte Schwimmer, daher muss das Gefälle möglichst gering sein, sagt Günther Neuweiler. Er ist einer von Kupfers Verbündeten, wie er sie nennt. Neuweiler hat jahrelang als Ingenieur im Wasserbau gearbeitet und die Fischtreppe in Schöntal gebaut. Beratende Hilfe erfährt Kupfer auch von Richard Keil von der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke und von Horst Geiger, stellvertretender Leiter des Öhringer Stadtbauamtes, auch er bewandert in Wasserwirtschaftsfragen. "Die Durchgängigkeit der Flüsse ist ein berechtigtes Anliegen des Naturschutzes", sagt Geiger. Als Kompensation für die Investition sieht das Stromeinspeisungsgesetz eine Vergütung von zusätzlich zwei Cent pro Kilowattstunde vor. "Das bringt mir kaum was", sagt Kupfer. Sein kleines Kraftwerk zum Betrieb von Mühle und Mühlenlädle hat eine Kapazität von 20 Kilowattstunden und produziert je nach Wassermenge zwischen null und maximal 480 Kilowattstunden. "Da brauch' ich ja mehr als fünfzig Jahre, bis ich die Kosten hereinbekomme." Das sieht Marco Sander nicht ganz so. Und überhaupt geht es dem Diplom-Biologen und zweiten Vorsitzenden der Hegegemeinschaft Kocher in erster Linie um die Fische: "Die Brettach ist insbesondere im Oberlauf eines der naturnahesten Gewässer in der Region und wir wollen erreichen, dass sich irgendwann hier die Lachse wieder tummeln." Sein Schärflein wird nun also auch der Neuenstädter Müller dazu beitragen. In drei Wochen soll das Umlaufgerinne fertig sein. |
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(aus der Heilbronner Stimme 11.08.2005) |
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Raue Rampe entsteht am Jagstwehr Ruchsen |
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650 Tonnen Wasserbausteine, 108 Kubikmeter Beton und 30 Kubikmeter Kies wurden dieser Tage am Jagst-Wehr in Möckmühl-Ruchsen verbaut, um Fischen den Aufstieg vom Niederwasser ins Oberwasser zu ermöglichen. Eine so genannte "raue Rampe" soll die längst verfallene Fischtreppe neben der Staumauer ersetzen. Die Rampe ist 66 Meter lang und etwa 3,5 Meter breit und lässt über ein Gefälle von 4,5 Prozent etwa 600 Liter Wasser pro Sekunde passieren. Gefordert wurde die Baumaßnahme vom Landratsamt Heilbronn, das sich an den Wasserrahmenrichtlinien der EU orientiert. Die Kosten von 48 000 Euro sind vom Nutzer der Staustufe, dem Kraftwerksbetreiber Josef Held, zu tragen. Er ist auch zuständig für das Wehr in Züttlingen, wo im Spätsommer dieselbe Aktion durchgeführt wird. Die Erlaubnis, Wasser der Flüsse zur Energiegewinnung zu nutzen ist, wie der für die Maßnahme zuständige Bautechniker Josef Held vom Regierungspräsidium Stuttgart erläuterte, ein Privileg, das eben auch mit Auflagen verbunden ist. Diesbezüglich arbeite seine Behörde eng mit dem Landratsamt zusammen, fügte Held hinzu. Der Begriff raue Rampe erklärt sich durch die aufrechtstehenden in Beton und Kies eingebetteten Störsteine, die die Fließgeschwindigkeit des Wassers reduzieren und durch die Wirbelbildung zu einer Sauerstoffanreicherung beitragen. Im Verlauf der Rinne sind vier Ruhebecken eingebaut, in denen die Fische ihren Aufstieg unterbrechen können. Ein Biotop, das in diesem Zusammenhang im oberen Bereich des Wehrs, unmittelbar neben der Rampe realisiert wurde, entstand auf Initiative des Fischereivereins Ruchsen. Er übernimmt auch die Baukosten und sorgt künftig für Ordnung im Uferbereich. Die Unterhaltungskosten für das Biotop übernimmt das Regierungspräsidium. Das Biotop ist etwa 250 Quadratmeter groß, maximal 1,5 Meter tief und soll Fischen und anderem Wassergetier als Brutstätte dienen. Die von vielen Möckmühlern gern genutzte Badestelle verlagert sich etwas nach rechts. Um den Einstieg zu erleichtern, sind auch hier einige Steinblöcke versenkt worden. Das Gelände im Bereich des Wehrs ist durch den Einsatz von schwerem Gerät arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Es soll aber, wie Zeller versicherte, so schnell wie möglich begrünt werden. |
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(aus der Heilbronner Stimme 29.06.2005) |
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Steinbach durchgängig |
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Die Jesser-Mühle in Kochersteinsfeld beteiligt sich jetzt an der Planung für die ökologische Durchgängigkeit des Steinbachs zwischen Mühlkanal und Kocher. Die Gemeinde Hardthausen hat den Ausbau des Steinbaches angestoßen, nachdem die Gewässerdirektion Besigheim und das Umweltschutzamt im Landratsamt Heilbronn diese Maßnahme fordern (wir berichteten). Voraussetzung für den Planungsauftrag jetzt im Gemeinderat war, so Bürgermeister Harry Brunnet, dass die Mühle - wie jetzt geschehen - ein Ingenieurbüro mit der Berechnung der Rohrturbine, der Erhöhung des Aufstaus und der Errichtung einer Fischaufstiegshilfe beauftragt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 12.04.2005) |
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Grünes Klassenzimmer im und um den Hagenbucher für die Schüler |
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(aus der Heilbronner Stimme 26.03.2005) |
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Seit Jahren fordert Amt die Fischtreppe |
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Die Gemeinde Hardthausen macht ernst mit dem Ausbau des Steinbaches am Ortsrand von Kochersteinsfeld zwischen dem Mühlkanal und dem Kocher. Die Verwaltung rechnet mit 30 000 Euro Kosten. Die Gewässerdirektion Besigheim und das Umweltschutzamt beim Landratsamt Heilbronn fordern schon seit Jahren vom Besitzer der Jesser-Mühle die Sicherung eines Mindestwasserabflusses und den Bau einer Fischtreppe und von der Gemeinde die naturnahe Einleitung des Steinbaches in den Kocher. Bislang gelangt der Steinbach über eine Betonbrücke über den Mühlkanal. Im Laufe der Planungen wurde festgestellt, dass nach dem Liegenschaftskataster der Steinbach ganz anders verlaufen müsste und sich damit laut Bürgermeister Harry Brunnet ein stärkeres Mitspracherecht der Gemeinde ergebe. Das Silo der Mühle stehe auf Gemeindegebiet, der Bach fließt auf Privatgelände der Familie Jesser. Müller Manfred Jesser gab bekannt, dass seine Familie beschlossen habe, zusammen mit einer Fischtreppe ein kleines Krafthaus zu errichten. Auf diese Weise soll die abzugebende Pflichtwassermenge für die Ausleitungsstrecke energetisch genutzt werden. Der Umbau des Steinbaches ermöglicht es, die rund 100 Liter Durchfluss aus dem Bach zusätzlich zum Kocherwasser für dieses neue Kraftwerk zu nutzen. Die Gemeinde beauftragte ein Ingenieurbüro mit den Planungen, die, so Harry Brunnet, durchaus vertretbar seien, wenn man die sich daraus ergebenden voraussichtlichen Belastungen für den Steinbachausbau in Höhe von lediglich 30 000 Euro betrachte. Die Planung allein wird mit etwas mehr als 3100 Euro zu Buche schlagen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.03.2005) |
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Bald klappert die Mühle am rauschenden Bach |
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Läuft alles nach
Plan, dann dürfte in wenigen Wochen das kleine Wasserkraftwerk in
Kocherstetten den Betrieb aufnehmen. Das von der Schneiderhahn KG gebaute
Werk am Kocherufer wird Strom ins öffentliche Netz einspeisen. "Das könnte
man fast schon als historisch bezeichnen", freut sich der Kocherstettener
Ortsvorsteher Ernst Gruber über das kleine Kraftwerk. "Wir als Ortschaftsrat
unterstützen das. Wir waren einstimmig für diese Geschichte." Mit gewissen
Auflagen, etwa den Badebetrieb und den Wasserdurchfluss im Kocher
betreffend, konnte der Bau beginnen. Kurz vor der Fertigstellung lässt das
in der Nähe des Kocherstettener Sportplatzes gelegene Wasserkraftwerk nun
fast so etwas wie Schwarzwaldmühlenromantik aufkommen. Wobei: Anfangs habe
man doch erst mal geschluckt, als die Ausmaße sichtbar wurden, deutet Gruber
an. Dennoch befürwortet er die Anlage. Neben einem Betriebsgebäude ist vor
allem das Wasserrad mit sieben Metern Durchmesser auffallend. Jede einzelne
Holzschaufel ist etwa so groß wie eine Tischtennisplatte. Nach dem Baubeginn
im September gestaltete sich der Bauverlauf relativ flüssig, berichtet
Roland Tscharf von der Schneiderhahn KG mit Sitz in Gundelsheim. In etwa
drei Wochen könnte die Anlage betriebsbereit sein. Vor allem die Behörden
hätten sich sehr kooperativ gezeigt, freut sich Tscharf. Den Vergleich kann
er durchaus ziehen. Denn das Wasserkraftwerk in Kocherstetten ist nicht die
erste Anlage dieser Art. Schon bei Schwäbisch Hall, in Uttenhofen und im
Schwarzwald hat das Unternehmen ähnliche Wasserkraftwerke gebaut. "Wenn Sie
eine solche Anlage haben, fahren Sie mit offenen Augen durch die Gegend",
beantwortet er die Frage nach der Standortwahl. Für eine Anlage am
Kocherstettener Wehr sprach, dass es genügend Gefälle und Wasser gibt, um
eine neunzigprozentige Auslastung zu gewährleisten. Wenn geklärt ist, wo die
Anlage den Strom ins Netz einspeist, kann der Betrieb beginnen. Derzeit
laufen noch die Verhandlungen mit der EnBW. Angepeilt ist eine Abgabe von 50
Kilowatt pro Stunde ins Netz. Dies könnte, je nach Ausstattung, für 50 bis
100 Haushalte reichen, rechnet Tscharf vor. Die Abnahme des Stroms ist durch
das Gesetz über erneuerbare Energien (EEG) geregelt. Die Kosten des Werks
liegen im Bereich zwischen 200 000 und 300 000 Euro. Die Eingriffe in die
Natur hielten sich in Grenzen. Roland Tscharf: "Wir haben an der Natur so
wenig wie möglich verändert." Für die Fischer und die Fische hat sich laut
Tscharf die Situation durch eine neu installierte Fischtreppe sogar
verbessert. |
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(aus der Heilbronner Stimme 19.01.2005) |
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Hochwasserschutz im Leintal Zug um Zug komplettieren |
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Mit Hochdruck
arbeitet der Zweckverband Hochwasserschutz Leintal an der Erstellung der
weiteren Becken. Die Verbandsversammlung hat in der jüngsten Sitzung den
Stand der Planungen positiv bewertet. Derzeit liegt die Umsetzung des
Bauprogramms voll im Zeitplan. Die Becken der ersten Prioritätsstufe sind
entweder bereits fertig gestellt oder zumindest schon im Bau. In der Planung
befinden sich die Anlagen der zweiten Stufe. Bereits eingereicht bei den
Genehmigungsbehörden sind die Becken L 16 vor der Ortslage Frankenbach und M
4 in Massenbachhausen. "Wir gehen davon aus, dass spätestens zu Beginn des
kommenden Jahres die Genehmigungen auf dem Tisch liegen", freut sich
Verbandsvorsitzender Johannes Hauser über die zügige Bearbeitung. Er will
das Bauprogramm so schnell wie möglich abschließen. Demnächst soll auch das
Planfeststellungsverfahren für ein weiteres Becken in Schwaigern eingereicht
werden. Die mit der Zuschussbearbeitung und den Planungsvorbereitungen
befasste Ingenieurin der Stadt Heilbronn, Jakobine Biehl, erläuterte dem
Gremium die Fördermaßnahmenliste. Neben den genannten Becken soll auch am
Rotbach, unterhalb des Hipfelhofes, ein Becken mit einem Volumen von etwa
100 000 Kubikmeter, entstehen. Durch den geforderten zweiten Schieber für
eine ökologische Durchgängigkeit werden Umplanungen erforderlich. Nach
zahlreichen Verhandlungsrunden kann bis Anfang kommenden Jahres die
Genehmigung beantragt werden. Neben den überörtlichen Maßnahmen soll in
Frankenbach das alte Wehr umgebaut werden. Durch die Vergrößerung der
Leistungsfähigkeit und den Einbau einer beweglichen Stauklappe kann im
Oberwasser eine Absenkung des Wasserspiegels bewirkt werden. Die Maßnahme
wurde von der Versammlung abgesegnet. Gebaut wird voraussichtlich im
Frühjahr 2005. Die lokale Maßnahme in Massenbach steht ebenfalls vor dem
Abschluss. Für Stetten sieht die Planung ein zusätzliches Becken am
Hungerbach mit rund 33 000 Kubikmeter Fassungsvolumen vor. Das dortige
Regenrückhaltebecken kann nur kleine Niederschläge aufnehmen und dient
bislang vorwiegend als Schlammfang. Der Straßendurchlass erhält ein
vorgesetztes Bauwerk mit einem einflügeligen Stemmtor oder einem Rollschütz.
Die Maßnahme wird Kosten von rund 400 000 Euro verursachen und wurde
zusätzlich in das Bauprogramm aufgenommen. Am Ortsausgang von Stetten soll
die Brücke der Kreisstraße neu errichtet und die Leistungsfähigkeit des
Abflusses somit erhöht werden. Verschiedene Varianten wurden untersucht.
Letztlich sei aufgrund der Umstände und Bodenbeschaffenheit ein
Ortbetonbauwerk am günstigsten zu realisieren, erläuterte Planer Dr. Michael
Rosport. Für Leingarten liegen drei lokal wirkende Entwürfe vor. Diese will
die Verwaltung nun mit den Anliegern abstimmen. Teilweise greifen diese
Planungen schon in die dritte Prioritätsstufe. Mit dieser letzten Stufe
sollen dann die restlichen Maßnahmen bis 2009 vollends umgesetzt werden.
"Wir können dann im Leintal ein 100-jähriges Hochwasser abführen, aber eine
100-prozentige Sicherheit gibt es damit noch lange nicht", warnte
Verbandsvorsitzender Johannes Hauser. Nach heutigem Stand sind noch rund
7,25 Millionen Euro zu verbauen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.12.2004) |
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Auf rauer Rampe am Wehr vorbei |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.08.2003) |
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Schozach wurde zu neuem Leben erweckt |
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Unterlauf auf
einer Strecke von 400 Meter renaturiert. Noch vor gut einem halben Jahr
machte das Areal einen eher verwilderten Eindruck. Heruntergekommene Hütten
und ungepflegte Kleingartenanlagen prägten das Bild. Der Unterlauf der
Schozach war zudem in seiner Eigendynamik gestört. Witterungsbeständiges
Bongossiholz verbaute das Ufer. Der Lebensraum für Pflanzen und Tiere war
dadurch sehr eingeschränkt. Für die Umgestaltung musste die Stadt Heilbronn
Pachtverträge kündigen und teilweise Grund neu erwerben. Ziel der
Renaturierung ist es, eine Eigendynamik des Gewässers wieder zuzulassen.
Dazu wurden die steilen Uferpartien abgeflacht und heimische Gehölze wie
Schwarzerlen und Weiden neu angepflanzt. "Die gehen mit ihren Wurzeln sogar
unter der Gewässersohle durch", sagt Bauingenieurin Jakobine Biehl vom
städtischen Tiefbauamt. Die Gehölze vertragen die Staunässe gut und schützen
den Bachlauf vor Tiefenerosion. Bei der Einmündung des Deinenbachs wurde ein
"Mollenkopf", eine künstliche Halbinsel, sowie eine raue Rampe angelegt.
Dies gibt kleinen Fischen und Kleinstlebewesen, die für die Selbstreinigung
von Gewässern wichtig sind, die Möglichkeit, bachaufwärts zu wandern. "
Unser Ziel ist es, die Artenvielfalt in der Schozach und im Deinenbach zu
bereichern", erklärt Biehl. Die Renaturierung hat insgesamt 56 000 Euro
gekostet. Dazu erhält die Stadt Heilbronn einen Zuschuss von 50 Prozent vom
Land Baden-Württemberg. Alle Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit dem
städtischen Betriebsamt und der Aufbaugilde durchgeführt. Heilbronn hat
damit einen ersten Schritt getan, die europäischen Wasser-Rahmenrichtlinien
zu erfüllen. Danach sollen alle europäischen Gewässer bis 2015 in einen
naturnahen Zustand zurückversetzt werden. Doch an der Schozach soll nicht
Halt gemacht werden. Weitere Renaturierungen sind vorgesehen. Ob Leinbach,
Böllingerbach, Rotbach oder Deinenbach - Haushaltsmittel für eine naturnahe
Umgestaltung sind beantragt. Das Land übernimmt für die Renaturierungen der
Gewässer und den Erwerb von Gewässerrandstreifen in jedem Fall 50 Prozent
der Kosten. (red) |
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(aus der Heilbronner Stimme 20.08.2003) |
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Die Inzucht bei den Fischen verhindern |
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Gewässernachmittag an der Ernsbacher Pachthofscheuer. Der Forchtenberger Bürgermeister Martin Tuffentsammer eröffnete den Tag in der Pachtscheuer in Ernsbach. Anschließend erläuterte Helmut Schwab, Betreuer der Gewässernachbarschaft Hohenlohe, warum ein Gewässer durchgängig sein soll und nannte Randbedingungen und Entwicklungsziele. "Für die Wasserbewohner ist der hindernisfreie Zugang zu den Unterschiedlichen Lebensräumen zur Fortpflanzung wichtig. Andernfalls kann es bei den Tieren zu Inzucht kommen." Ein künstlich eingebautes Wehr stellt für Fische und andere Wassertiere ein nahezu unüberwindbares Hindernis dar. Die Wanderung zu höher gelegenen Laichplätzen wird unterbrochen. Beim Bau der Wehre standen aber eindeutig wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Die teilweise eingebauten Fischsteigen erfüllen ihre Funktion nur bedingt: Grundfische und andere Kleinlebewesen können diese Kletterhilfen nicht nutzen. Deshalb werden seit einiger Zeit raue Rampen oder Umgehungsgerinnen in die Wehre integriert. Der Untergrund darin ist mit Steinen ausgestattet und ermöglicht so kleineren Lebewesen und Fischen, das Wehr zu umgehen. Über bauliche Maßnahmen wird gewährleistet, dass diese Rampen auch bei Niedrigwasser genügend Wasser führen, aber nie mehr als einen Meter pro Sekunde Fließgeschwindigkeit besitzen. Werde dies nicht beachtet, " können Kleintiere oder Bodenfische die Wanderungshilfen nicht nutzen ", weiß Ernst Nagel, Planer der rauen Rampe am Ernsbacher Kocherwehr. Ziel des Gewässernachbarschaftstages ist der Informationsaustausch zwischen den zuständigen Behörden. Die Gemeinde können durch die Umgestaltung von Wehren oder Wanderungshindernissen einen Naturschutzausgleich für Baugebietserschließungen erbringen. "Die Unterhaltungskosten liegen im Vergleich zu Streuobstwiese oft niedriger ", so Schwab. Die Veranstaltung wurde bei den Teilnehmern positiv aufgenommen. Heinrich Karle, Bauhofleiter der Gemeinde Dörzbach, fand den Kontakt mit den Kollegen und anderen zuständigen Stellen gut. "Man kann Erfahrungen austauschen und Anregungen einholen. Außerdem sieht man dabei auch mal die Praxis", sagte er. Dem schlos sich seine Kollege vom Krautheimer Bauhof, Guido Schmitt, an. |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.11.2002) |
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"Fahrstuhl" für Fische |
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(aus der Heilbronner Stimme 18.10.2002) |