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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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Uferpflanze wächst Fischern über den Kopf
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Neudenau - Sie ist
mittlerweile auch an hiesigen Bächen, Flüssen und Feuchtwiesen vorzufinden.
Die Pflanze hat, hervorgerufen durch leuchtend rote von Bienen umschwärmte
Blüten, ein attraktiv-schmuckes Aussehen. Springkraut, so lautet die
Bezeichnung eines aus fernen Gefilden stammenden Gewächses, das jetzt zur
Gefahr für die bestehende Flora an heimischen Gewässern zu werden droht. Der
Grund: Es nimmt in unseren Breitengraden rasant überhand. |
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(aus der Heilbronner Stimme 20.07.2007) |
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Klassenzimmer an den Kocher verlegt |
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Bad Friedrichshall - In
so manchem Kochendorfer Haushalt fehlten gestern in der Küche das Salatsieb
und der Aquarienkäscher. Der Grund: Die Klasse 3b der Kochendorfer
Grundschule verlegte das Klassenzimmer an und sogar in den Kocher. Die
Drittklässler erlebten dabei einen Bio-Unterricht der besonderen Art. |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.06.2007) |
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Bootsfahrten und Kormorane bereiten Fischern Sorgen |
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MöCKMüHL - Die
Besichtigung der „mustergültigen Fischaufstiegshilfe“ Raue Rampe machte den
Auftakt zur Hauptversammlung der Fischerei-Hegegemeinschaft Jagst (FHGJ) im
Züchterheim Ruchsen. Die Fischtreppe mit Biotop hinter dem Stauwehr des
Kraftwerks bestand nach Meinung der Experten so wie die Anlagen in Neudenau
und Züttlingen die Bewährungsprobe glänzend. Damit seien die Bedingungen
zugunsten der Ökologie in und an öffentlichen Gewässern einen deutlichen
Schritt nach vorne gebracht. |
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(aus der Heilbronner Stimme 16.04.2007) |
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Jagst ist
keine Mülldeponie |
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Fischer reparieren, wo
andere Zeitgenossen versagen |
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(aus der Heilbronner Stimme 28.02.2007) |
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Angler
tragen wertvolle Laichfische ums Wehr herum |
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Bad Friedrichshall -
Schon seit langem kämpfen die Fischer des ASV Bad Friedrichshall und die
Hegegemeinschaft Kocher für die ökologische Durchgängigkeit des Kochers.
Trotz der Schwierigkeiten bei der Finanzierung, die das Projekt immer wieder
auf den Planungszetteln der Politik nach hinten rutschen lassen, stecken die
Angler nicht die Hände in die Hosentaschen, sondern packen zu. |
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(aus der Heilbronner Stimme 17.01.2007) |
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Fisch des
Jahres ist im Kocher daheim |
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Zwischen Gochsen und
Kochersteinsfeld fühlt sich die Schleie besonders wohl |
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(aus der Heilbronner Stimme 16.01.2007) |
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Für
Schutz der Lebewesen im und am Wasser |
Es war ein großes Fest. „125 Jahre wird
unser Verein nicht mehr“, meinte der ehemalige Vorsitzende des Hohenloher
Fischereivereins Künzelsau, Kurt Metzger, ganz richtig. Und die Angler
wussten zu feiern. Wie sollt’s
anders sein - das wichtigste für die Angler sind die Fische. Und mit denen
ging der Festabend gleich los. Allerdings auf dem Teller. Ein wahres
Festessen wurde in der Stadthalle aufgetischt.Nachdem Gäste wie Mitglieder gestärkt waren, ging Kurt Metzger, der durch den Abend führte, auf die Vereinschronik ein. „Es gibt leider nur wenige Originalaufzeichnungen von der Gründung bis 1945“, erklärte er. Gefunden wurde allerdings eine Liste der Gründungsmitglieder. Gotthard Wirth, Leiter des Dezernats für Umwelt und Ordnung am Landratsamt, zitierte aus einem Angelfachbuch von 1872. Danach hielten die Deutschen damals vom Angeln recht wenig. „Jetzt erfreut es sich aber steigender Beliebtheit“, stellte er fest. Dabei spiele heute der Umweltschutz und die Erhaltung des biologischen Gleichgewichts eine große Rolle. Als Vertreter der Bürgermeister im Gebiet des Fischereivereins sprach Künzelsaus Bürgermeister Volker Lenz. Auch er hatte in historischen Berichten gekramt. „Schon im 16. Jahrhundert gibt es in Unterlagen der Stadt Berichte über Erlöse aus der Fischerei“, so das Stadtoberhaupt. Heute diene Fisch als gesunde Ernährungsquelle. Erstaunt war Lenz gewesen, als er erfuhr, wie viele Mitglieder der Verein habe. Auch Wolfgang Sitter als Vertreter des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz gratulierte den Hohenlohern. „Solch ein Jubiläum ist ganz selten“, meinte er. Für den Vereinsvorsitzenden Jürgen Schierle hatte er eine Tafel des Verbandes und eine Urkunde der deutschen Sportfischer dabei. Dass sich die Vereine näher gekommen seien, erklärte Günther Strobel vom Hohenloher Fischereiverein Öhringen. „Die Chemie stimmt“, sagte er. Strecken würden gemeinsam gepflegt. „Heute geht es um den Schutz der Lebewesen in und am Wasser“, erklärte Rolf Grimm von der Fischhegegemeinschaft Kocher und Jagst. Er bezeichnete die Angler als die „Wächter der Gewässer“. Mit einem Gastgeschenk überraschte Dieter Reil vom Angelsportverein Bodenwöhr die Hohenloher. Tosenden Applaus erhielt der Ernsbacher Chor Pichorbello für seinen Auftritt. Und die Lachmuskeln strapazierte ein Zauberer. Getanzt wurde mit der Gruppe MV Beats bis in den Morgen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 03.04.2006) |
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Flechtbuhne ist Rastplatz für wandernde Fische |
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Unter winterlichen
Bedingungen wurde jetzt in der Frühe im Bereich des Fußgängerstegs beim
Kraftwerk Duttenberg an der Jagst mit der Bau einer Flechtbuhne begonnen.
Die Hegegemeinschaft Jagst startet damit ein Pilotprojekt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 09.03.2006) |
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Tag der
Jagst, damit die Fische eine sichere Kinderstube bekommen
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Nach dem teils hohen
Wasserstand im Winterhalbjahr gibt es jetzt an den Gewässern der Region die
alljährlichen Uferreinigungen. Auch in Neudenau engagieren sich hier die
Fischer, um die Artenvielfalt im und am Wasser zu erhalten. |
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(aus der Heilbronner Stimme 28.02.2006) |
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Umweltgedanke
prägte Verein von Anfang an |
Sie lieben das Angeln und kümmern sich um
die Umwelt rund um den Fisch. Seit 125 Jahren sind die Hohenloher Fischer im
Verein organisiert. Am Samstag, 1. April, feiert der Hohenloher
Fischereiverein Künzelsau sein Jubiläum. Am 27. März
1881 trafen sich Fischerfreunde in Künzelsau zur „Constituierung eines
Vereins für die Hebung der Fischzucht im Kocher“. Damit schlug die
Geburtsstunde des Hohenloher Fischervereins, damals noch unter dem Namen
Fischzuchtverein Künzelsau. Sofort traten 27 Mitglieder ein. Stetig wuchsen
die Mitgliederzahlen, bis der Zweite Weltkrieg kam.Der ging auch an den Hohenloher Fischern nicht spurlos vorüber und die Verhältnisse des Vereins mussten neu geregelt werden. Es galt, eine neue Mitgliederliste aufzustellen, denn innerhalb der Fischerschaft fand eine wahre Entnazifizierung statt. So erging eine Anordnung, dass Fischer, die Mitglied der NSDAP waren, weder Fischwasser pachten durften, noch Fischerei ausüben. Das galt auch für Mitglieder des Fischereivereins aus Hohenlohe. 1947 wurde dann aus dem Fischzuchtverein der Kreisfischereiverein Künzelsau. Der Verein zählte damals 58 Mitglieder. Heute hat der Verein 346 Mitglieder, dazu kommt eine Jugendgruppe mit rund 50 Kindern und Jugendlichen. Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Altkreis Künzelsau, inklusive Forchtenberg. An Kocher und Jagst hat der Fischereiverein Fischgründe im Eigentum oder gepachtet. Anfang März hat Kurt Metzger nach 18 Jahren die Vorstandschaft an Jürgen Schierle übergeben, der den Verein in sein Jubiläum führt. Längst geht es beim Fischereiverein um weit mehr als das Hobby Angeln. „Wir haben viele Verbesserungen im Naturschutz erreicht“, erklärt Jürgen Schierle. So schreibt sich der Verein die Umgehungsrinnen für Fische auf die Fahnen. Eine Einrichtung, damit die Fische um die Wehre herumschwimmen können. Viele Biotope haben die Naturfreunde angelegt. Außerdem treffen sich die Vereinsmitglieder in jedem Frühjahr zu Putzaktionen an den Ufern an Kocher und Jagst. Auch kümmern sich die Fischer nicht nur darum, die Fische aus Kocher und Jagst zu fischen, sondern sie auch dort einzubringen. Laichplätze werden angelegt, Fische eingebracht und immer wieder haben die Fischer ein Auge auf die Vermehrung. Einer der Höhepunkte ist seit zehn Jahren das Fischerfest an Christi Himmelfahrt auf dem Forchtenberger Wasen. Hier lädt der Fischereinverein zum gemütlichen Beisammensein, und natürlich darf der Fisch auf der Speisekarte nicht fehlen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 09.03.2006) |
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Die Jagst
ist um 20 000 Nasen reicher |
Fischer sind nicht nur zum Angeln da. Die
Petri-Jünger erfüllen mehr und mehr wichtige ökologische Aufgaben. Wie
bereits im Vorjahr, setzten sie jetzt erneut auf einer 60 Kilometer langen
Gewässerstrecke der Jagst zwischen Bad Friedrichshall und
Schöntal-Westernhausen insgesamt 20 000 Jungfische ein. Mit
Hilfe eines Spezialbehälters wurden die vier bis fünf Zentimeter langen
Nasen an zwölf Plätzen in die Jagst entlassen. Wichtig war dabei: Die
Wassertemperatur im Tank musste der der Jagst angeglichen werden. Im Einsatz
waren der Tübinger Fischwirtschaftsmeister Gerhard Weihmann und der
Initiator der Hegegemeinschaft Jagst, Rolf Grimm aus Züttlingen. Er steht
insgesamt elf Mitgliedsvereinen plus Privatbewirtschaftern vor. Die Experten
wurden von den jeweiligen Vertretern der Fischereivereine vor Ort erwartet
und bei der Arbeit unterstützt. Die Aktion, die zu bestimmten Stellen des
Flusses wie Brücken, Stauwehren und Mühlen führte, begann in Bad
Friedrichshall. Die weiteren stromaufwärts liegenden Orte waren Heuchlingen,
Herbolzheim, Neudenau, Siglingen, Züttlingen, Möckmühl, Widdern,
Jagsthausen, Berlichingen, Schöntal sowie ein Biotop in Bieringen. Alle
Hände voll zu tun hatten die Fischer Gerhard Weihmann und Rolf Grimm, als
sie die Jungfische in die Jagst einsetzten. Die Kosten für die im Rahmen
des Artenschutzes vom Regierungspräsidium unterstützte Maßnahme belaufen
sich auf insgesamt 6000 Euro. Die Fischgattung Nase gilt als besonders
gefährdet. Bereits im März dieses Jahres wurden die Muttertiere in
Duttenberg aus der Jagst entnommen und zur Befruchtung mit nachfolgender
Aufzucht abgeholt. Die Nasen werden bis zu 50 Zentimeter lang und gehören
zu den Schwarmfischen, die sich im Fließwasser aufhalten. Ihre Nahrung
besteht zum größten Teil aus Algen und den im Wasser vorkommenden
Kleinlebewesen. Je nach Wassertemperatur ist die Laichzeit zwischen den
Monaten März bis April zu beobachten. Im Frühjahr ziehen in der Jagst
regelmäßig ganze Schulen auf Wanderschaft. Sie alle ziehen zu ihren
Laichplätzen. Die Nase braucht seichte Gewässerabschnitte und saubere
Kiesbänke zum Ablaichen. Die Gefährdung des Bestandes einzugrenzen, ist
eine der wichtigsten Aufgaben unserer Hegegemeinschaft , betonte Rolf Grimm,
der seinen Job mit großem Engagement ausübt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 22.11.2005) |
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Der
dickste Brocken war ein 1,30-Meter-Wels |
Knifflige Probleme und grandiose Erlebnisse
waren eine Mischung, die kürzlich den Puls der Gochsener Fischer bei der
Fischbergung höher schlagen ließ. Welse, Karpfen, Muscheln und andere
Arten sicherten die Fischer und bereiteten so den Kocherkanal für die
Sanierung vor. Petrijünger von Künzelsau bis Kochendorf und aus Heilbronn
waren im Einsatz. Eine
fünfstellige Zahl an Fischen von einem Zentimeter Größe bis hin zu zwei
1,30 Meter langen Welsen mit einem Gewicht von über 20 Kilogramm retteten die Kochertalfischer zusammen mit mehreren Wasserbiologen. Der Kocherkanal vom Gochsener Wehr bis zum Kraftwerk muss dringend saniert werden. Eigentlich war geplant, einfach den vorgesehenen Schieber in die Schienen einzulegen, und schon hätte es mit der Rettung der Fische losgehen können. Dass der Sockel am Schieber wegbrechen würde, konnte niemand ahnen , stöhnte Wilfried Hirschläger, Vorsitzender des Gochsener Fischereivereins. Die Angler, die mit den Betreibern des Kraftwerkes, der Familie Endreß, die Aufgabe zusammen lösen wollten, mussten ihre eigentliche Arbeit erst einmal vertagen. Als dann Tage später weiter flussaufwärts ein Damm aufgeschüttet wurde, kam nur noch wenig Wasser, und der Kanal war begehbar. Allerdings nicht überall. Beim Einsteigen in den Morast wurde deutlich, warum eine Sanierung dringend notwendig ist. Der Schlick war stellenweise so tief, dass die Angler zum Teil stecken blieben und nur mit Hilfe von Freunden befreit werden konnten. Über 5000 Flussmuscheln retteten die Fischer aus den 300 Metern Flusslauf und setzten sie im Kocher wieder ein. Die Fische wurden zum Teil per Elektrobefischung und dann mit großen Keschern aus den Restfluten geholt. Die größten waren die Welse. Doch auch die Karpfen erwiesen sich als Schwergewichte. Einer erreichte sogar über zehn Kilogramm. Kapitale Aale wiesen bis zu 80 Zentimeter auf. Anette Dollmann registrierte die Arten, die gerettet wurden. Erfreulich war, so die Fischerin, dass sehr viele Barben im Laichalter registriert wurden. Schließlich ist die Barbe der Leitfisch des Kochers. Wilfried Hirschläger zog nach einer anstrengenden Woche Bilanz: Das Ergebnis der Aktion lässt auf einen gut strukturierten, artenreichen Fischbestand im Kocher schließen. Auch Arten, die auf der Roten Liste stehen, wie der Gründling und der Schneider, scheinen wieder kräftig zu laichen, stellten die Fischer und Biologe Berthold Kappus fest. Nebenbei fanden die Fischer Toiletten, Fahrräder, Grabsteine und mehr. |
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(aus der Heilbronner Stimme 26.08.2005) |
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Die
Hegegemeinschaft Kocher bestätigt behutsamen Eingriff |
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Die Auflagen für das Umgehungsgerinne des Wasserkraftwerks machen den Kocher durchgängiger für Wanderfischarten. Der Landesnaturschutzverband hat bei einem Termin in Hardthausen die Funktion der neuen Fischaufstiegshilfe in Gochsen nachgewiesen. Die Hegegemeinschaft Kocher bestätigt den behutsamen Eingriff. Die seither eingebauten "Kammer-Fischtreppen" als Aufstiegshilfen für umherziehende Fische an Wehren haben sich als nur begrenzt wirksam erwiesen. Zu schnell setzen sie sich mit Totholz und Schlamm zu. Der neue Fischpass am Gochsener Kocherwehr räumt auch schlechteren Schwimmern "Aufstiegschancen" ein. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) ist als anerkannter Dachverband ein Zusammenschluss von Vereinen und Organisationen. Bereits im Jahr 2000 hatte sich das Kraftwerk der Gebrüder Endreß OHG in Gochsen mit dem Gedanken getragen, durch eine Sohlvertiefung des Kochers, die Erhöhung der Leistung der Wasserkraftanlage zu bewirken. Der LNV hatte im Februar 2002 in einer Stellungnahme zu der geplanten Kochervertiefung der Planung unter gewissen Auflagen zugestimmt. Eine der wesentlichen Anregungen in diesem Zusammenhang war die Herstellung der Durchgängigkeit der Wehranlage für Wanderfischarten. Über die Hegegemeinschaft Kocher, einem Zusammenschluss der Fischereiberechtigten an diesem Fluss, erfuhr der LNV vom erfolgreichen Einrichten einer "Rauen Rampe", so die Bezeichnung für ein Umgehungsgerinne des Kocherwehrs, das durch eine Vielzahl eingebauter Störsteine zusätzlich noch für einen hohen Sauerstoffeintrag sorgt. "Die an den Böschungen des Fischaufstiegs eingesäte Wintergerste bewirkt eine schnelle Begrünung und damit erste sichernde Durchwurzelung der ungeschützten Flächen", erläutert Diplombiologe Marco Sander, stellvertretender Vorsitzender der Hegegemeinschaft. "Aufgestiegene Barben, Nasen, Döbel und Lauben konnten wir bereits bei Kontrollbefischungen am oberen Gerinneeinlauf feststellen", sagt der Chef der Hegegemeinschaft Wilfried Hirschläger. "Die raue Rampe wurde schon drei Tage nach ihrer Flutung von den Wanderfischen angenommen." Kraftwerksbetreiber Endreß strebt mit der noch nicht ganz abgeschlossenen Baumaßnahme eine Kapazitätserhöhung von 25 Prozent an. "Durch die bauliche Gestaltung des Wehrauslasses ist ein Mindestdurchsatz für den Fischpass sichergestellt. Ein Trockenfallen dieser Anlage ist nicht möglich." Für den Einbau dieser Aufstiegshilfe wächst ihm ein Bonus von zwei Cent je Kilowatt eingespeister Energie zu. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.08.2005) |
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Wehre machen den Fischen das Leben schwer |
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Weil der Mensch die
Wasserkraft von Kocher und Jagst nutzt, bilden Wehre und Bauwerke nicht
selten unüberwindbare Hindernisse für Fische. Politiker, Biologen und
Wasserkraftnutzer diskutierten das Problem bei einer Tagung in Bad
Friedrichshall Kochendorf. |
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(aus der Heilbronner Stimme 15.03.2005) |
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Gurr-Hirsch setzt sich für Fische ein |
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Mit Hilfe von Fischtreppen sollen Fische in den Flüssen und Bächen zu ihren Laichplätzen finden, wenn Wehre und Wasserkraftwerke den Weg versperren. Beim Informationstag "Ökologische Durchgängigkeit des Fließgewässers Kocher" der Hegegemeinschaft Kocher in Bad Friedrichshall sagte die Staatssekretärin im Ministerium für den Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, am Samstag, das Land wolle Flüsse und Bäche in Baden-Württemberg für Fische durchgängig machen. Nachdem die Probleme der Wassergüte in den meisten Gewässern Baden-Württembergs überwunden seien, müsse nun dafür gesorgt werden, dass die Fische fluss- auf- und flussabwärts wandern können, um ihre Laichplätze zu erreichen, sagte Gurr-Hirsch. Die Hegegemeinschaft Kocher setzt sich dafür ein, dass solche Anlagen am Kocher gebaut werden, um einen artenreichen, gesunden Fischbestand anzusiedeln. |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.03.2005) |
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Stichlinge fühlen sich in der Jagst wohl
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Elf Fischereivereine an
der unteren Jagst haben sich zu einer Hege- und Pflegegemeinschaft
zusammengetan und betreuen 60 Kilometer des Flusses von Westernhausen bis
zur Mündung in den Neckar. Am vergangenen Sonntag informierten sie am
Widderner Sportplatz über einheimische Fischarten und deren Lebensraum, die
Jagst. |
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(aus der Heilbronner Stimme 27.07.2005) |
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41000
Fische aus dem Wasser geholt |
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Gerade einmal
eineinhalb Jahre alt ist die Hegegemeinschaft Kocher und schon liegt ein
umfangreiches, interessantes Werk bereit, das durchaus seinesgleichen sucht.
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(aus der Heilbronner Stimme 21.02.2005) |
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Viele
Wehre im Kocher hindern die Fische |
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Zurück auf viele
Aktivitäten und nach vorne auf große Pläne können die Vereine der "Fischerei-Hegegemeinschaft
Kocher" schauen. Der Zusammenschluss der Fischer von der Kochermündung bis
Künzelsau soll bald Früchte tragen.
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(aus der Heilbronner Stimme 18.01.2005) |
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Artenschutz mit 20 000 jungen Nasen |
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20 000 Nasen haben
die Fischer der Hegegemeinschaft Jagst in "ihren" Fluss eingesetzt. 8000
Euro haben die elf Mitgliedsvereine und Privatbewirtschafter investiert, um
die Bestände der bedrohten Fische, die geschützt sind und nicht geangelt
werden dürfen, wieder aufzupäppeln. |
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(aus der Heilbronner Stimme 03.11.2004) |
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Ganz
schön viel Leben im toten Arm des Kochers |
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Karpfen, Schleien,
Rotfedern oder auch einen Krebs konnten die Besucher der Exkursion der
Umweltakademie Hohenlohe am toten Kocherarm bei Weißbach sehen und sogar in
die Hand nehmen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 22.09.2004) |
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Strom für über 1000
Haushalte |
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Rund ums Schwerpunktthema Wasser drehte sich der Tag des offenen Denkmals. Und so hatte auch das Wasserkraftwerk bei Ohrnberg seine Pforten geöffnet. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit und warfen einen Blick hinter die Kulissen der über 80 Jahre alten Energiemaschine. Im Wasserkraftwerk bei Ohrnberg herrschte am Sonntagnachmittag munteres Treiben. Nicht die Turbinen und Generatoren des 1923 in Betrieb genommenen Wasserkraftwerks sorgten für Bewegung - der Kocher führt derzeit zu wenig Wasser und deshalb sind die Maschinen abgeschalten -, sondern zahlreiche Besucher erfüllten das Denkmal geschützte Industriegebäude mit Leben. Kraftwerksschlosser Ralf Keck ist neben acht weiteren Wasserkraftwerken auch für den Betrieb und die Wartung des Ohrnberger Wasserkraftwerks zuständig. Mit ihm streiften die Besucher am Sonntag durch die Maschinenhalle und das Schaltanlagengebäude, bestaunten auch die über 80 Jahre alte Technik. 1921 hatte man mit dem Bau des Kraftwerks, das heute der EnBW gehört, begonnen. Damals wurde auch der Stollen durch den Bergrücken zwischen Sindringen und Ohrnberg getrieben. Er verbindet heute noch den kleinen Stausee mit dem Wasserkraftwerk. Nicht nur über Bau- und Technikgeschichte informierte Keck, auch Zahlen zur Stromproduktion hatte er parat. In einem normalen Jahr, so der Kraftwerksschlosser, erzeuge man im Ohrnberger Wasserkraftwerk immerhin den Jahresstrombedarf von 1000 bis 1200 Haushalten. Beim Gang mit Ralf Keck durch den Industriebau wurde jedoch nicht nur Bewunderung für das alte Wasserkraftwerk deutlich. Einige der Besucher nutzten die Gelegenheit und äußerten ihren Unmut über den teils schlechten Zustand des Baudenkmals im Kochertal: Denkmalschutz allein genügte ihnen nicht. Stimmen wurden laut, man müsse ein solches Kleinod erhalten und dazu müsse eben auch investiert werden. Viele Besucher zeigten aber auch ihre Begeisterung über die seit 1923 arbeitende Technik. So etwa das Ehepaar Gabriele und Karl-Heinz Fossa aus Bad Friedrichshall. Schon viele Male seien sie am Wasserkraftwerk vorbeigefahren. Nun freuten sie sich, mehr über die Bau- und Technikgeschichte zu erfahren. Ähnlich erging es auch Gerhard Bock aus Heilbronn. Der pensionierte Gewerbelehrer erzählte sichtlich fasziniert: "Ich bin an Elektrotechnik und an allen alten Maschinen interessiert." Deshalb schätze er auch den Tag des offenen Denkmals und nutze ihn regelmäßig. |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.09.2004) |
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Tausende Fische wurden in die Irre geführt |
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Fische unternehmen zur Aufrechterhaltung ihrer biologischen Funktionen teilweise lange Wanderungen. So auch, und das schon seit ewigen Zeiten, an den heimischen Flüssen wie Kocher und Jagst. Allerdings stellen sich den Tieren hier manche Hindernisse in den Weg. - Die zuständigen Behörden, Vereine und Hegegemeinschaften sind um das Wohl und den Fortbestand der Wasserlebewesen bemüht. In der Oberamtsbeschreibung Neckarsulm von 1881 wurde festgehalten, dass vor über 100 Jahren sogar heringsartige Maifische von der Nordsee kommend in großer Zahl im Kochendorfer Wehr vorgefunden wurden. Sie ragten aufgrund des Massenvorkommens dicht gedrängt mit dem Rücken aus dem Wasser und konnten mit bloßen Händen gefasst werden. Die Wehre der Kraftwerke sind demzufolge für die Fische eine zumeist unüberwindbare Barriere auf ihren Wanderungen. Um dieser Situation entgegenzuwirken, wurden in den letzten Jahren so genannte Fischaufstiegsmöglichkeiten, die auch unter der Bezeichnung Fischtreppen bekannt sind, gebaut. Diese Einrichtungen, von denen es verschiedene Konstruktionsvarianten gibt, sind gegenwärtig nur in den wenigsten Fällen in ausreichendem, beziehungsweise funktionsfähigem Maße vorhanden. Anlässlich einer Netzbefischung zum Jahresbeginn im Kocherkanal von Bad Friedrichshall stellten die Biologen Berthold Kappus, Siglingen, und Marco Sander, Untereisesheim, in Zusammenarbeit mit Vertretern des örtlichen Fischereivereins sowie des Gewässerschutzes fest, dass sich seit Weihnachten Tausende von Fischen im Unterwasser des Kraftwerkes aufhalten. Vorwiegend handelt es sich hierbei um Weißfischarten, wie Rotaugen, Nasen, Gründlinge, Lauben und Döbel. Durch das Fehlen einer Fischtreppe am Krafthaus und am Wehr ist die Wanderung und damit der lebensnotwendige genetische Austausch gestoppt. Zahlreiche Tiere sind in die Falle geraten und wurden durch die stärkere Strömung des Kanals fehlgeleitet. Der große aus dem Neckar kommende Fischschwarm kann die Lebensräume des gesamten Kocherlaufes nicht erreichen. Die von den Experten als äußerst dramatisch eingeschätzte Situation am Kocherwehr ist vergleichbar mit weiteren Wehranlagen des Flusses, vor allem aber auch mit denen an der Jagst. Die neuerdings gegründeten Fischerei-Hegegemeinschaften an Kocher und Jagst, denen Wilfried Hirschläger, Hardthausen, und Rolf Grimm, Züttlingen, vorstehen, haben sich der Problematik angenommen und sehen akuten Handlungsbedarf. Für einen rund 60 Kilometer langen Streckenabschnitt entlang der Jagst existiert ein Plan, der an jedem der Kraftwerke die entsprechende Maßnahme vorsieht. |
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(aus der Heilbronner Stimme 22.01.2004) |
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Wehre
stoppen Fisch-Wanderung |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.01.2004 ) |
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Neuer Verein bündelt Ziele und Aktivitäten |
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In der Seehütte des Heilbronner Fischereivereins an der Seeanlage in Stein am Kocher wurde jetzt eine grundlegende Weichenstellung vollzogen: die Gründung einer Hegegemeinschaft für alle fischereilichen Aktivitäten entlang des Kochers - und zwar von der Quelle bis zur Mündung. Dem Aufruf des Leiters für den Bereich Unterland/Hohenlohe im Verband für Fischerei und Gewässerschutz Baden-Württemberg, Wolfgang Sitter, waren 19 Verantwortliche aus acht Fischereivereinen gefolgt. Ziel des angestrebten Bündnisses ist es, die fischereiliche Bewirtschaftung des Kochers durch abgestimmte Besatzmaßnahmen ohne die störenden Eigentumsgrenzen zu optimieren und durch das Hinwirken auf eine bessere Durchgängigkeit des Kochers für Wanderfischarten Sorge zu tragen. "Mit dem Beschluss einer künftigen Zusammenarbeit fängt die eigentliche Arbeit erst an", so Wolfgang Sitter. In einer Bestandsaufnahme sind zunächst die vorhandenen Fischarten, sowie Gewässer und Uferstrukturen zu kartieren, damit erkennbar wird, welche Arten wo unterstützt werden müssen. Der Lebensraum Kocher ist gekennzeichnet durch die im Jahresverlauf stark schwankenden Wasserstände mit einem hohen Arteninventar und damit als Biotop sehr sensibel. Daher machte der Fischereisachverständige vom Regierungspräsidium Stuttgart, Hubert Wnuck, deutlich: "Wir begrüßen diese Initiative der Vereine und des Landesfischereiverbandes. Die Bildung eines eigenen Fischereibezirks für den Kocher ist genau die richtige ökologische Zielrichtung, er muss jedoch allen Fischereiberechtigten am Kocher offenstehen." Zum Ersten Vorsitzenden wählten die Anwesenden den 41-jährigen Willfried Hirschläger aus Kochersteinsfeld. Zu seinem Stellvertreter berief die Gründungsgemeinschaft einstimmig Marco Sander vom Fischereiverein Heilbronn. Der Diplombiologe ist 29 Jahre alt und wohnt in Untereisesheim. Als wissenschaftlichen Betreuer der jungen Hegegemeinschaft konnte der Fischereiexperte Hubert Wnuck aus Sindelfingen gewonnen werden. (red) Homepage: http://www.hege-kocher.de |
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(aus der Heilbronner Stimme 23.09.2003) |
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Der
Fischbestand schrumpft zusehends |
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(aus der Heilbronner Stimme 29.08.2003) |
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Kneifende Krebse beim Aktionstag |
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Viele Besucher bei "Tausend Quellen - ein Fluss" - In luftig frischer Umgebung war an diesem Hitzetag für Kinder und Erwachsene zwischen Sindringen und Ohrnberg viel geboten. Die Fischerei-Spezialisten Kurt Metzger und Uwe Kautzmann kescherten für Interessierte im Nu ein Schau-Aquarium voll mit allem was kriecht und schwimmt im Kocher. Selbst erstaunlich viele Kamberkrebse, die sich für die Ruhestörung mit kräftigem Kneifen revanchierten, waren dabei. Ernst Nagel, Hochwasserschutz-Spezialist im Gewässerdirektions-Bereich Künzelsau, erläuterte unterdessen die Funktion der "Rauen Rampe " am Wehr. Die wildbachartigen Wassertreppen ermöglichen den Fischen, flussaufwärts besser voran zu kommen. Zurzeit, erläuterte der Gewässerfachmann, hat der Kocher mit gut zwei Kubikmetern Durchfluss pro Sekunde gerade noch genug Wasser. Sollte der Pegel aber weiter sinken, müsse jegliche Wasserentnahme aus dem Fluss untersagt werden. Bei einem ausgewachsenen Hochwasser transportiere der Kocher etwa 500 Kubikmeter pro Sekunde, gab Nagel einen Vergleich. Ein herausragendes Beispiel für natürlichen Ausgleich präsentierte Peter Laier an einem Biotop am Kocher-Altarm. Auch Edmund Strommer, der Leiter des Bereichs Künzelsau der Gewässerdirektion Neckar, freute sich über die dort anzutreffende Artenvielfalt. Isabelle und Christoph Kretschmar waren mit ihren Eltern eigens aus Untersteinbach gekommen, um sich das anzuschauen. "Huch isch der Kocher klein", staunt Steppke Christoph über das Niedrigwasser. Die Wasserknappheit machte auch Rüdiger Arns zu schaffen. Im Wasserkraftwerk Ohrnberg konnte er nur eine der beiden 640 Kilowatt starken Turbinen zu Demonstrationszwecken laufen lassen. Gerade mal ein Kubikmeter pro Sekunde plätscherte aus dem Kanaltunnel. "Des isch nix", schüttelte Arns den Kopf. Bei normalem Wasserstand donnern 15 Kubikmeter Wasser pro Sekunde auf die Laufräder. Im Ohrnberger Wasserkraftwerk veranschaulichte eine informative Ausstellung Energiegewinnung, Energieverbrauch und Energietechnik in der Region. Rüdiger Arns und sein Kollege Peter Bernhard ergänzten dies lebendig mit vielen Details. Die beiden warten derzeit sieben Kraftwerke. Für Ingenieur Johannes Zaum war der Besuch im Kraftwerk eine gute Gelegenheit, erlerntes Fachwissen mit anschaulicher Praxis zu ergänzen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 22.07.2003 ) |
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Pegel
bereitet zunehmend Sorgen |
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Gewässerwarte und Funktionäre der Fischerei-Hegegemeinschaft Jagst trafen sich in Neudenau zu ihrer ersten Schulung zur Untersuchung der Gewässerstrukturen, dem Feststellen der eigenständigen Vermehrung und den Möglichkeiten zur Erhaltung der Fischbestände.
Das momentane Hauptproblem liegt allerdings an dem durch die Trockenheit dieses Sommers hervorgerufenen abgesunkenen Wasserspiegel. Zur biologischen Untersuchung und Feststellung der Gewässerstrukturen unter der Anleitung des Biologen Dr. Berthold Kappus, Siglingen, wurden in Neudenau drei Einsatzteams gebildet. Unter die Lupe genommen wurden insbesondere die Bereiche an der Fischwassergrenze nahe Siglingen, dem Abschnitt unterhalb der Schneidmühle sowie unterhalb der Jagstbrücke Neudenau. Bewaffnet mit Keschern in verschiedenen Größen, Beobachtungswannen und Eimern, stieg man, mit hohen Gummistiefeln und wasserdichter Hose, in die Jagst. In Augenschein genommen wurde schwerpunktmäßig der Jungfischbestand. Ferner wurden auch die Gewässerstruktur sowie die Fauna inspiziert. An Ort und Stelle sind die wichtigsten Daten in Aufschrieben festgehalten worden. Die Untersuchungsberichte aus den genannten Gebieten wurden anschließend von den Gruppenleitern an der Fischerhütte des Neudenauer Fischereivereines vorgetragen und diskutiert. Als problematisch stellten die sachkundigen Fischer fest, dass infolge des derzeitigen Wassermangels viele Jungfische tot aufgefunden wurden. Zur Zeit beherbergt die Jagst in den Flachwasserzonen insgesamt 14 Fischarten. Das sind in der Hauptsache Döbel, Nase, Schneider, Schmerle, Koppe und Rotaugen, die aus der diesjährigen Vermehrung stammen. Das artenreiche Vorkommen wurde als erfreulich bewertet. Die Untersuchungsergebnisse werden noch eingehend analysiert und dokumentiert. Erst wenn die Fakten sorgsam geprüft und " wasserdicht " seien, könnten die weiteren Schritte zur Abwendung der Problematik eingeleitet werden. In der Zwischenzeit sollten nach Meinung des Neudenauer Fischereivereins-Vorsitzenden Karl Nebenführ, wiederholt Stichproben durchgeführt werden. Bewährt hat sich bisher die gemeinsamen Zielsetzungen innerhalb der Hegegemeinschaft Jagst, in der sich auf der 60 Kilometer langen Flussstrecke von Schöntal bis in den Mündungsbereich Neckar, insgesamt elf Fischereivereine und drei Privatbewirtschafter zusammengefunden haben. Dabei wird eine in 2002 begonnene Kartierung der Jagst ständig den neuesten Erkenntnissen angepasst und fortgeschrieben. Lebhafte, fachlich fundierte Gespräche wurden im kleinen Domizil der Neudenauer Fischer beim Sportgelände nach einem erkenntnisreichen Arbeitseinsatz bei Imbiss und Getränk geführt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 18.07.2003) |
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Positive Gewässerschau an der Jagst |
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(aus der Heilbronner Stimme 10.04.2003 ) |
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Stippvisite durch naturbelassene, heile Täler |
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(aus der Heilbronner Stimme 27.03.2003 ) |
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Die Jünger Petris als Hüter der Jagst |
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Neudenauer Fischereivereine sind in Sachen Umwelt Beispiel gebend: Ökologisches Paket aufgetischt - Mit Argusaugen achten die Jünger Petris, außer dem jährlichen Einsetzen von etlichen Zentnern der verschiedensten Fischarten, insbesondere auch auf Reinhaltung des Gewässers und der Ufer im Sinne der Umweltbestimmungen. Im Frühjahr reinigen sie kontinuierlich die Ufer. Die Angel wird dann, wie jetzt am Wochenende, mit dem Müllsack getauscht. Dr. Berthold Kappus, Siglingen, bezeichnete diesbezüglich die Leistungen der Fischereivereine Neudenau, Herbolzheim und Siglingen, die innerhalb einer Hegegemeinschaft vollbracht werden, als mustergültig. Der von der IHK Region Heilbronn-Franken als Sachverständiger für Gewässerökologie bestellte Diplombiologe schnürte die ehrenamtlichen Aufgaben der Fischereivereine in ein Fünf-Punkte-Paket, das folgenden Inhalt hat: Uferreinigung mit Absammeln und Entsorgen von Müll, Plastik, Flaschen, Reifen und dergleichen, an der gesamten Uferstrecke, im Frühjahr vor der Brutzeit der Vögel. Regelmäßige Säuberung der vom Hochwasser verfüllten Fischtreppe am Stauwehr in Siglingen. Anpflanzen von gelben Teichrose. Die Schwimmblattpflanze kam früher an der Jagst häufig vor. In ihr fanden die Fische gute Laichbedingungen. Seit rund 15 Jahren sind die Bestände stark rückläufig. Bei der Anpflanzung werden die vorkultivierten Wurzelstöcke in Gitterboxen eingebracht und am Gewässergrund fixiert. Einsetzen von seltenen und gefährdeten Fischen im Sülzbach bei Siglingen. Die Kleinfische von fünf bis zehn Zentimetern Länge stammen aus dem Neckar und dienen dem Aufbau eines sich selbstständig vermehrenden Bestands im Jagstzufluss. Springkrautbekämpfung. Jedes Jahr zur Blütezeit werden die fremdländischen Pflanzen des wildwachsenden, so genannten " Impatiens grandiflora", vollständig gerodet. Die Maßnahme dient der Durchlichtung der Ufer für die heimische Flora und Fauna. Reiche Ausbeute an dem von Hochwassern angeschwemmten Unrat sammelten am Wochenende die Mitglieder der Fischereivereine Siglingen und Herbolzheim ein. Die äußeren Bedingungen waren hinsichtlich Witterung und Pegelstand der Jagst ideal. Dem Aufruf von Hans Wadasch waren die in Gummistiefel gekleideten Mitglieder mit allerlei Geräten und Werkzeugen gefolgt. Ortsvorsteher Kurt Herbold gab spezielle Anweisungen zum Einsatz in Einzelgruppen. Zur gleichen Zeit war die Aktion in Herbolzheim unter der Leitung von Eugen Deckert im Gange. Mit 35 Helfern plus zehn Jugendlichen kam auf der fünf Kilometer langen Strecke so viel Unrat zusammen - darunter zwölf Autoreifen - dass er einen Traktoranhänger füllte. Gleich zweimal im Jahr wird die Aktion "saubere Jagst" von den Neudenauern, angeführt von Karl Nebenführ, gestartet. Sie waren bereits in der Vorwoche im Bereich ihrer Fischwasserzone im Einsatz. Vor der Entsorgung landet der Müll auf dem städtischen Bauhof. |
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(aus der Heilbronner Stimme 04.03.2003 ) |
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Bestand an Fischen nimmt stetig ab |
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Volkszählung im Wasser: Fischhegegemeinschaft hat die Jagst untersucht - Kormoran wird zur Gefahr - Elf Fischereivereine und drei Privatbewirtschafter haben sich zur FHG zusammengeschlossen und im Sommer den Flussverlauf zwischen Schöntal-Westernhausen und Neckarsulm genau untersucht. Überall wurden Wassertiefen und Gewässerbeschaffenheit vermessen, der Fischbestand geschätzt. Fast 1600 Arbeitsstunden haben die Vereine ehrenamtlich investiert. Grimm: "So genau wurde in Baden-Württemberg noch kein Fluss unter die Lupe genommen." Erstes Ergebnis: Mit 27 Spezies ist der Fischbestand noch immer artenreich, aber rückläufig. Die Nase, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch der häufigste Fisch, ist nur noch einer von vielen. Mit 42 Prozent ist jetzt der Schneider die dominierende Art, obwohl er bundesweit als stark gefährdet gilt. "Karpfen, Aale, Schleien und Regenbogenforellen sind dagegen nur noch durch regelmäßigen Besatz zu halten", sagt Diplombiologe Berthold Kappus. Dafür gibt es einige Neuzugänge: Giebel, Sonnenbarsch und Zander, die eigentlich standortfremd sind. Und vom Wels wurden bei der Zählung im Sommer bereits Jungtiere entdeckt. Nun bedroht der Raubfisch einheimische Arten. Auch ein anderer Neuling bereitet der FHG Kopfzerbrechen. Der Kormoran, ein kräftiger, schwarzer Vogel von knapp 90 Zentimetern Länge, wird seit 1996 immer häufiger an der Jagst gesichtet. Aus Holland oder Skandinavien fallen die Zugvögel im Winter ein. "Mit Heißhunger ", sagt Grimm. 150 Kilo Fisch benötigt ein Kormoran pro Jahr, doch weil die Vögel oft in größeren Trupps jagen, fallen ihnen weit mehr Tiere zum Opfer. "Die greifen alles an, was schwimmt." Der Fischbestand in der Jagst hat sich in den vergangenen sieben Jahren mehr als halbiert, eine Erholung ist nicht in Sicht. "Uns fehlen besonders die Laichfische." Dafür sind auch Bausünden der 60er und 70er Jahre verantwortlich. Der Flussverlauf wurde begradigt, fast überall Wehre errichtet. 34 sind es insgesamt. "Nur zwei davon sind für Fische passierbar", sagt Kappus, "die anderen bilden zumindest teilweise Wanderbarrieren. " Die Uferböschungen sind mit Steinen gefüllt. "Weil das schöner aussieht." Den Fischen geht dadurch aber ihre Kinderstube verloren. "Wir hatten früher viele Auenstrukturen mit hoher Wertigkeit. Die fehlen mittlerweile fast vollständig." Wo einst flache, auslaufende Ufer waren, sind die Böschungen heute fast vier Meter hoch. Zum Beispiel in Züttlingen. Bei Möckmühl war die Jagst früher fünf Meter tief, jetzt ist es im Sommer oft nicht mal mehr ein halber Meter. "Zwischen Berlichingen und Westernhausen", sagt Kurt Metzger vom Hohenloher Fischereiverein, "ist eine ehemalige Tiefwasserstrecke immer mehr verlandet." Der Grundwasserspiegel ist in den zurückliegenden Jahrzehnten um anderthalb Meter gesunken. Der Fluss fließt schneller, die Zahl der Wasserpflanzen sinkt stetig. Und wieder verlieren die Laichfische wertvolle Rückzugsbereiche. |
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(aus der Heilbronner Stimme 19.12.2002 ) |
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Fischereirechte gehen an Hegegemeinschaft |
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Neudenauer schätzen die verantwortungsvollen Fischer - Bürgermeister Manfred Hebeiß brachte es auf den Punkt: "Wir sind froh und glücklich darüber, dass wir in der Stadt eine derart gut funktionierende Hegegemeinschaft haben, die seit vielen Jahren die Ausübung der Fischereirechte verantwortungsbewusst und mit hohem Einsatz für die Umwelt und der Natur ausübt." Dieser Meinung schlossen sich die Mitglieder des Gemeinderats an und vergaben die Fischereirechte an die Antragsteller. Die Hegegemeinschaft muss dafür eine jährliche Pacht von 1550 Euro an die Stadtkasse bezahlen. Sie bekommt aber dafür als Gegenleistung 40 Hektar Fischereigewässer, die wohl zu den schönsten Fluss- und Landschaftsteilen im Landkreis zu zählen sind. Von oberhalb Siglingen bis zur Mündung der Schefflenz in die Jagst vor Untergriesheim und ein Abschnitt der Schefflenz gehören zum Verpachtungsgebiet. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat die Anzahl der auszugebenden Fischkarten auf 200 begrenzt, welche den angestrebten fünf Karten pro Hektar entsprechen. Die drei in der Hegegemeinschaft zusammengeschlossenen Fischereivereine Siglingen, Neudenau und Herbolzheim, teilen sich diese Gewässer intern auf. |
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(aus der Heilbronner Stimme 31.10.2002 ) |
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Petrijünger wollen ihre Arbeit und Interessen besser koordinieren |
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Grundsteinlegung für die Einrichtung einer "Hegegemeinschaft Kocher" - Sondierungsgespräche der Fischereiberechtigten auf der Seeanlage in Stein - Naturnahen Zustand anstreben - Einer konspirativen Veranstaltung gleich sah man neulich Einzelpersonen und verschiedene Grüppchen bei einbrechender Dunkelheit dem Fischerheim auf der Seeanlage in Stein zustreben. Bereichsleiter Wolfgang Sitter vom Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg hatte die Vorstände der am Kocher fischereiberechtigten Vereine zu einer Beratung zusammengerufen. Thema des Abends war die Einrichtung eines Zusammenschlusses möglichst aller Kocherangler. Die fischereiliche Bewirtschaftung der Fließgewässer ist heute mehr denn je vielen Problemen ausgesetzt, denen der einzelne Verein meist chancenlos gegenübersteht. "Wichtiger als jede Besatzmaßnahme ist die Verbesserung der Lebensvoraussetzungen für unsere heimischen Fischarten", so Sitter. Doch nicht nur eine Rückführung der Flusssohle und der Uferstrukturen in einen naturnahen, für Wanderfischarten durchgängigen Zustand ist das Gebot der Stunde, schwer zu schaffen macht den Fischern auch die sich durch starke Zuwächse auszeichnenden Fressfeinde wie Wels und Kormoran. Guter Rat (von Biologen) ist hier oft nicht billig. Nur eine große Gemeinschaft mit gleichen Aufgabenstellungen kann mit gezieltem Einsatz der Wissenschaftler und fachlichem Erfahrungsaustausch untereinander Probleme wirkungsvoller ausräumen. "Wer soll denn diese zusätzlichen Koordinationsaufgaben noch übernehmen. Wir haben kaum noch Zeit, unsere vereinsinternen Aktivitäten erfolgreich zu bewältigen" , gab Manfred Dörfler zu bedenken. Er ist Gewässerwart des Fischereivereins Lauffen für eine Kocherstrecke in Weissach verantwortlich. Auch Gastgeber Klaus Lohmann, Vorsitzender des Fischereivereins Heilbronn, hält die Einrichtung eines losen Zusammenschlusses zur Bündelung der fischereilichen Kräfte für die Aufarbeitung gemeinsamer Schwierigkeiten vor allem bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen nach Schadstoffeinleitungen und der Planung von Aufstiegshilfen für Fische für sinnvoll, will jedoch noch intern mit seinem Gremium beraten. Kurt Metzger, Vorsitzender des Hohenloher Fischereivereins Künzelsau hat aus Erfahrungen mit der bereits installierten "Hegegemeinschaft Jagst" die Mitarbeit seines Vereins spontan zugesagt. (red) |
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(aus der Heilbronner Stimme 19.07.2002 ) |
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Schutz für 30 heimische Fischarten |
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Zehn Vereine und zwei private Bewirtschafter gründeten die Fischerei-Hegegemeinschaft Jagst - Rolf Grimm und Rudolf Oribold, die Sprecher der " Fischerei-Hegegemeinschaft Jagst" betonten, dass mit dem Zusammenschluss offiziell vollzogen wurde, was seit Jahren bereits in lockerem Stil und loser Verbindung praktiziert wurde. Ausgangspunkt der Zusammenarbeit waren die zahlreichen, bislang immer noch ungelösten Probleme, die in den letzten Jahren auf die Fischerei zukamen. Das neue Führungsduo führte hier insbesondere den Fischrückgang und das vermehrte Auftreten des Kormoran an. Unter Mitwirkung des Bad Friedrichshaller Rechtsanwaltes Thomas Leist wurde nach langer Vorbereitung und umfangreichen, sachlichen Diskussionen eine Satzung ausgearbeitet und beschlossen. Alle Vereinsvorstände und die Privatleute sind in dem gebildeten Ausschuss vertreten, aus dessen Mitte Rolf Grimm vom Fischereiverein Neckarsulm und Rudolf Oribold vom ASV Möckmühl als Sprecher gewählt wurden. Karl-Heinz Walch vom FV Widdern wurde Schriftführer, an ihre Seite bekamen die Fischer eine anerkannte Persönlichkeit gestellt. Der Gewässerbiologe Dr. Berthold Kappus wurde zur fachlichen Unterstützung der Hegegemeinschaft zum Sachverständigen benannt. Mit ihrem Zusammenschluss, der allerdings die Eigenständigkeit der Vereine nicht beeinträchtigen soll, haben sich alle fischereilichen Bewirtschafter von Schöntal im Hohenlohekreis bis an die Jagstmündung bei Bad Friedrichshall darauf geeinigt, Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung des Fischbestandes in ihren Gewässerabschnitten zu planen, zu koordinieren und gemeinsam umzusetzen. Insbesondere sollen die heimischen Fischarten, laut Berthold Kappus sind es 30 an der Zahl, gehegt und gepflegt werden. Zur Hege und Pflege gehört natürlich auch der gesamte 55 Kilometer lange Flusslauf mit rund 110 Hektar Wasserfläche. Es ist vorgesehen, im Laufe des Jahres einen Hegeplan zu erstellen, der von der Fischereibehörde im Regierungspräsidium unterstützt wird. Dieser Hegeplan soll im Laufe der Erarbeitung mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt werden. Arbeitsschwerpunkte sind im laufenden Jahr die Erfassung der Fischarten in ausgewählten Abschnitten, die Analyse der Fänge und Besätze sowie die Situation der Laichgründe, die Renaturierung der Gewässer, die Verbesserung der Durchgängigkeit, also die Durchwanderbarkeit der Querbauwerke, sowie die gemeinsame Ausbildung der Gewässerwarte. Oberstes Ziel, da sind sich trotz des Ärgers mit dem Kormoran alle einig, ist der Schutz und die Pflege der Natur im und am Wasser, das Karl-Heinz Walch "unser höchstes Gut" nennt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 06.04.2002 ) |
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Die
Jagende ist längst gezähmt |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.08.2001) |
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Eine
tierische Vielfalt herrscht an der Jagst |
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Der
Reichtum und die Fülle an Arten sind nicht nur im tropischen Urwald hoch.
Auch im Jagsttal finden sich unzählige Arten von Pflanzen und Tieren. Zu
Wasser wie zu Land sind zahlreiche Biotope entstanden, als Folge der
jahrhundertelangen kulturellen Aktivitäten des Menschen. Diese beherbergen
spezielle, an die Nutzung angepasste Organismen. Die Vielfalt des Jagsttales
spiegelt sich nicht in den ausgeräumten Hochflächen wider, sondern eher in
den Tallagen, vor allem jedoch in den Steilflächen. Diese Muschelkalkhänge
sind auf ihrer Südseite sonnenbegünstigt. Deshalb konnten sich dort sehr
artenreiche Tiergemeinschaften an den Übergängen von Äckern, versaumten
Wiesen und angrenzenden Gebüschen oder Niederwald etablieren. Verschieden
bewirtschaftete
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(aus der Heilbronner Stimme 7.08.2001) |
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Fische brauchen ihre Ruhezonen und Rampen |
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Als mögliche Ursachen für die Veränderung des Tierbestands in der Jagst gelten Wehre, Bootsverkehr, Phosphate oder Kormorane - Die noch laufende Untersuchung des Verbands macht die vielen Wehre in der Jagst für die Veränderung des Fischbestands verantwortlich (siehe nebenstehenden Kasten). Ob das der Hauptgrund ist? Die Meinungen gehen auseinander. Der Vorsitzende des Fischereivereins Dörzbach glaubt eher an ein Zusammenwirken verschiedener Ursachen. " Die Wehre gab es vor 20 Jahren auch schon", gibt Markus Rettich zu Bedenken. "Vielleicht waren sie früher durchlässiger." Ein weiterer möglicher Grund: Zwischen Dörzbach und Klepsau sei der Wasserspiegel durch die Uferbegradigung viel niedriger geworden. Fest steht für den Fischer, dass die Vielfalt rapide abgenommen hat. Vor zehn Jahren habe es noch viel mehr Barben und Nasen gegeben. "Die findet man heute kaum mehr." Dafür sehe man viele Raubfische und den Kormoran: "Die räumen auf." Eine Rolle könnte auch der starke Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft spielen, spekuliert Rettich. Er will sich nicht festlegen: "Ich bin kein Wissenschaftler. Aber sicher ist, dass es nicht an der Wasserqualität liegt. Die ist einwandfrei." Ähnlicher Meinung ist der Vorsitzende des Künzelsauer Fischereivereins: "Wir können die Gründe nicht eindeutig ausmachen", sagt Kurt Metzger. Eine weitere mögliche Ursache sei der Bootsverkehr. Der Vorsitzende des Fischereivereins Mulfingen hat die gleichen Beobachtungen an der Jagst gemacht: "Die Vielfalt ist zwar noch vorhanden, aber insgesamt hat der Bestand abgenommen." Martin Beck sieht im Kormoran ebenfalls einen großen Feind der Artenvielfalt: "Der Kormoranbestand müßte besser reguliert werden. " Der Fischer plädiert außerdem für den verstärkten Einbau von Ruhezonen und Fischpässen. "Interessant wäre der Versuch, den Lachs in der Jagst wieder anzusiedeln." Das Problem ist nicht neu. Kurt Metzger, kann etliche Maßnahmen aufzählen, die schon vor längerer Zeit in die Tat umgesetzt wurden - und Erfolge zeigen: das Anlegen von Biotopen, der Bau von Fischtreppen, Umgehungsrinnen und so genannten rauen Rampen, wodurch die Tiere Querverbauungen passieren können. "Es tut sich ständig was, und es gibt viele Möglichkeiten der Renaturierung", meint der Vorsitzende optimistisch. "Das erfordert Geduld und ist einfach auch eine Kostenfrage." Ernst Nagel von der Gewässerdirektion Neckar, Bereich Künzelsau, die für die Planung der Maßnahmen zuständig ist, bestätigt: "Im vergangenen Jahrzehnt wurde viel für die ökologische Aufwertung der Jagst getan. " Eine konkrete Maßnahme steht dieses oder spätestens nächstes Jahr noch an: Oberhalb von Ebersbach soll am linken Jagstufer ein kleines Biotop angelegt werden. Die Bestandsaufnahme der Wehre am Kocher hat der Landesverband noch nicht vollständig vorliegen. Kurt Metzger schätzt die Situation aber viel kritischer ein als an der Jagst. "Der Kocher ist so stark kanalisiert, dass fast keine Möglichkeiten der Renaturierung bleiben. " |
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(aus der Heilbronner Stimme 28.05.2001) |
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Laichplätze nur schwer erreichbar |
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Studie auf Messe vorgestellt - Fische kommen in Baden-Württemberg immer schlechter zu ihren Laichplätzen in den Oberläufen der Gewässer. Allein in der etwa 190 Kilometer langen Jagst gibt es einer neuen Studie zufolge im Schnitt alle drei Kilometer ein Hindernis. Darauf wies der Präsident des Verbands für Fischerei und Gewässerschutz Baden-Württemberg (VFG), Karl Göbel, auf der Anglermesse in Stuttgart hin. Die langsamere Fließgeschwindigkeit wegen der Wehre, Schwellen oder Rampen hat nach den Worten des VFG-Geschäftsführers Michael Schramm mehrere negative Folgen: Der Gewässergrund verschlamme, Kieslaichplätze gingen verloren, die Flüsse erwärmten sich und verlören Sauerstoff, und es gebe kaum noch Unterstände für die Fische. Der Weg in Richtung Meer wird den Fischen zudem durch zahlreiche Wasserkraftanlagen erschwert. Die Verluste auf Grund der Turbinen betragen nach Angaben des Verbandes je nach Fischart zwischen 17 und teilweise sogar 35 Prozent. Verbandspräsident Göbel zeigte sich besorgt über die zahlreichen neu entstehenden Kleinkraftwerke: "Die Fischerei kann sich daher nicht ganz aus der Energiepolitik heraushalten", forderte er deshalb. (lsw) |
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(aus der Heilbronner Stimme 09.04.2001) |
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Jagst-Fischer fürchten um ihre Rechte |
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Interessanter Vortrag auf der Vorständetagung des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz - Ihre zentrale Frage heißt: Was bedeutet die Ausweisung eines Natura-2000-Gebietes für die Fischerei an der Jagst? Auf der Vorständetagung des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz wurde diesbezüglich eine Standortbestimmung vorgenommen. Dr. Jürgen Marx von der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LFU) berichtete als Referent über das europäische Naturschutzprogramm. Große Betriebsamkeit herrsche zur Zeit bei den Naturschutzbehörden Deutschlands, sagte er. Dort gilt es nach mehrjähriger Terminüberschreitung Gebiete der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien (FFH) an die EU zu melden. Der Bundesrepublik Deutschland drohen Versäumnisstrafen bis zu 1,5 Millionen Mark pro Tag seit Abgabetermin. Die Bezirksstellen für Naturschutz und Landschaftspflege haben nach fieberhafter Arbeit ihre Vorschläge für die Festlegung der FFH-Gebiete getroffen. Es sind dies in erster Linie um einen gewissen Bereich erweiterte Naturschutzgebiete und Flusstäler. Das Jagsttal wird mit Sicherheit als Gebiet mit höchster Priorität in dieser Vorschlagsliste eingeordnet werden. Die Kabinettsvorlage war für Januar 2000 vorgesehen, damit das Ministerium Ländlicher Raum die Entscheidung mit den Kreisen und Gemeinden erörtern kann. Nach Mitteilung des Ministeriums soll die Fischerei künftig in solchen Gebieten weiter betrieben werden, wo die Erhaltungsziele des Natura-2000-Gebietes nicht beeinträchtigt werden. Genau hier gilt es jedoch aus Sicht der Jagst-Fischer aufzumerken. Fischereiverbandspräsident Karl Göbel sprach sich entschieden gegen zukünftige lokale Novellierungen im Zusammenhang mit FFH-Neuausweisungen aus, die eine landwirtschaftliche Nutzung, Jagd und Fischerei verbieten und dadurch Menschen von der nachhaltigen Nutzung der Natur abschneiden. Für die Renaturierung der Fließgewässer erwartet sich der Fischereiverband eine Argumentationshilfe von den FFH-Richtlinien. |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.02.2000) |