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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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"Eine logistische und
technische Meisterleistung" |
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(aus der Heilbronner Stimme 16.04.2005) |
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Der Köpferstausee ist
bald wieder ein richtiger Stausee |
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Die Sanierung des Heilbronner
Köpferstausees steht kurz vor dem Abschluss. Voraussichtlich Mitte März soll
das idyllisch im Wald gelegene Regenrückhaltebecken nach der Premiere 1936
zum zweiten Mal eingeweiht werden. |
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(aus der Heilbronner Stimme 26.01.2005) |
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Die
Kettensägen knattern beim Köpferstausee |
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Am idyllisch gelegenen Köpferstausee haben die Damm-Sanierungsarbeiten begonnen. 900 000 Euro investiert die Stadt Heilbronn mit Zuschuss-Unterstützung des Landes in die Erneuerungsmaßnahme. Im Frühjahr des kommenden Jahres sollen die umfangreichen Erd- und Betonierarbeiten abgeschlossen sein. Mit der gewohnt erholsamen Ruhe ist es im Köpfertal seit Anfang der Woche vorbei. Dort, wo Köpferbach und Trefflingsklinge zusammenfließen und den Stausee speisen, knattern die Kettensägen der Spezialisten vom städtischen Amt für Straßenwesen. Meter für Meter arbeiten sie sich voran und beseitigen innerhalb der kommenden zwei Wochen die auf dem Damm stehenden Bäume, Sträucher und Büsche. Diese Pflanzen sind mit Ursache dafür, dass der Seeabschluss brüchig wurde. Die Bäume werden vom Forst vermarktet, der Rest wird zu Holzhackschnitzel verarbeitet. Aber auch der Zahn der Zeit nagte an der Technik dieses sieben Jahrzehnte alten Regenrückhaltebeckens, das in den Jahren von 1933 bis 1936 vom Reichsarbeitsdienst auf einem dort schon bestehenden kleinen Stausee mit einem Volumen von rund 23 000 Kubikmeter errichtet wurde. Anlass für den Bau war, dass es bei starken Niederschlägen immer wieder zu Überflutungen der Tallagen kam. In der Stadtchronik heißt es dazu: Bei einem Wolkenbruch am 27. Mai 1904 gingen im Köpfertal 107 Liter pro Quadratmeter nieder. Der Pfühlbach wurde zu einem reißenden Strom, der die östliche Vorstadt, besonders aber die Karl- und Pfühlstraße überschwemmte, sich in Keller der Häuser ergoss und den Eisenbahndamm beschädigte. Der Schaden lag bei rund 175 000 Mark. Zu einer weiteren Überschwemmung durch den Pfühlbach kam es am 6./7. Juli des Jahres 1910. In der jüngeren Zeit kam es 1993 und 1997 zu weiteren Überflutungen entlang des Köpfer- und Pfühlbachs. Wie alle Stauanlagen vor dem Krieg, wurde auch der Köpferstausee als Erddamm nach dem damaligen Stand der Technik gebaut und für ein 50-jähriges Hochwasser ausgelegt. Doch schon 1948 und 1958 kam es zu Dammbrüchen. Um die Stabilität zu erhöhen, wurde die Dammkrone von 8,40 Meter um 80 Zentimeter auf 7,60 Meter zurück genommen, was gleichzeitig aber eine Reduzierung des Schutzgrades auf ein 30-jähriges Hochwasser bedeutete. Bei einer 1999 vorgenommenen Sicherheitsüberprüfung des Stausees wurden erhebliche Mängel am und im Damm festgestellt. Jakobine Biehl, Diplomingenieurin und Projektleiterin "Hochwasserschutz" beim städtischen Amt für Straßenwesen, zählt die Schwächen auf: "Verrostete, nur schwer bedienbare Schieber, zu kleine See- und Grundablässe, stark erosionsgefährdete Hochwasser-Entlastungsanlage und starke Durchwurzelung des Damms. Außerdem befinden sich sämtliche Schachtbauwerke in einem maroden Zustand." Angesichts dieser Mängel und der latenten Gefahr, dass der Damm schlagartig versagen kann, entschieden sich die Fachleute 2002, den Köpferstausee abzulassen, um den Druck auf den Damm zu nehmen. Rund 10 000 Kubikmeter Wasser flossen über Tage ruhig in den Köpferbach. Das Erstaunliche für Jakobine Biehl war damals: "Wir fanden fast keinen Müll." Auf dem schlammig-morastigen Grund siedelten sich anschließend jede Menge Gräser und Sträucher an und deckten die einstige Seefläche zu. Im Rahmen der angelaufenen Sanierungsarbeiten werden auf dem Damm die Bäume mit Wurzelballen entfernt, die Dammkrone wird wieder um 80 Zentimeter auf 8,40 Meter aufgeschüttet und verbreitert, es wird eine zehn Meter breite "Überflutungsstrecke" gebaut, alle Abflüsse und Schieber werden erneuert und der Köpferbach wird mit einer Art Fischrampe offen durch den Damm geführt. Hinsichtlich der umstrittenen Ausgleichsmaßnahmen wurde ein Kompromiss zwischen Stadt und Naturschutzbeauftragtem gefunden. Im Frühjahr 2005 wird der See im Köpfertal langsam wieder angestaut, indem etwa ein Drittel des Köpferbach-Wassers eingeleitet wird. Aber auch nach der Sanierung wird der etwa zwei Meter tiefe Köpferstausee nicht zum Badesee. Die Gründe nennt Jakobine Biehl: "Wegen der Gewässergüte und der Lage in einem Naturschutzgebiet." Auch ohne Badestrand am Köpferstausee fällt bereits sechs Monate vor Abschluss der Arbeiten ihr Fazit positiv aus: "Der Hochwasserschutz und die Natur sind die Gewinner." |
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(aus der Heilbronner Stimme 18.09.2004) |
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Unfug: Unkrautrutsche führt bis zum Bach |
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Nachbarschaftstag Schozach-Zaber-Lein im alten Rathaus Flein: Gewässerunterhaltung in geschützten Gebieten. 17 Kommunen von Brackenheim bis Heilbronn, von Abstatt bis Oberstenfeld gehören zur Nachbarschaft Schozach-Zaber-Lein. Beim Fortbildungstag für Bauhofleiter und -mitarbeiter steht die "Gewässerunterhaltung in geschützten Gebieten" in Flein im Mittelpunkt. Sie sehen auf Fotos abenteuerliche Konstruktionen wie eine Unkraut-Rutsche, die direkt ans Ufer mündet, Misthaufen an Gewässern oder illegale Müllablagerungen mit Bauschutt. Sie erblicken aber auch geschützte Tiere und Pflanzen wie den Juchtenkäfer, der am Leinbach in Frankenbach lebt, oder die kleine Flussmuschel, die sich in einem Leingartener Bach angesiedelt hat. Jakobine Biehl vom Tiefbauamt der Stadt Heilbronn leitet den Nachbarschaftstag. Sie klärt über die Verordnungen auf, welche die Gewässerunterhaltung einschränken: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale, Biotope oder Natura-2000-Gebiete. Ständig würden die Karten aktualisiert. So dürften die so genannten 24a-Biotope wie Sümpfe, naturnahe Uferbereiche oder Röhrichte nicht zerstört oder beschädigt werden. "Sie dürfen nicht einfach den Schilf abschneiden." Immer wieder fordert sie die Bauhofleute auf, die in der Gewässerunterhaltung aktiv sind: " Sichern Sie sich ab." Sie sollten Schutzgebietskarten anfordern, mit Naturschutzbehörden zusammenarbeiten. Problemlos ließen sich Ziele des Naturschutzes in die Gewässerpflege integrieren. Aber: "Der Hochwasserschutz hat Vorrang", folgt Biehls Einschränkung. Sehr anschaulich informiert Harald Scheid vom Wirtschaftskontrolldienst der Heilbronner Polizei über Wasserrecht, Umweltdelikte oder Gefahrenabwehr. Gewässerverunreinigungen seien keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten. Er zeigt Fotos von verendeten Fischen im tiefbraunen See, weil tonnenweise Pferdemist abgelagert wurde. Mit Bauschutt, Fliesen oder Steinen wurden angeblich "Uferbereiche befestigt" - dabei wollten die Leute nur Deponiegebühren sparen. Bei der Exkursion ins Heilbronner Naturschutzgebiet Köpfertal sehen die Bauhofleute, wie sich der Köpferbach eigendynamisch, naturnah und ökologisch ohne Verbauten entwickelt hat. Seit 18 Monaten läuft das Planfeststellungsverfahren beim trocken gelegten Köpferstausee, da der Damm nicht mehr standsicher ist. "Die Gehölze müssen auf dem Damm weg", so Jakobine Biehl. Die notwendige Sanierung des Damms und des Auslass-Bauwerks im Naturschutzgebiet sei jedoch sehr schwierig. Dabei sollte doch der Hochwasserschutz im Vordergrund stehen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 03.12.2003) |