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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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Kormoran
unter Beschuss |
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Dass der Naturschutzbund (Nabu) den Kormoran 2010 zum Vogel des Jahres gekürt hat, ist in den Augen der Fischer "Polemik". Damit wolle man den Jägern ein schlechtes Gewissen machen, sagt Marco Sander, Gewässerwart beim Fischereiverein Heilbronn. Der Kormoran ist zwar nicht mehr im Bestand gefährdet, aber man wolle sich für dessen Schutz einsetzen und darauf aufmerksam machen, dass der Vogel geschossen und vertrieben wird, sagt Wolfgang Hellwig vom Nabu Heilbronn. Abschuss - Bereits 2004 hatte das Land eine Verordnung erlassen, die den Abschuss des geschützten Vogels durch Jagdberechtigte erlaubt. Mit der Allgemeinverfügung des Landratsamts Heilbronn vom August 2009 ist die Vergrämung seither auch an weiten Teilen des Neckars, an Zaber, Sulm Leinbach und Schozach gestattet - fast überall bis Mitte März. Aktuelle Zahlen, wie viele Tiere geschossen wurden, gibt es deshalb erst im April. 2007/08 wurden dem Amt 24 Abschüsse gemeldet, im darauffolgenden Jahr waren es 64 erlegte Kormorane. Vereinzelte Vergrämungsmaßnahmen - dort, wo wirtschaftlicher Schaden entsteht - kann Nabu-Mann Hellwig akzeptieren. Das flächendeckende Vorgehen wie im Landkreis jedoch lehnt er ab. Zumal es an unseren Flüssen ohnehin überwiegend Hobbyangler gäbe. Und deren Praxis, in Fischbestände durch Besatz einzugreifen, ist den Naturschützern ebenso ein Dorn im Auge. Einbruch - Der Vorwurf der Gegenseite: "Hier wird Artenschutz mit zweierlei Maß betrieben", meint Gewässerwart Marco Sander. Die Vogelschützer ignorierten den Einbruch heimischer Fischbestände, die seit dem verstärkten Auftreten des Kormorans Mitte der 90er Jahre zu beobachten seien. "Wir wollen nicht dessen Ausrottung, aber eine Population, die die Gewässer vertragen." Sander pocht auf das Vergrämen, denn er befürchtet eine weitere Ausbreitung des Fischjägers. Auch über die Zählweise ist man uneins. Im Vorjahr haben Nabu und Angler noch gemeinsam die Kormorane an den verschiedenen Schlafplätzen in der Region gezählt. Diesmal sind die Vogelschützer alleine losgezogen. 14 Schlafplätze wurden am vergangenen Wochenende kontrolliert, insgesamt 433 Kormorane hatten sich in den hohen Bäumen am Abend versammelt - 200 weniger als im Vorjahr. Ob wegen der Witterung weniger Vögel ins Unterland gekommen sind oder ob bereits die Vergrämung wirkt, das lässt sich nach Ansicht Hellwigs nicht sagen. "Daraus einen Populationsrückgang abzuleiten, wäre zu spekulativ." Aber er geht davon aus, dass der Kormoran seine maximale Ausbreitung erreicht hat: "Für noch mehr Vögel gibt es bei uns nicht den Lebensraum." |
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(aus der Heilbronner Stimme 22.01.2010) |
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Fische
fressende Vögel unter Beobachtung |
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Stadt- - und Landkreis Vor der Brust
baumelt das Fernglas. Die Stiefel gefüttert, geschlossen die Jacken. Hermann
Kurz und Wolfgang Hellwig suchen an der Jagst bei Duttenberg die Bäume nach
Kormoranen ab. „Null“ tragen die Männer in ihre Liste ein. Kein Kormoran zu
sehen. Der Vogel steht unter Schutz – und er frisst ausschließlich Fische.
Anglern ist der schwarze Kormoran, dessen gespreizte Flügel eine Spannweite
von bis zu 1,50 Metern erreichen, ein Dorn im Auge. |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.01.2008) |
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Weißt du,
wie viel Kormorane ziehen? |
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Neudenau - Er ist längst aktenkundig und an
den grünen Tischen Gegenstand von Beratungen geworden: Der schwarz
gefiederte Kormoran, ein in unseren Breitengraden heimisch gewordener
Wasservogel. Vertreibung oder Festhalten an den geltenden
Schutzbestimmungen? Das ist die Frage, welche die Fischer auf der einen
Seite und die Umweltschützer auf der anderen zunehmend beschäftigt. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.01.2008) |
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Am
hungrigen Kormoran scheiden sich weiter die Geister |
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Kocher - und Jagsttal Um kaum einen
anderen Vogel in der Welt scheint es augenblicklich so viel Wirbel zu geben,
wie um den Fische vertilgenden Ruderfüßer Kormoran. Das Internet hat etwa
148 000 Ergebnisse weltweit auf Lager. Ob Plage oder Artenschutz, die
Meinungen prallen aufeinander. Auch an Kocher und Jagst scheiden sich die
Geister. Die Fischer drängen auf Änderung der geltenden Bestimmungen, die
das gefiederte Tier bislang schützen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 15.11.2007) |
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Fischer
ärgern sich gewaltig über Kormorane |
| Räuberischer Vogel sorgt für schrumpfende Bestände an der Jagst: Neudenau - Des Fischers Dorn im Auge ist seit Jahren der Kormoran. Der etwa 90 Zentimeter große pelikanartige Vogel, der sich gegenwärtig von nördlichen Gefilden nach Süden ausbreitet, dezimiert den Fischbestand spürbar. Bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Siglingen wurde die Situation an der Jagst jetzt angesprochen und zum Teil heftig diskutiert. Rolf Grimm, Sprecher der Hegegemeinschaft Jagst, berichtete, dass er dieser Tage bis zu 32 Tiere beobachtet hatte, die sich an der Jagst zwischen Züttlingen und Siglingen am späten Abend auf einem Schlafbaum nahe Schloss Assumstadt aufhielten. Ein Kormoran, so Grimm, nehme täglich rund 500 Gramm Fische zu sich. Hinzu kommen Fische, die bei der Nahrungsaufnahme verletzt werden. Hoher Bestand Nach Einschätzung der Experten sei gegenwärtig wieder ein Besorgnis erregend hoher Bestand von mehreren hundert Vögeln an den Gewässern im mittleren Neckar vorzufinden, die auf ihren täglichen Exkursionen bis zu 50 Kilometer zurücklegen. Das Landratsamt Heilbronn verweist auf die Rechtslage, wonach für die Fischerei in der Jagst keine Vergrämungsgenehmigung für Kormorane vorliege. Im Sinne des EU-Vogelschutzgebiets, das eine Bejagung des Kormoran gesetzlich verbietet, gebe es augenblicklich keine Veranlassung, an der derzeitigen Situation etwas zu verändern. Wiederaufbau Auf der anderen Seite sind Fischer gesetzlich verpflichtet, die Gewässer intensiv zu hegen und zu pflegen. Zudem werden jährlich erhebliche Investitionen für den Fischbesatz getätigt, unter anderem für den Wiederaufbau der Bestände der Nase. Noch vor Jahren galt das Vorkommen des Kormorans in West- und Süddeutschland als Seltenheit. Heute wird der Bestand europaweit auf rund zwei Millionen Vögel geschätzt. Eine Gefährdung der Art ist nach Aussage von Dr. Berthold Kappus auszuschließen. Die Kormorane ziehen in den Wintermonaten von Nord- nach Südeuropa. Sie treten Anfang Oktober erstmals im mittleren Neckarraum Raum auf. Bis zu 400 Tieren wurden im vergangenen Jahre auf den Schlafbäumen am Neckar bei Gundelsheim beobachtet. Von dort aus suchen sie vor allem die Jagst zur Jagd auf Fische auf. Aber auch auf den Schlafbäumen der unteren Jagst selbst sind schon über mehrere Wochen rund 60 bis 80 Tiere gezählt worden. Nahrungskonkurrent Da die Jagst einen überregional bedeutsamen Anteil an bundes- und landesweit seltenen und gefährdeten Fischarten aufweist, ist mittlerweile von einer Bedrohung für die heimischen Fischbestände durch den Kormoran auszugehen, so Kappus. Die hohen Kormoranbestände beeinträchtigen die Fischerei. Der Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg ist in dieser Sache gegenwärtig bei der zuständigen oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidium vorstellig. Laut Naturschutzbund (Nabu) gehört der Kormoran zu jenen Vogelarten, die als „Nahrungskonkurrenten“ von den Menschen verfolgt würden. |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.02.2007) |
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Kormorane bleiben auf
der Abschussliste |
| Jäger werden weiterhin Kormorane an Kocher und Ohrn ins Visier nehmen, das Landratsamt hat eine entsprechende Verfügung auf unbestimmte Zeit verlängert. Naturschützer sind empört, Anglern geht die Regelung nicht weit genug. Sie wollen den Zugvögeln auch im Jagsttal an die Federn. Alle Jahre im Herbst ziehen große Kormoran-Schwärme von ihren Brutplätzen in Skandinavien oder Osteuropa gen Süden in wärmere Gefilde. Auch in Hohenlohe fühlen sich die so genannten Meerraben mit ihrem schwarzen Federkleid seit einiger Zeit wohl. Deutlich zu wohl, findet nicht nur Hansjörg Weidmann. "Die Vögel bringen die ausgewogene Fischpopulation durcheinander", ist der Experte von der Naturschutzbehörde im Landratsamt überzeugt. Das Problem: Kormorane sind prächtige Jäger, gehen in den Flüssen auf Tauchgang und verputzen fast jeden Fisch, der ihnen vor den Schnabel kommt. "Die Bestände an Barbe und Rotauge sind schon stark zurückgegangen", klagt Kurt Metzger vom Hohenloher Fischereiverein Künzelsau. Auch seltene Mühlkoppen, Bitterlinge oder Schmerlen stünden auf dem Speiseplan der Wasservögel, schimpft der passionierte Angler, der die Neuauflage der so genannten Kormoran-Verordnung des Landes "ausdrücklich begrüßt". Das Landratsamt Hohenlohekreis hat die allgemeinen Vorgaben aus Stuttgart in eine konkrete Verfügung gegossen. Was zunächst bis 2004 befristet war, gilt demnach jetzt für unbestimmte Zeit: Zwischen September und März dürfen Jäger am Kocher sowie an der Ohrn zwischen Öhringen-Cappel und der Mündung in den Kocher Kormorane abschießen. Etwa 40 der Zugvögel, die zu hunderten an Hohenloher Flüssen überwintern, haben die Grünröcke zuletzt pro Jahr vom Himmel geholt. "Wir wollen die Kormorane nicht ausrotten", betont der Leiter des Hegerings Künzelsau, Herbert Lederer, der mit seinen Jagdkollegen zwischen Kocherstetten und Weißbach auf die Pirsch geht. Bei der Vergrämungsjagd, so der Fachausdruck, gehe es vielmehr darum, die cleveren Vögel durch Abschuss einiger weniger Artgenossen zu verschrecken und an größere Flüsse zu lotsen, wo sie weniger Schaden anrichten können. Angler Kurt Metzger will die Jäger am liebsten auch im Jagsttal zu Hilfe rufen, ein Vogelschutzgebiet, das von der neuen Verfügung nicht betroffen ist. "Wir werden eine Ausnahmegenehmigung beim Regierungspräsidium beantragen." Dass die Kormorane in Hohenlohe schlechte Karten haben, bringt Harro Häußler auf die Palme. Der Umweltschützer von der Ortsgruppe Öhringen des Naturschutzbunds (NABU) sieht "keine gewichtigen Gründe", den Wintergästen zu Leibe zu rücken. Dass die Vögel das Öko-Gleichgewicht stören, sei "eine pauschale, nicht nachgewiesene Behauptung", der Abschuss mithin "völlig unnötig". Keineswegs für unnötig, aber für lästig halten Herbert Lederer und viele seiner Kollegen die Kormoran-Jagd: "Das ist eine zusätzliche Aufgabe, die wir im Sinne des Naturschutzes erfüllen." Nutzen hätten die Jäger keinen von ihrer gefiederten Beute: Die Meerraben sind scheu, schwer zu schießen, "und absolut ungenießbar". |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.10.2004) |
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Leserbrief
zum
Thema "Der Kormoran gehört zum Artenspektrum" - Artenschutz? |
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Man kann nicht verstehen, warum man eine einzelne Vogelart, die bis vor kurzen noch nicht bei uns heimisch war, versucht, dringend bei uns schützen zu müssen und über den Schutz der heimischen Fische stellt. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Kormorane, wenn sie in die Gewässer einfallen, einen sehr großen, wenn nicht sogar irreparablen Schaden hinterlassen. Warum wurden in vergangenen Jahren die Ochsenfrösche geschützt, die nun auch heimisch sind, da sie sich in unseren Gefilden vermehren, und nun unsere schon jeher heimischen Salamander und Frösche im Bestand dezimieren? Ist dies das gewünschte Resultat von falsch verstandenem Artenschutz? Muss sich denn erst der Kormoran mit großen Kolonien, die dann ganze Baumbestände durch ihren aggressiven Kot zerstören, bei uns niederlassen, damit wir schließlich zu der Erkenntnis kommen, dass die Fische in der Jagst durch den ansteigenden Fraßdruck keine Zukunft mehr haben und ganze Generationen von Elterntieren und auch Jungfische nach dem Einfall fehlen? Was ist mit den Bisamratten? Sollte man diese auch noch schützen? Wir haben festgestellt, dass durch die Bekämpfung der Bisamratten an der Jagst auch die Bestände von Schilf, Röhricht und der Teichrosen wieder zugenommen haben, die für verschiedene Fischarten auch einen idealen Aufenthaltsort und Laichgebiete darstellen. Auch andere Tierarten wie Teichhühner können die Blätter nach Fressbarem abweiden. Die Bestände des Kormorans sollten dringend in für die Natur und deren Bewohner verträgliche Bahnen gelenkt werden. |
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(aus der Heilbronner Stimme 31.03.2004) |
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Besserwisserei und Ignoranz an Fischgewässern |
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Im Streit um die Kormorane an Fischgewässern (HZ vom 16. März) meldet sich der Naturschutzbund Öhringen zu Wort.
Vor längerer Zeit waren es Graureiher und Eisvogel, die den Anglern die Fische weggefangen haben. Nun ist es der Kormoran. Uns, den Natur- und Vogelschützern des Naturschutzbundes Öhringen, begegnet wieder dieselbe Besserwisserei und Ignoranz von damals. Wir sind es langsam leid, noch darauf zu hören. Vielleicht aber ist es möglich, uns die 20 Kormoran-Brutpaare im Kochertal zu zeigen, die im Bericht erwähnt werden. Dann würden wir uns überzeugen lassen. Doch unseres Wissens hat es bei uns und in der weiteren Umgebung noch nie eine einzige Kormoran-Brut gegeben. Außerdem würden wir gerne wissen, warum Kormorane eigentlich nicht hierher gehören. Sie sind ohne Zutun des Menschen gekommen und seit vielen Jahren Wintergäste im Kocher- und Jagsttal. |
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(aus der Heilbronner Stimme 27.03.2004) |
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Leserbrief zum Thema
"Kormoran" - Ein Fischerei-Recht |
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Das Fischereirecht ist in der Regel ein im Grundbuch eingetragenes grundstücksgleiches Recht, das den Fischwassereigentümer berechtigt, sein Wasser ertragreich zu bewirtschaften und den Ertrag abzufischen. Als privatrechtliches vermögenswertes Aneignungsrecht untersteht es dem Grundgesetzes. Kleingärtner, Land- und Forstwirte führen, sobald Schädlinge den Ertrag dezimieren, entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen durch, und zwar bevor die Ernte vernichtet ist. Diese Möglichkeit muss auch den Fischereirechte-Inhabern zugestanden werden. Durch Vergrämungsaktionen allein lässt sich der Kormoranbestand nicht mehr regeln. Wer hat für die vom Kormoran angerichteten Schäden aufzukommen, wenn eine wirkungsvolle Bekämpfung verwehrt wird? Viele Fischereivereine haben in den vergangenen Jahren regelmäßig Geld für den Erhalt bedrohter Fischarten aufgebracht. Es kann doch nicht sein, dass diese eingebrachten Fische hernach wieder durch die viel zu große Kormoranpopulation aufgefressen werden. Der Kormoran braucht dafür, dass er nicht ausgerottet wird, keine besonderen Schutzmaßnahmen. Da er nicht zum Verzehr geeignet ist, wird nie eine ihn ausrottende Bejagung stattfinden. Die Wildente, die ein jagdbares Tier ist und gegessen wird, ist zahlreich anzutreffen. Wir Fischer wollen den Kormoran nicht ausrotten. Es ist aber unser Recht, dafür zu sorgen, dass der vorhandene Fischbestand, den man als wertvollen Schatz bezeichnen kann, nicht brutal dezimiert wird. Gegen einzelne Kormorane ist überhaupt nichts einzuwenden. |
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(aus der Heilbronner Stimme 16.03.2004) |
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Lesebrief zum Thema "Der Kormoran gehört zum Artenspektrum" -
Sündenbock Vogel |
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Der Kormoran ist nach europäischem Recht geschützt. In Ausnahmefällen darf er in der Zeit vom 1. Oktober bis 15. März geschossen werden, weil er angeblich der Fischerei und der Tierwelt schadet. Nachdem seit 1996 jährlich mindestens ein Zehntel des Bestandes getötet wurde, kann von Ausnahmefällen nicht mehr gesprochen werden. Das Ziel der "Kormoran-Verordnung", die Situation der Fische zu verbessern, ist nicht erreicht worden, da die meisten gefährdeten Fischarten als Beute für den Kormoran zu klein sind. Der Abschuss war also sinnlos. Warum fordert der Fischereiverband nicht konsequenterweise auch gleichzeitig den Abschuss und die Bekämpfung von Fischotter, Eisvogel und Hecht? Der Kormoran ist kein ökologisches, sondern ein psychologisches Problem. Es wird eben nicht nur geangelt, sondern die Fischbestände werden durch den ständigen Besatz vor allem von Raubfischen wie Regenbogenforelle und Zander massiv manipuliert. Die Prüfung, ob das Gewässer dazu geeignet ist, bleibt häufig außen vor. Die millionenfach ausgesetzten Raubfische fressen ein Vielfaches dessen, was ein Kormoran erbeutet. Der kleine Brutbestand im Land könnte durch die Realisierung der Forderungen nach einer neuen Kormoran-Verordnung rasch wieder ausgelöscht werden. Alle Brutkolonien liegen übrigens in Naturschutzgebieten. Hier würden Abschüsse zusätzlich Stress für Säugetiere und andere gefährdete Vogelarten bringen und das Schutzgebietsprogramm ad absurdum führen. Die friedliche Koexistenz von Fischen, Kormoranen und Anglern ist gefragt. Die wirklichen Probleme sollten gemeinsam von Anglern und Naturschützern angegangen werden, anstatt einen Vogel zum Sündenbock zu stempeln, denn er gehört zum Artenspektrum am Gewässer dazu. Der NABU fordert deshalb: Keine neue Abschussverordnung gegen den Kormoran. |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.03.2004) |
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Mit
akzeptablem Kompromiss tun sich beide Seiten schwer |
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Ein Vogel wird zum Streitfall. Wenn es nach den Anglern geht, sollte der
Fisch fressende Kormoran stärker als bisher bekämpft werden. Ein Abschuss
überall und das ganze Jahr über ist dagegen für Vogelschützer undenkbar. Die
Heilbronner Stimme hat zwei Fachleute zum Streitgespräch an einen Tisch
geholt.
STREITGESPRÄCH Ihre Ansichten prallen hart aufeinander - auch beim Streitgespräch unserer Zeitung unter der Leitung von Redakteur Reto Bosch. Die Belange der Angler vertritt Wolfgang Sitter (links im Bild), Bereichsleiter Unterland/Hohenlohe des Landesverbandes für Fischerei und Gewässerschutz. Auf der anderen Seite steht Wolfgang Hellwig (rechts im Bild), Vize-Chef des Naturschutzbundes (Nabu) Heilbronn und zuständig für den Kormoran.
Fischer und Vogelschützer sind sich uneinig: Wie viele Kormorane gibt es im
Unterland?
Welche Schäden richtet der Kormoran an? Wie
sind die bisherigen Erfahrungen mit Vergrämungsaktionen? Was
fordern Fischer und Vogelschützer für die Zukunft?
Welche Kompromissvorschläge gibt
es? |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.03.2004) |
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Die
Verluste für die Natur beklagt |
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Knapp 50 Fischer und Zuhörer waren bei der Rede des Vorsitzenden der Hegegemeinschaft, Rolf Grimm, anwesend. Grimm beklagte die Verluste für die Natur, das Wasser und natürlich auch für die Fischer, für die der gefräßige Kormoran verantwortlich sei. Die Tiere, schafften es an der Jagst, die heimischen Fischbestände an manchen Gewässerstrecken innerhalb weniger Jahre um bis zu 80 Prozent zu dezimieren. Landtagsabgeordneter Reinhold Gall machte sich für die Fischer stark: "Das Problem ist nicht erst seit heute bekannt. Ich sehe auch Handlungsbedarf." Widderns Bürgermeister Michael Reinert war als Vertreter des Fischwasserbesitzers da. Reinert erklärte, die Stadt Widdern setze jedes Jahr für viel Geld Fische in die Jagst ein, und er müsse zusehen, wie Vogelschwärme alle wieder fressen. Reinhold Gall erläuterte, dass die SPD-Landesfraktion in der nächsten Fraktionssitzung das Thema diskutieren werde. Allerdings, so Gall: "Unterschiedliche Auffassungen prallen in einer Intensität aufeinander, dass es schwierig wird, einen Weg zu finden." Anlass des Info-Standes, in dem über 400 Unterschriften gegen zu strengen Schutz des Kormorans gesammelt wurden, ist das Auslaufen der Kormoranverordnung im Mai. Rolf Grimm kritisierte auch das Landratsamt Heilbronn, das das Vergrämen der Vögel in einem kleineren Zeitraum zulasse wie die Hohenloher. Nun kämen die Kormorane aus dem Nachbarkreis und fielen über die Jagst zwischen Jagsthausen und der Mündung her. |
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(aus der Heilbronner Stimme 10.02.2004) |
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Lesebrief zum Thema "Auf Kriegsfuß mit dem gefiederten Vielfraß" |
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Großer Aderlass - Auf Grund der zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels zugrunde liegenden Zahlen könnte fälschlicherweise der Eindruck entstehen, dass die Kormoranpopulation am Kocher rückläufig ist. Zu diesem Zeitpunkt war die Population wegen der relativ milden Witterung gegenüber dem Vorjahr niedriger. Mittlerweile ist die Zahl der Kormorane aber auf 180 bis 200 Tiere allein hier am Kocher angestiegen. Dies bedeutet einen täglichen Futterbedarf von etwa 100 Kilo Fisch. Fische, die durch Verletzungen durch den Kormoran verenden, nicht miteingerechnet. Dies ist ein Aderlass, den das Flusshabitat Kocher auf die Dauer nicht verkraften kann. Die Situation am Jagst und Neckar ist vergleichbar. Natur und Gewässerschutz darf aber nicht an der Wasseroberfläche enden. Darum fordern wir, dass bei der Neuregelung der Kormoranverordnung im Mai 2004 auf diese Tatsachen eingegangen wird. Dies sind wir dem Erhalt unserer Tierwelt, zu dem auch das Kulturgut Fisch zählt, schuldig. Wilfried Hirschläger, Hardthausen, Sprecher Fischereiliche Hegegemeinschaft Kocher Schuld sind wir - In diesem Leserbrief soll es nicht darum gehen, dass wieder einmal in törichter Weise "schädliche. Organismen wie der Kormoran gegen "nützliche" wie hier ausnahmsweise der Graureiher aufgerechnet werden, der eine schädlich, weil er ausnahmslos Fische frisst, der andere nützlich, weil er auch Mäuse vertilgt. Es soll auch nicht darum gehen, dass der Kormoran angeblich das "Gleichgewicht in den Gewässern" durcheinander bringt. Ich frage mich allerdings schon, welches Gleichgewicht hier gemeint ist - Gewässersysteme, die einen gewaltigen zahlenmäßigen und Biomasse-Anteil an Organismen mit Migrationshintergrund wie Sonnenbarschen, Rotwangen-Schmuckschildkröten, Amerikanischen Flusskrebsen, Süßwassergarnelen und vielen weiteren mehr aufweisen, sind wohl alles andere als im Gleichgewicht. Schuld daran sind ausnahmslos die Menschen und nicht die Kormorane, die natürlich jede vorhandene Ressource nützen. Ein "lethaler Vergrämungsschuss" wird wohl kaum dazu angetan sein, dass "der Vogel sich dann woanders niederlässt", denn letal ist letal (nicht etwa wie im Englischen und leider im Originalartikel "lethal") - also tödlich. Lazarus - Kormorane kenne ich jedenfalls keine. . . Claus Wurst, Heilbronn |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.02.2004) |
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Auf
Kriegsfuß mit gefiedertem Vielfraß |
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Bis
zum vergangenen Jahr wurden 87 Tiere in seinem Zuständigkeitsgebiet gezählt.
Die bislang noch nicht veröffentlichten Zahlen einer Zählung im November
ergaben nach Hirschlägers Auskunft zirka ein Drittel weniger der Vögel. Der
erfahrene Angler und Heger am Wasser hat allerdings den Eindruck, dass mit
zunehmender Kälte wieder mehr Kormorane da sind. " Eigentlich liebe ich
diese Vögel, sie sind von einer seltenen Schönheit. " Hirschläger ist auch
dagegen, dass die Kormorane gnadenlos bejagt werden und "alle von den Bäumen
geholt werden". Allerdings fordert er ein "vernünftiges Management".
Artenschutz beginnt für den Kochersteinsfelder im Wasser. Das Gleichgewicht
in den Gewässern wird von den Kormoranen allerdings kräftig durcheinander
gerüttelt. Der Graureiher, so Wilfried Hirschläger, frisst außer Fischen
auch viele Mäuse und anderes Kleingetier in Ufernähe und macht sich auf
diese Weise nützlich. Der Kormoran braucht zwischen 400 und 500 Gramm Fisch
pro Tag. Das wären am Kocher oberhalb und unterhalb von Hardthausen über 24
Kilogramm täglich, wenn von 60 Vögeln ausgegangen wird. Die Zahl ist jedoch
zu niedrig, denn der Fachmann weiß, dass der Kormoran oft nur Fetzen aus den
Fischkörpern |
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(aus der Heilbronner Stimme 17.01.2004) |
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Fischbestände vor Kormoranen schützen |
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In den letzten Jahren ist mit dem Kormoran eine neue Gefahr für den Bestand vieler Fische herangewachsen. Strenge Schutzmaßnahmen und die verbesserte Wassergüte in Neckar, Kocher und Jagst haben zu einer enorm gestiegenen Zahl an Kormoranen geführt, meldet jetzt der Landesfischereiverband in Gundelsheim. An Baden-Württembergs Gewässern überwintern jedes Jahr über 5000 Kormorane, so der Verband weiter. Die Anzahl der Brutpaare habe sich seit 1994 von fünf auf über 260 erhöht und auch die Zahl nicht brütender Übersommerer sei weiter gestiegen. In einer außerordentlichen Bereichsversammlung in Gundelsheim hat Wolfgang Reuther, Präsident des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg, erneut alle Vorstandsmitglieder der Fischereivereine des Unterlandes und Hohenlohe aufgefordert, sich noch intensiver als bisher für den Schutz der Lebewesen unter der Wasseroberfläche einzusetzen. So lange viele Fischbestände durch die Beeinträchtigung ihres angestammten Lebensraumes noch gefährdet seien, halte er eine Steuerung des Kormoranbestandes für unverzichtbar, so Reuther mit Blick auf die Mitte Mai nächsten Jahres auslaufenden Kormoranverordnung der Landratsämter. "Wenn wir nicht sofort Maßnahmen zur Bestandsregulierung des Kormorans einleiten, wird der Eisvogel demnächst an unseren Gewässern keine Nahrung mehr finden", so Bereichsjugendleiters Walter Heidemann aus Mosbach. "Der Artenreichtum des Lebensraums Wasser muss eindeutig mehr Beachtung in der Öffentlichkeit finden." Bereichsleiter Wolfgang Sitter interpretiert das Ergebnis der letzten Kormoranzählung vom 15. November: "Es ist an allen Schlafplätzen im Bereich Unterland-Hohenlohe nur eine unwesentliche Zunahme an Tieren festzustellen, während sich die Anzahl im Naturschutzgebiet " Altneckar Horkheim" explosionsartig um über 500 Prozent von ursprünglich 16 im Januar dieses Jahres auf jetzt 99 ausgewachsene Kormorane erhöht hat". Die Fischer seien derzeit nicht mehr in der Lage, der aus dem Fischereigesetz erwachsenen Hegepflicht gegenüber gefährdeten Fischarten nachzukommen, brachte Rolf Grimm, Leiter des Hegerings Jagst das derzeitige Dilemma auf den Punkt. Die Erfolge der organisierten Fischereivereine beim Schutz der heimischen Fische seien an vielen Stellen durch den Kormoran akut bedroht. Eine konsequente Kormoran-Vergrämung sei zwingend erforderlich. (fsf) |
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(aus der Heilbronner Stimme 06.12.2003) |
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Zahlreiche Kormorane an der Jagst gesichtet |
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(aus der Heilbronner Stimme 31.01.2002) |
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Leserbrief zum Thema "Nur ein ornithologisches Interesse" - Für weniger
Jäger |
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Auch Herr Horn pflegt offensichtlich Feindbilder. Dazu gehören in erster Linie die Jäger, denen er bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Ausrottung des heimischen Wildes unterstellt (zuletzt war es der Kormoran, davor der Feldhase). Da die Kritik an Jagd und Jägern genauso unqualifiziert wie polemisch ausfällt, erlaube ich mir nun doch einmal eine Richtigstellung: Der Kormoran gehört nicht zum jagdbaren Wild im Sinne des Jagdgesetzes. Jäger haben deshalb nur ein ornithologisches, sicher aber kein jagdliches Interesse am Kormoran. Soweit es zu Abschüssen durch Jäger kommt, stützen diese sich auf die Kormoranverordnung des Landes, die Abschüsse in Einzelfällen zulässt. Ziel des Abschusses ist nicht etwa - wie Herr Horn wohl meint - die Ausrottung des Fischjägers, sondern eine Vergrämung an den Stellen, wo sich ein überhöhter Bestand (die Zahl der Kormorane hat von praktisch null zu Beginn der 60-er Jahre stetig auf rund 7000 in 1997 zugenommen) negativ auf die Fischbestände auswirkt. Die Voraussetzungen sind im Einzelnen nachzuweisen. Die Fischereiforschungsstelle des Landes hat in ihrem jüngsten Erfahrungsbericht deutlich auf die Zusammenhänge zwischen den Vergrämungsmaßnahmen und der Erholung zuvor geschädigter Fischbestände hingewiesen. Wenn überhaupt, übernehmen die Jäger hier also die Funktion eines ökologischen Regulativs im Auftrag der Allgemeinheit. Herrn Horn sei gesagt, dass kein Jäger ein Interesse an der "gnadenlosen" Verfolgung von Wildtieren hat. Die Jäger haben einen eindeutigen gesetzlichen Auftrag zur Hege, aber auch zur Bejagung des Wildes. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.09.2000) |
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Der Kormoran am Neckarufer |
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Seit 1962 zu Gast im Unterland - Durchzügler und Wintergast ist der Kormoran im Unterland. Zum ersten Mal entdeckte der noch heute aktive Ornithologe Horst Furrington vom Nabu Heilbronn im November 1962 in unserer Region einen Kormoran. Am Neckar in Lauffen war's. Zwei Jahre später tauchte bei Neckarsulm ein weiterer Kormoran auf. In den 70er und 80er Jahren wurden immer wieder einzelne Kormorane gesichtet. 1992 waren es erstmals mehr als 100 Exemplare, die gleichzeitig gezählt wurden. Bei den Synchronzählungen 1997 wurde die meisten Kormorane gezählt: 453 Vögel. Seitdem sinkt ihre Zahl. Vor zwei Jahren hielten sich fünf Kormorane während des Sommers am Neckar und am Breitenauer See auf. Der große schwarze Vogel ist in allen Erdteilen außer in Südamerika anzutreffen. Er ernährt sich von Fischen und lebt deshalb am Wasser. In Europa brütet er in den Küstenregionen im Nordwesten und im südeuropäischen Binnenland - also auch bei uns. (vk) |
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(aus der Heilbronner Stimme 07.08.2000) |
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Kormorane sind auf dem Rückzug |
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Nabu erfasst die Vögel - Drei Winterhalbjahre lang haben engagierte Ornithologen die Kormoran-Winterbestände in Stadt- und Landkreis Heilbronn erfasst. Gezählt wurde stets zeitgleich an allen bekannten Schlafplätzen und immer kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Jetzt liegt das Ergebnis der Vogelzählung von 1999/2000 vor. Es waren nur noch 156 Kormorane. Als Erstes stellten die Naturschützer die Veränderungen in der Umwelt der Wasservögel fest: Am Neckar wurden Pappeln gefällt. Dadurch änderte sich nicht nur das Landschaftsbild. "Es werden Horst-, Brut- und Schlafbäume beseitigt, die eine wichtige Funktion für die Tierwelt haben", Wolfgang Hellwig vom Nabu ist mit dem Verschwinden der Pappeln nicht einverstanden. Bei den Synchronzählungen im Winterhalbjahr wurden insgesamt 156 Kormorane festgestellt, 1998/99 waren es noch 253 gewesen. Weitaus das höchste Vorkommen war im Neckar-Odenwald-Kreis. Dieser Standort wurde mit berücksichtigt, weil er unmittelbar an der Landkreisgrenze bei Gundelsheim-Böttingen liegt. Die Schlafbäume beim Scillawäldchen in Lauffen wurden bis Dezember 1999 gefällt. Der Schlafplatz ist damit erloschen. Auch auf der Lauffener Vogelinsel wurde ein Teil der Schlafbäume beseitigt. Anhaltende Störungen und ein Hochsitz direkt unter den Schlafbäumen im Naturschutzgebiet "Altneckar Horkheim" haben auch diesen Schlafplatz beeinträchtigt. Am Breitenauer See wurden Kormorane abgeschossen. Der Abschuss war legal - wegen einer Allgemeinverfügung des Landkreises Heilbronn. Keine Schlafplätze gibt es mehr im Kocher- und Jagsttal. Auch an den Stauseen im Zabergäu machen Kormarane bloß Station. Ihre Schlafplätze liegen außerhalb des Untersuchungsgebiets. |
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(aus der Heilbronner Stimme 07.08.2000) |