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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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Wasserqualität täglich geprüft |
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Nur Muschelsterben im Neckar - Im Neckar überprüfen die Experten der Gewässerdirektion Neckar täglich an den Gütemessstationen in Kochendorf und Gundelsheim die Qualität des Wassers. Sauerstoffgehalt, PH-Wert, Temperatur und Salzkonzentration werden protokolliert und an die Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) weiter geleitet. Wird ein bestimmter Wert unterschritten - beispielsweise weniger als vier Milligramm Sauerstoff pro Liter -, schlägt die LfU Alarm. 2003 trat gleich fünf Mal der Notfall ein. Dann wurden an den betroffenen Stauwehren Wehrüberfälle organisiert, bei denen das angestaute Wasser verwirbelt und Luft zugeführt wird. Bei Fischen sind die sauerstoffreichen Stellen hinter den Wehren beliebt. Oft tummeln sich dort zahlreiche Forellen. Ein größeres Fischsterben wurde an der Bundeswasserstraße Neckar nicht registriert. Allerdings kam es im Juli wegen der hohen Temperaturen zu einem Muschelsterben bei Horkheim. (kth) |
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(aus der Heilbronner Stimme 08.11.2003) |
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Muscheln
sind an ihren eigenen Exkrementen zugrunde gegangen |
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Das Rätsel um das Massen-Muschelsterben im Neckar ist weitgehend gelöst. Die Muscheln sind an ihren eigenen Exkrementen erstickt. Schuld am Exitus sind die Hitzewelle und - so paradox das klingen mag - die verbesserte Wassergüte des Neckars. Millionenfach schwammen die leblosen weißen Fleischklumpen im Fluss. Aufmerksame Neckarfestbesucher und Fischer alarmierten die Behörden und riefen die Experten der Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) auf den Plan. Die Biologen untersuchten das Massensterben in einer Muschelkolonie in einem Altarm des Neckars bei Horkheim. Nach der Auswertung der Ergebnisse ist die Todesursache des rätselhaften Massensterbens " weitgehend erklärbar", sagt Hartmut Vobis von der LfU: Die so genannten Körbchenmuscheln sind an ihren eigenen Exkrementen erstickt. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der Neckar fließt während der extremen Hitze viel langsamer als sonst. Das heißt, die Ausscheidungen der Muscheln wurden nicht mehr in ausreichendem Maße weggespült. "Dadurch sind die im eigenen Dreck erstickt." Dazu kommt der erhöhte Nahrungs- und Sauerstoffbedarf der Tiere im Juni und Juli - der Paarungszeit. Zurzeit hat der Fluss aber nur noch zehn Prozent seines normalen Sauerstoffgehalts, weil die Hitze so groß ist und viel zu wenig Regen fällt. In den riesigen Muschelbänken bei Horkheim, wo etwa 5000 Exemplare auf einem Quadratmeter lebten, "geht die Sauerstoffkonzentration gegen Null", erklärt Vobis. Doch auch die stetig steigende Qualität des Flusses hat den Tod begünstigt, so widersprüchlich das zunächst klingt. Durch die verbesserte Wassergüte hat der Neckar gutes und nahrungsreiches Plankton. Wo es viel und gutes Futter gibt, vermehren sich auch die Muscheln prächtig. Allerdings habe das Gewässer im Sommer ein " Planktonloch". Durch die niedrigen Wasserstände und den geringen Sauerstoffgehalt gibt es auch weniger Plankton. Und das ausgerechnet zur Paarungszeit der "Corbicula fluminea ". Das Gute wird zum Bösen.Der Exitus hat aber keine weiteren Auswirkungen auf Flora und Fauna des Neckars, haben die Experten festgestellt. Und auch die großen Mengen an Kadavern, die beim Heilbronner Neckarfest im Wasser auftauchten, kamen nicht von ungefähr. Die Veranstalter hatten die Fließgeschwindigkeit des Flusses nämlich künstlich erhöht, damit der Umzug samt Bootskorso nicht gar zu langsam am Publikum vorbei zieht. Es wurde einfach mehr Wasser aus den Schleusen in den Fluss gelassen. Damit schwemmte es aber auch die toten Muscheln in den alten Neckar nach Heilbronn. |
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(aus der Heilbronner Stimme 18.07.2003) |
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Fluss
wird besser |
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Millionen von toten Muscheln schwimmen zurzeit im Neckar. Aufmerksamen Neckarfestbesuchern fielen die kleinen, weißen Kadaver auf. Noch gibt der Muscheltod den Experten Rätsel auf, da droht schon der nächste Öko-Unfall: Biologen befürchten, dass der geringe Sauerstoffgehalt durch die Hitzeperiode den Fischen die Luft zum Leben nimmt. Das sind zwar Besorgnis erregende Nachrichten, die aber keinen Aufschluss über die Qualität des Neckars geben. Denn welche Ursache der Muscheltod auch immer haben mag: Der Neckar, das einstige Sorgenkind aus den 70er-Jahren, mausert sich. Seine Wassergüte wird besser und besser. Die Artenvielfalt steigt und steigt. Auch die Forelle, ist wieder auf breiter Front im Fluss heimisch. Die Biologen des Landesamtes für Umweltschutz (LfU) sprechen sogar von der größten Wiederbesiedlungsphase des Neckars seit der Eiszeit. Zwar könne man das Neckarwasser nicht trinken, und auch vom Baden im Nass raten die Gewässerbiologen ab. Aber der Neckar ist auf einem guten Weg. Außerdem, erklärt LfU-Chefin Margareta Barth: "Die Natur hält mehr aus als man denkt." Daran wird auch das Muschelsterben, so schlimm es sich darstellt, nichts ändern. |
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(aus der Heilbronner Stimme 15.07.2003) |
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Muscheltod, aber kein Fischsterben |
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Während das Volk den Fluss beim Neckarfest zu einer großen Amüsiermeile macht, spielen sich hinter den Kulissen Tragödien mit tödlichem Ende ab. Millionen von toten Muscheln treiben im Neckar. Ursache: unbekannt. Umweltschützer wundern sich aber auch darüber, dass das befürchtete Fischsterben ausblieb. So nah liegen Freud und Leid beieinander: Genau in dem Nass, in dem sich die Neckarfestgesellschaft amüsiert, schwimmen zahllose kleine, weiße Fleischklümpchen. Die Kadaver von Millionen so genannter Körbchenmuscheln, einer aus Asien eingeschleppten Art, die sich schon seit langen vor allem in Schleusen von Neckar und Rhein breit macht. Ratlosigkeit über das Massensterben herrscht auf der MS Max Honsell, dem Messschiff der Landesanstalt für Umweltschutz (LfU), das während des Neckarfestes seinen Anker vor dem Food Court geworfen hat. Margareta Barth, die LfU-Präsidentin, und ihre Biologen schließen unerlaubte Einleitungen für den Muscheltod aus. "Es gibt keine toxische Ursachen", sagt Margareta Barth, das haben Proben ergeben. Das Phänomen sei auch schon am Rhein und in Gewässern in den USA aufgetreten. Immer im Juni/Juli, wenn die Muscheln ihre Sexualorgane ausbilden und die Konkurrenz um Futter und Sauerstoff besonders groß sei. Im Neckar sei die importierte Muschelart schon länger heimisch, erklärt Margareta Barth. Eine Menge so genannter Flora- und Faunaverfälscher sei hier ansässig geworden, also fremder Arten, die zum Beispiel durch Schiffe aus Übersee einwandern. Im Neckar betrage das Verhältnis bereits 50:50. "Da müssen sich die heimischen Arten schon ganz schön anstrengen", sagt LfU-Gewässerbiologe Hartmut Vobis. Dennoch, "das Ökosystem ist damit bisher ganz gut umgegangen." Kurios sei, dass die Körbchenmuschel vor der Eiszeit im Kraichgau lebte und dort heute noch als Fossil gefunden werden kann. "Vielleicht kehren die Auswanderer von einst zurück", erklärt Vobis die Ironie der Geschichte.Definitv nicht verantwortlich für die toten Muscheln ist der geringe Sauerstoffgehalt des Neckars, sagen die LfU-Experten. Der Fluss hat nur noch zehn Prozent der normalen Sauerstoff-Konzentration. "Normalerweise brauchen Fische das Doppelte oder Dreifache, um zu überleben", wundern sich Barth und Vobis unisono. Das LfU könnte aber auch mit ihrem Notfallprogramm Schlimmeres verhindert haben. Denn in dem ungewöhnlich heißen Juni ließ das Amt den Fluss künstlich belüften. Mit Ventilatoren, die für diese extremen Fälle an den Stauwehren installiert sind. Dennoch: Der Sauerstoffgehalt des Neckars ist so gering wie seit zehn Jahren nicht mehr. Und die Hitzewelle soll in der nächsten Woche anhalten . . . |
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(aus der Heilbronner Stimme 14.07.2003) |
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LfU
untersucht Muschelsterben im Neckar (19.8.1997) |
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Im Neckar wird seit dem
19.08.97 von der Mündung stromaufschreitend ein Sterben der erst zu Beginn
der 90er Jahre eingewanderten Muschelgattung Corbicula beobachtet. Diese
Muscheln, die zu deutsch Körbchenmuscheln heißen und bis zu 3 cm groß
werden, sind mittlerweile im Neckar massenhaft anzutreffen. Inzwischen
werden im ganzen Verbreitungsgebiet dieser Muscheln im Neckar, das sich
zwischen Mannheim und dem Raum Heilbronn erstreckt, tote Tiere beobachtet.
Unverzüglich durch die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
(LfU) durchgeführte biologische Untersuchungen ergaben, daß andere Vertreter
der aquatischen Lebensgemeinschaft des Neckars nicht erkennbar geschädigt
sind. Insbesondere trifft dies auch auf die im Neckar seit längerem
heimische Dreikantmuschel zu. |
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(http://www.lfu.baden-wuerttemberg.de/presse/lfu/pressemitteilungen/1997_054.lfu.html) |