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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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Zähe
Fremdlinge im Schlamm |
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Umwelt - In einer Plastikwanne auf dem Heck der MS Max Honsell zappeln Höckerkrebse und ein Egel im Schlamm zwischen nassen Muscheln, Kieseln, Stöckchen und Blättern. Biologe Hartmut Vobis beugt sich über den Inhalt der Wanne, den er gerade mit einem Netz vom Grund des Neckars gefischt hat. „Diese Tiere würden Sie in einem Schwarzwälder Bergbach nicht finden“, sagt Vobis, der für die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, schon seit 30 Jahren die Wasserqualität in den Flüssen Baden-Württembergs überwacht. Messschiff Diesmal ist er
auf dem Messschiff Max Honsell unterwegs, um am Kohlekraftwerk Heilbronn die
Temperatur des Neckars zu messen. „Einem Fließgewässer darf man höchstens 28
Grad zumuten, sonst gerät die Ökologie in Stress“, sagt Vobis. An keinem
anderen Fluss stünden so viele Kraftwerke wie am Neckar und im Sommer gebe
es deswegen Probleme mit dem biologischen Gleichgewicht. |
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(aus der Heilbronner Stimme 22.08.2007) |
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Liebesbeziehung zur Lebensader Neckar |
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Heilbronn - „Ich muss
mit meinem Enkel wiederkommen. Das ist auch etwas für ihn“, sagt Fritz
Natter. Wie viele andere der rund 25 Teilnehmer fand der Heilbronner die
Führung durch die Ausstellung „Heilbronner Einblicke 2007 - Der Neckar vor
dem Kanalbau“ im Stadtarchiv interessant. Teilweise wurden sogar
Kindheitserinnerungen geweckt: Als Werner Föll vom Stadtarchiv von den
Überschwemmungsauswirkungen berichtete, musste ihm Irmgard Döttling
beipflichten. Noch bevor der Kanal durchgebrochen wurde, lebte die
Heilbronnerin in Böckingen. Wenn der Fluss über die Ufer trat, war die
einzige Verbindung zu Fuß zwischen dem Heilbronner Stadtteil und der
Innenstadt die Eisenbahnbrücke.
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(aus der Heilbronner Stimme 14.08.2007) |
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Von alten
Autoreifen bis zu gefüllten Ölkanistern |
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Rund 130 Helfer machten
trotz widrigen Wetters und leichten Hochwassers bei der Neckaruferreinigung
mit |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.03.2007) |
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Aufgeheizter Fluss drosselt GKN-Betrieb |
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Bei der Hitze steigen auch die Flusstemperaturen. 26 Grad Celsius beträgt derzeit die Wassertemperatur am Neckarpegel in Lauffen. Bei 28 Grad müsste die EnBW die Leistungen der Kernkraftwerke in Neckarwestheim drosseln. Der Konzern hat jedoch eine Sondergenehmigung beantragt. „Kritische Marken rücken in
einzelnen Flussabschnitten des Landes in Sichtweite“, sagt
Baden-Württembergs CDU-Umweltministerin Tanja Gönner. Mit steigenden
Temperaturen drohe das ökologische Gleichgewicht in Gewässern zu kippen. Bei
über 28 Grad in Neckar und Rhein seien die Energieversorger gezwungen, die
Leistung der Anlagen zurückzufahren, um die Kühlwasser-Entnahme zu
verringern. |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.07.2006) |
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Den
Neckar ins Bewusstsein bringen |
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Bis zum Landschaftspark Neckar ist es noch ein weiter Weg. Aber es gibt bereits Bausteine: Radwege, Kanutourismus, renaturierte Altarme, Fischtreppen. Damit aus der Vision eines Tages Wirklichkeit wird, müssen die Initiativen vernetzt werden. Anstöße dazu soll der
dritte Neckarkongress der baden-württembergischen Umweltakademie geben, der
gestern in Heilbronn tagte. „Der Neckar läuft noch oft an den Köpfen der
Menschen vorbei, außer es ist Hochwasser“, sagte Fritz-Gerhard Link von der
Umweltakademie. Er hofft auf den Multiplikatoreneffekt der Tagung, zu der
rund 130 Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte, Regionalplaner,
Naturschutz-, Tourismus- und Wirtschaftsvertreter gekommen waren. |
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(aus der Heilbronner Stimme 06.04.2006) |
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Patient Neckar muss belüftet werden |
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Neckaralarm: Weil die
Sauerstoffwerte im Fluss unter einen kritischen Wert gesunken sind, hat das
Landes-Umweltministerium Belüftungshilfe in Gang gesetzt. Am Neckar bei
Gundelsheim hat beispielsweise ein abgesenkter Wehrüberlauf mehr Sauerstoff
ins Wasser gebracht und ein mögliches Fischsterben verhindert. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.07.2005) |
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Immer mehr Bewohner im
Neckar |
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Ein mannsgroßer Wels, tausende
Körbchenmuscheln, Höckerkrebse: Der Neckar rund um Heilbronn lebt. Mehr
Arten denn je tummeln sich im Wasser. |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.08.2004) |
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Funde vom Mostfass bis zum Teppich |
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Ein überraschender
Schneefall in der Nacht und am Samstagmorgen setzte den rund 70 Helfern zu,
die sich beim Tag des Neckars an der Reinigungsaktion der Uferbereiche
zwischen Heilbronn und Haßmersheim beteiligten.
Trotz der teilweise gefährlichen Arbeit an rutschigen Uferböschungen trugen Angler und Motorbootfahrer rund 30 Kubikmeter Müll zusammen. Die Menge von 30 Kubikmetern wäre sicher noch durch zahlreiche Kleinfunde erhöht worden. Diese verbargen sich aber am Samstag unter der geschlossenen Schneedecke. So blieben wohl etliche Flachmänner und Wegwerffeuerzeuge unentdeckt. Die Aktion wird alljährlich von der im Jahre 1979 ins Leben gerufenen Fischhegegemeinschaft Mittlerer Neckar organisiert. Insgesamt haben sich die Sportangler- und Fischervereine aus Heilbronn, Neckarsulm, Heinsheim; Kochendorf, Wimpfen, Gundelsheim und Haßmersheim in der Gemeinschaft zusammengefunden. Ihr Vorsitzender ist der Obersulmer Hermann Kurz. Am Samstag war er mit dem Gewässerwart für diesen Neckarabschnitt, dem Bad Friedrichshaller Hans Frank, unterwegs, um die Aktion zu leiten. Hermann Kurz: "Neben der Ausübung der Fischwaid, -hege, -pflege und der Förderung und Hebung der Fischerei, hat sich unsere Gemeinschaft auch die Überwachung und Reinhaltung der Gewässer im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes in die Vereinsstatuten geschrieben." Auch heuer beteiligten sich etliche Mitglieder des Motorbootclubs Offenau an der Aktion. Erst jüngst ist der Club mit der siebten Flagge Blaue Europa dekoriert worden, als Belohnung für besonders umweltfreundliches Verhalten. Hans Frank erspähte schon kurz nach Beginn der Aktion etwas Weißes. Kurzerhand zog er zwei lange Gegenstände an Land. Es waren zwei achtlos weggeworfene Leuchtstoffröhrenlampen mitsamt Kabel. Weil die Uferböschungen sehr glatt waren, sicherte der Vorsitzende des Offenauer Motorbootclubs den jungen Maximilian, damit der nicht ins kalte Wasser plumpste, als er Plastikteile auflesen wollte. Maximilian half bereits zum dritten Mal beim Tag des Neckars mit und findet die Aktion wichtig und richtig. Die Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte die Jugendfeuerwehr aus Gundelsheim. Die Verantwortlichen handelten sicherheitsbewusst, weil sie eine Gefährdung der rund 20 Jugendlichen durch glatte und manchmal steile Ufer ausschließen wollten. Autobatterien, ein Mostfass, einen Wohnzimmerteppich, ein Pkw-Getriebe, Teile eines Motorrades, ein Fahrrad und ein Einkaufswagen waren unter den 30 Kubikmetern Müll. Trotz der Wetterbedingungen war die Aktion erfolgreich. Der Neckar ist wieder ein Stück sauberer. Lampen und Kabel schmissen Umweltverschmutzer bei Offenau ins Wasser. Gewässerwart Hans Frank fischte sie aus dem Fluß. |
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(aus der Heilbronner Stimme 09.03.2004) |
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Blick auf Turbinen inklusive |
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Sommerführung des Stadtarchivs in den Heilbronner Zeag-Wasserkraftwerken. Wasserkraftnutzung - am Neckar in Heilbronn gibt's das schon seit Jahrhunderten, exakt seit 1333, als die Stadt das Recht erhielt, den Lauf des Flusses zu ändern - Mühlräder eingeschlossen. Die sind zwar inzwischen längst verschwunden, die Kraft des Flusses wird aber heute noch genutzt: im Wasserkraftwerk an der Knorr-Arena. Für stadt- und industriegeschichtlich Interessierte bot sich am Freitag eine der seltenen Gelegenheiten, in das Innere des Gebäudes zu gelangen. Im Rahmen der Sommerführung des Stadtarchivs hatte die Zeag die Türen geöffnet. Bereits ausgebucht ist der zweite Termin am Dienstag. Wie funktioniert das nun mit der Wasserkraft? Das erläuterte Albrecht Krämer, Marketingleiter der Zeag: Im Prinzip braucht es nur ein Wehr, das einen Höhenunterschied verursacht, einen Kanal, der das Wasser auf die Turbinen leitet, und einen Rechen, damit Äste und Unrat nicht die Anlage verstopfen. So funktionierte schon das erste Wasserkraftwerk der Region in Lauffen, und so lief auch die erste Anlage in Heilbronn. Jenes Kraftwerk, Baujahr 1921, steht heute noch, ist aber längst abgeschaltet. "Es war für 300 Kilowatt Leistung ausgelegt", erläuterte Krämer. Zum Vergleich: Das nebenan stehende neue Kraftwerk ist für 1500 Kilowatt gebaut. Seit 1956 ist dieses alte Kraftwerk nicht mehr in Betrieb. Daher durften die Teilnehmer auch einmal auf den Grund des Neckars steigen und sich im nassen, düsteren Kanal die Turbinenschaufeln ansehen. "Hier war noch vieles Handarbeit", sagte Krämer. "Unsere neue Anlage läuft dagegen vollautomatisch." Dort gibt es wiederum zwei Turbinenkomplexe, einen Rechensäuberer (Krämer: "300 Tonnen Müll holen wir im Jahr raus") und sogar eine Fischtreppe. Nur die Stromausbeute ist momentan gering - der Zeiger stand während der Besichtigung gerade mal auf 370 Kilowatt. Eine Turbine wird ohnehin gerade überholt, die andere bringt derzeit weniger Leistung, weil durch die anhaltende Trockenheit weniger Wasser den Neckar hinabfließt - 13 statt normalerweise 65 Kubikmeter pro Sekunde am Kraftwerk. Ans Abschalten denkt die Zeag jedoch noch lange nicht, im Gegenteil: "Mit Wasserkraftwerken lässt sich sehr günstig Strom erzeugen", sagte Krämer. "Wir sind heute froh, dass wir die Anlage damals gebaut haben." |
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(aus der Heilbronner Stimme 11.08.2003) |
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Entschlossen für eine saubere Umwelt am Fluss |
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Die Säuberungsaktion zum Tag des Neckars deckte am Samstag erneut auf, wie unverfroren manche Zeitgenossen mit ihrer Umwelt umgehen. Trotz geordneter Müllabfuhren im Stadt- und Landkreis entledigen sich nicht wenige Mitmenschen ihres Unrates auf die für sie offenbar bequemste Weise: sie schmeißen ihn einfach aus dem Auto. Das haben am Samstag über 200 freiwillige Helfer beim Tag des Neckars fast auf Schritt und Tritt erlebt. Extreme Formen nimmt da der Abschnitt entlang der Bundesstrasse 27 zwischen Gundelsheim und Offenau an. Dort beginnt unmittelbar hinter der Leitplanke eine Böschung, die steil zum Neckar hinunter abfällt. Hunderte Flachmänner, in denen einst hochprozentige Alkoholika waren, fliegen dort aus den Autos die Böschung herunter. Die Haltebuchten werden ebenfalls als Müllabladeplatz missbraucht, stellte der langjährige Gewässerwart in der Hegegemeinschaft und Mitglied im Neckarsulmer Fischerei- und Sportangelverein, der Offenauer Anton Ikker fest. "Das ist unglaublich, was die Menschen so alles während der Fahrt auf diesem kurzen Straßenstück aus dem Auto werfen ", so Ikker. Der Neckarsulmer Verein nahm sich den Abschnitt Offenau - Gundelsheim vor. Die in der Fischhegegemeinschaft mittlerer Neckar organisierten Fischereivereine führen seit etwa 20 Jahren den Tag des Neckars durch, auch um ihre Solidarität mit dem Fluss und dem Lebensraum Neckar zu bekunden. Für den Gewässerwart des 1887 gegründeten Heilbronner Fischereivereins, Marco Sander, ist der Neckar nicht nur eine Wasserstraße, auf der Schiffe fahren. Für den Diplombiologen ist er ein faszinierender Lebensraum, den es zu schützen gilt. Sein Verein war am Samstag in Heilbronn mit 60 Helfern im Einsatz. Sogar weggeworfene Computermonitore fischten sie aus dem Gebüsch am Neckar. Der Kochendorfer Fischereiverein reinigte mit etlichen Helfern den Abschnitt oberhalb und unterhalb der Schleuse. Auch hier kam eine Menge Müll zusammen. Fünf Autoreifen und Plastikfolien waren es hauptsächlich im Abschnitt von der Wimpfener Brücke bis zur Natorampe Offenau. Diesen Abschnitt nahm sich der Motorbootclub Mittlerer Neckar Offenau vor. Auch die Bootfahrer bekundeten somit ihre Solidarität zum Heimatgewässer. Auf der gegenüberliegenden Uferseite späten die Angler des Wimpfener Vereins Wimpina und des Heinsheimer Fischervereins nach Flaschen und Unrat aus. Auch in Gundelsheim war eine schlagkräftige Truppe im Einsatz. Der Sportangelverein war gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr und den Feuerwehren Gundelsheim und Böttingen im Einsatz. Der Böttinger Abteilungskommandant Werner Horwedel: "Für uns stand schon vor Jahren fest, dass wir beim Tag des Neckars mitmachen, das ist eine gute Sache". Der Feuerwehrnachwuchs sammelte engagiert und fleißig ein, was meist erwachsene Menschen weg geworfen hatten. Auch Fischer des badischen Nachbarn Haßmersheim schlossen sich der Aktion an, die von Hermann Kurz von der Hegegemeinschaft geleitet wurde. |
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(aus der Heilbronner Stimme 03.03.2003) |
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Drei
Tonnen Müll am Neckarufer gesammelt |
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(aus der Heilbronner Stimme 04.03.2002) |
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OB zeigt
sich "putz munter" |
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Nico Weinmann hat am Neckarufer einen halben Atomic-Ski gefunden. Ob er zumindest fürs Wasserskilaufen taugt, hat der Freie Wähler nicht ausprobiert. Einen "Molotow-Cocktail" wähnte Stadtrat Ewald Lutz in der "mysteriösen Flasche mit Flatterband". Weniger Dramatisches vermutete OB-Referentin Monika Bonnet hinter dem vergammelten Glas: "Das war wohl eine Flaschenpost." Die Botschaft, die das Behältnis geborgen haben könnte, ist längst den Bach, respektive den Neckar runtergegangen. Ganz im Gegenteil zur Botschaft des Oberbürgermeisters. Gemäß einem Versprechen aus alten Wahlkampftagen hatte Helmut Himmelsbach vergangene Woche zur zweiten Aktion "Heilbronn putz-munter" aufgerufen - und am Samstag mit einem Dutzend Helfer am alten Neckarufer selbst mit angepackt. In die belebte Innenstadt wollte er aber lieber nicht abbiegen. Nicht etwa weil sich der OB womöglich hämische Bemerkungen wie "Kehren Sie eigentlich auch mit eisernen Besen?" hätte anhören müssen. Nein, der Abstecher in den Einkaufsrummel wäre dem bürgernahen Stadtchef dann doch "zu populistisch" gewesen. Gleichzeitig scharte in den Stadtteilen Böckingen und Sontheim der restliche Teil der Verwaltungsspitze - Baubürgermeister Ulrich Frey, Ordnungsbürgermeister Arthur Kübler und Finanzchefin Margret Mergen - Sammeltrupps um sich. Insgesamt 50 freiwillige Saubermänner und Sauberfrauen aus Gemeinderat und Stadtverwaltung wollten "putz munter" mit gutem Beispiel voran gehen. Alle sprachen von einem Erfolg. 65 Institutionen nahmen an der achttägigen Aktion teil, darunter 28 Vereine, 20 Schulen, 16 Kindergärten und eine private Initiative. Im vergangenen Jahr waren es noch 53 Gruppen. Und unter der Rosenbergbrücke beteiligten sich sogar einige Obdachlose augenzwinkernd am Sammeln leerer Getränkedosen. Die Botschaft, die hinter dem kollektiven Großreinemachen steckt? " Als Bürger sollte man nicht meinen, dass mit den Steuern alles erledigt wäre, sondern auch selbst Mitverantwortung tragen", gab ein mit grünen Gummistiefeln, Jeans, Rollkragenpulli und Allwetterjacke bekleidetes Stadtoberhaupt am Rande der Putzaktion zu verstehen. Dass jeder etwas für das Gemeinwohl tun könne, liege bei der Müll- und Umweltproblematik "praktisch auf der Hand". Himmelsbach: " Was ist schon dabei, wenn ich mich mal bücke?" Wer einen Vormittag lang Dosen, Verpackungen und anderen Unrat aufsammelt, "denkt auch anders, über die, die das beruflich machen ". Keinen Hehl machte der Schreibtischmensch am Ende aus seinem "kleinen Muskelkater zwischen Daumen und Zeigefinger". Info: Die Stadt hat ein Bürgertelefon (564040) installiert, über das man auf Müll-Missstände hinweisen kann. 2001 gingen dort 500 Hinweise ein, 2000 waren es doppelt so viele. Für Betriebsamtsleiter Dieter Klenk ist dies ein Indiz dafür, dass Heilbronn immer sauberer wird. |
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(aus der Heilbronner Stimme 25.03.2002) |