Fischereiverein Heilbronn e.V.

gegründet 1887

A n g e l n  -  E n t s p a n n e n  -  H e g e n  -  S c h ü t z e n  -  P f l e g e n

Finale der Muskelmänner
Von Rainer Köller

Finale der Muskelmänner Vorsichtig bereiteten sich die Teilnehmer des Luma-Racing auf dem kalten See bei Stein vor − Luma steht für Luftmatratze. Foto: Rainer Köller

Neuenstadt - In Scharen zogen die Gäste zur Seeanlage bei Neuenstadt-Stein − die Angler hatten zum Seefest eingeladen. Schon am Samstagabend lockten neben der Live-Musik der Gruppe Abgelehnt die inzwischen rundum bekannte Seebeleuchtung und die Wasserspiele. Mit Fackeln und Lichtern gab es an einem der Seen ein buntes Lichterspektakel, dessen Wirkung sich kein Gast entziehen konnte.
Aus Neuenstadt fuhren die historischen Feuerwehrfahrzeuge zum Seefest. Die roten Löschfahrzeuge konnten besichtigt werden. Die Feuerwehr sorgte für Wasserfontänen, die ebenfalls beleuchtet wurden. Auch das war ein Highlight für das Auge eines jeden Besuchers.
Witterung Nach dem Frühschoppen und dem Mittagstisch kam es am Sonntagnachmittag zum Wettkampf der Vereine. Da es immer wieder leicht regnete, schmunzelte der Vereinsvorsitzende Klaus Lohmann mit Blick in Richtung Himmel: "Wir warten auf eine Lücke." Und dieses Warten wurde belohnt. Mehrere Mannschaften verschiedener Vereine traten gegeneinander an. In Form eines Staffelrennens mussten die Teilnehmer auf schmalen Luftmatratzen hinaus auf den See paddeln oder schwimmen, dort eine Boje umrunden und wieder zurückkommen. Im KO-System wurden die besten Mannschaften ermittelt. Im Finale standen sich die Muskelmänner des TSV Stein und des TSV Kochertürn gegenüber. Die Steiner Lokalmatadoren entschieden den Endlauf unter großem Jubel des Publikums für sich. Am Kameradschaftsangeln nahmen 90 Fischer teil. Acht von ihnen waren Jugendliche, lediglich eine Frau schwang die Angelrute. Jugendangler Daniel Feyerabend fing einen Karpfen mit immerhin 1380 Gramm. Der wurde allerdings noch übertroffen von einem Karpfen mit 2,6 Kilogramm, den Wilhelm Strasser fing. Die schwerste Forelle hatte Uli Laudenblos am Haken, und Michael Sperling fing einen Zander mit einem Gewicht von fast zwei Kilogramm.
Klaus Lohmann und Gewässerwart Marco Sander freuten sich, dass so große und gesunde Fische im Angelsee des Vereins sind. Besitzer der Seenanlage bei Stein ist der Fischereiverein Heilbronn. Vorsitzender Klaus Lohmann: "Wir haben auch eine große Strecke am Kocher gepachtet und besitzen am Neckar, an mehreren Bächen und anderen Gewässern das Recht zum Fischen." Für den Verein ist eine gute Jugendarbeit selbstverständlich. Immerhin 40 Kinder und Jugendliche werden von den Jugendwarten betreut.
Artenschutzprojekt Die Heilbronner Fischer sind aber nicht einfach nur "Wurmbader", die Freude am Fischefangen haben. Gewässerwart Marco Sander ist Diplom-Biologe und kümmert sich um viele Artenschutzprojekte. Ohne großes Aufsehen engagiert sich der Verein bei der Aufzucht von gefährdeten Kleinfischarten, die für Angler eigentlich uninteressant sind, aber in der Natur ihren festen Platz haben.
Das Seefest in Stein klang am Montagabend nach der Unterhaltungsmusik der Gruppe Dreamland und dem traditionellen Brillantfeuerwerk aus.

(aus der Heilbronner Stimme 10.08.2010)


Geruhsame Stunden in schöner Natur
Von Rainer Köller

Geruhsame Stunden in schöner Natur Immer zwei Boote starteten gleichzeitig - unter großer Anteilnahme des Publikums - beim Wettkampf der Vereine am Seefest in Stein. Foto: Agentur Kochertal

Neuenstadt - Dieser Festplatz in Neuenstadt-Stein dürfte einer der idyllischsten des Unterlandes sein. Das Seefest des Fischereivereins Heilbronn fand direkt an den malerisch gelegenen Seen statt. Im Festzelt, unter einem riesigen Sonnensegel oder am Seeufer konnten sich die Gäste verwöhnen lassen, gleichzeitig relaxen und die Natur genießen.
Vereinsvorsitzender Klaus Lohmann war froh, dass am Samstag das Wetter mitspielte und alle Bänke besetzt waren, als die Sulmtaler mit ihrer Musik Stimmung machten. Zur Musik hatte der Verein eine romantische Seebeleuchtung installiert. Zusätzlich boten die Mitglieder des historischen Feuerwehrvereins Neuenstadt Wasserspiele an.
Fitness Am Sonntagnachmittag herrschte Trubel und Heiterkeit am See. Beim Wettkampf der Vereine stellten die Dreiermannschaften ihre Fitness unter Beweis. Immer zwei Mannschaften zogen ihr Kanu gleichzeitig an einem Tau über den See. Der Verlierer musste ausscheiden. So wie zum Beispiel eine der Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr. Bei der Wende verloren die drei Feuerwehrleute die Kontrolle über das Boot, und prompt kenterte es. Unfreiwillig wurden sie so zum Lieblingsteam der Zuschauer, denn Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Mithilfe der bereitstehenden Helfer des DLRG wurde das Kanu gelandet und ausgeleert, damit der Wettkampf weiter gehen konnte. Im Finale traten dann eine andere Mannschaft der Feuerwehr und ein Team des Fischereivereins gegeneinander an. Der zweite Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Ronald Pulvermüller, Gewässerwart Marco Sander und der Jugendliche Steffen Gauch zogen den Wehrleuten am Ende davon.
Steffen Gauch schaltete nach dem Rennen sofort um und nahm zusammen mit anderen jungen Anglern ein Kanu, um die Ufer der Seen abzufahren und den von unverbesserlichen Gästen hinterlassenen Müll aufzusammeln. So sorgte die Jugend trotz der zahlreichen Gäste für eine saubere Umgebung.
Und dass die kleine Seenlandschaft voller Natur steckt, zeigte ein Vorfall während der Wettkämpfe. Eine Frauenstimme rief plötzlich „Iiiihh, was schwimmt denn da auf dem See“? Ein Fachmann im Publikum konnte sofort Auskunft geben. Es war Wilfried Hirschläger, Bereichsvorsitzender für Fischerei- und Gewässerschutz der Landkreise Heilbronn, Schwäbisch Hall und Künzelsau: „Das ist eine Ringelnatter“, lieferte er die Erklärung. Das junge Tier schwamm indessen seelenruhig unter einem Kanu durch und verschwand am Ufer.
Der Montag endete mit Musik des Dreamland-Duos und einem Feuerwerk. Für die Helfer gingen drei anstrengende Tage zu Ende.

(aus der Heilbronner Stimme 04.08.2009)


Wacklige Gefährte mit Tücken
Von Waltraud Langer

Beim Seefest in Stein gaben die Mannschaften ihr Bestes. Das Wetter war ideal für diese Gaudi und genauso fürs traditionelle Kameradschaftsfischen. (Foto: Langer)

Neuenstadt - Wir hatten Forellenwetter“, sagt Bernhard Greis vom Fischereiverein Heilbronn. Fast ausschließlich Vertreter dieser Fischart bissen an, als sich 86 Petri-Jünger, darunter zwei Frauen und elf Jugendliche, zum Kameradschaftsfischen bei den Steiner Angelseen trafen. Das Kameradschaftsfischen gehört traditionell zum Steiner Seefest, das die Mitglieder des Fischereivereins seit vielen Jahren bei den Teichanlagen im größten Neuenstädter Teilort auf die Beine stellen.
Kaiserwetter Dass es dazu richtiges Kaiserwetter gibt, freut die Veranstalter ganz besonders, können sie doch, nach einer wetterbedingten Pause im vergangenen Jahr, endlich wieder die beliebten Wettkämpfe der örtlichen Vereine austragen. „Wir warten noch auf zwei Mannschaften“, sagt Vorsitzender Klaus Lohmann und notiert die teilnehmenden Teams: die DLRG aus Oedheim, die Feuerwehr Neuenstadt, die Fischereivereinsjugend, die Steiner Schützen, der TSV Stein, der TSV Kochertürn und bar jeglicher Vereinsstatuten, die Familie Bertsch vom Buchhof - drei Personen je Gruppe. Die Wasserräder - eine Leihgabe der Stadt Heilbronn - werden in Position gebracht und dann geht es los.
Tückisch sind die wackeligen Gefährte, und man kämpft gewaltig mit den Pedalen. Vom Ufer wird angefeuert: „Auf Kai. Du schaffst es, David.“ Nach und nach verabschiedet sich jedoch das Material. Ein Pedal geht kaputt. Ein Lenker bricht. Die Räder sind nicht mehr zu gebrauchen. Da ist Spontaneität gefragt: „Komm, wir schwimmen‘s aus.“ Und so wird es dann noch richtig sportlich, wenn die Teilnehmer gegen den lauen Sommerwind einen Ball vor sich hertreibend die Bojen im See umschwimmen. Es gewinnt die Mannschaft des TSV Kochertürn vor der Familie Bertsch und den Steiner Schützen. In der Vorrunde ausgeschieden sind die Teilnehmer von der DLRG. „Dabei hätten wir beim Schwimmen natürlich die besten Chancen gehabt“, sagt Rudolf Gleich von den Lebensrettern. „Wir sind aber vor allem hier, um den See zu sichern. Jetzt geht es gleich weiter in den Freizeitpark nach Oedheim.“ Das Steiner Seefest bietet neben Geselligkeit, guter Seeluft und frischen Forellen auch noch einiges mehr. Die Oedheimer Schützen sind mit einem Schießstand vertreten und die Jugendgruppe des Fischereivereins veranstaltet eine Tombola, bei der sich der Angler unter anderem über hochwertige Ruten freuen kann. Am Samstagabend ist die Gruppe Otherway gefragt mit einem Repertoire, das sich auf das jeweilige Publikum einstellt.
Feuerwerk „Die Discokids kriegen ab elf ihre Musik“, sagt Klaus Lohmann. Am letzten Tag lockt das Feuerwerk als krönender Abschluss.

(aus der Heilbronner Stimme 09.08.2007)


Im Zelt war es beim Regen gemütlich
Von Waltraud Langer

Seefest-light in Stein - das launische Wetter war schuld, dass das diesjährige Seefest bei der Seeanlage in Neuenstadt-Stein in abgespeckter Variante daherkam. Auch die Fische wollten kaum beißen. Doch der Besucherandrang am Montagabend entschädigte für den eher flauen Sonntag.
Heftige Regengüsse hatten den Boden rund um die Seen aufgeweicht. Die Feuerwehr mit ihrem schweren Gerät konnte nicht anrücken und die Wasserfontänen in Stellung bringen. So gab es keine Wasserspiele am See, als am Samstagabend im Festzelt die Gruppe „Otherway“ ihren Auftritt hatte. Wie schon im vergangenen Jahr hatten die Lokalmatadore in Sachen Musik regen Zulauf im Festzelt. Am Sonntag saß trotz gelegentlicher Regenschauer mancher erwartungsvoll unter dem luftigen Fallschirmdach oder im Freien am idyllischen Seeufer.
Die Wettkämpfe der örtlichen Vereine standen auf dem Programm. Aber es kam niemand. „Nur zwei Vereine hatten sich gemeldet. Einer davon hat dann auch noch kurzfristig abgesagt“, Klaus Lohmann, Vorsitzender des Heilbronner Fischereivereins, der Veranstalter des Seefestes, bedauert das sehr. „Es war wohl das Wetter, aber generell ist die Bereitschaft der Vereinegesunken, bei so etwas mitzumachen“, sagt er. Im Vorstand würde man sich Gedanken machen, was man als attraktive Alternative anbieten könnte.
Das Seefest veranstaltet der Verein mit seinen rund siebenhundert Mitgliedern in erster Linie nicht, um Geld zu verdienen, sondern aus Imagegründen, wie der Vorstand sagt. Schon Wochen vor dem Fest wird damit begonnen, die weitläufige Anlage zu trimmen und besucherfein zu machen.
Auch für die eigenen Leute, wenn diese zum traditionellen Freundschaftsfischen am frühen Sonntagmorgen kommen. Knapp siebzig Fischer warfen in diesem Jahr ihre Angeln nach Karpfen, Zander und Forellen aus. Nur sechs Fische holten sie an Land. „Durch die Hitze in den vergangenen Wochen haben sich jede Menge Algen gebildet, die Fische sehen die Köder nicht“, sagt Kurt Brenner aus Heilbronn.
Allerdings war unter den sechs Fischen auch ein Karpfen mit satten 8,1 Kilo Lebendgewicht. „Das Wetter ist nicht besonders, aber das macht nichts“, sagt Susanne Kneller aus Waiblingen. Mit ihren Kindern sitzt sie mit einer befreundeten Familie aus Stein unter dem wogenden Zeltdach am Seeufer: „Hier ist es auch ohne Sonne stimmungsvoll“.

(aus der Heilbronner Stimme 09.08.2006)


Das Seefest weckt die Urlaubsgefühle
Von Waltraud Langer

Warum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt für Daheimgebliebene ganz nah. In Neuenstadt-Stein fühlt sich der Gast beim Seefest schon wie in den Ferien. Attraktionen zu Wasser und zu Land ziehen Besucher in Scharen an. Auf dem leicht erhöht über dem Kochertal liegenden Gelände zwischen Kochertürn und Stein hat vor gut dreißig Jahren der Heilbronner Angelverein die Seenanlage gebaut. Entstanden sind 80 Hektar Wasserfläche, verteilt auf drei Seen, die heute aussehen als wären sie immer schon da gewesen. "Zum einem See gehört auch ein Seefest", dachten sich schon damals die Verantwortlichen um den damaligen Vorstand und heutigen Ehrenvorstand Adolf Waldvogel und bescherten den Neuenstädtern eines der schönsten Feste im sommerlichen Reigen. Auf dem Gelände neben dem Vereinsheim der Fischer am oberen See sitzen die Gäste. Über ihnen spannt sich ein Zeltdach, duftig wie Seide. "Das ist ein Lastenfallschirm aus ausrangierten Armeebeständen", sagt Festwirtin Eva Bertsch. Vor Sonne und Regen soll das olivgrüne Etwas gleichermaßen schützen. Sanft wogt es im Wind. Unbeschirmt sind die Plätze am Ufer, aber dafür können die Besucher von dort den Blick ungehindert über die Wasserfläche schweifen lassen. Im großen, stabilen Festzelt tritt die Gruppe Otherway auf, und wer die Lokalmatadore hautnah erleben möchte, sichert sich dort einen Platz. Ansonsten gibt's noch einen Bierstand mit Stehtischen und eine Zeltbar. Mancher entflieht dem Trubel kurzzeitig und begibt sich auf einen Rundgang um den See oder sucht sich ein lauschiges Plätzchen im Schilf. Viel Jugend trifft sich auf dem Spielplatz unterhalb des Sees. Dort steht auch Fisherman's Partner, ein Angelausstatter aus Heilbronn-Böckingen und veranstaltet eine Tombola. Jedes Los gewinnt, und der Jugendgruppe des Angelvereins kommt der Einsatz zugute. Kai ist auf den Hauptpreis scharf, ein Schlauchboot mit Außenbordmotor. Bisher hat er nur eine Schirmmütze mit Vereinsaufdruck gewonnen, aber er gibt nicht auf. Eine Besucherin aus Oedheim zieht mit einem Angelkoffer ab. "Den kann ich vielleicht als Kosmetikkoffer verwenden" - nicht jeder ist eben ein Petrijünger. Klaus Lohmann und Marco Sander sind es sehr wohl. Der eine ist der Vorstand des Angelvereins, der andere der Gewässerwart. "Angeln ist ein eher einsamer Sport, hier haben wir die Gelegenheit uns mit unseren Vereinskollegen zu treffen", sagt Marco Sander. Die beiden Angler freuen sich schon auf das Kameradschaftsfischen anlässlich des Seefestes, zu dem 70 Fischer erwartet werden. Die Meldungen für die Wasser-Wettkämpfe der örtlichen Vereine versprechen spannende Stunden. Bei wenig sommerlichen Temperaturen ist den Teilnehmern der Respekt der Besucher sicher. Am gegenüberliegenden Ufer bringen Benjamin Botta, Sven Brixner und Matthias Ritter von der Feuerwehr Stein-Kochertürn Schläuche in Stellung. Aus dem tieferliegenden Teich pumpen sie Wasser hoch und sprühen es in hohen Fontänen über den See. "Wir haben vier C-Strahlrohre, ein B-Strahlrohr und ein Hohlstrahlrohr im Einsatz", erklären die junge Feuerwehrleute. Fontänen anderer Art werden am Montagabend die Feuerwerker aus Cleebronn in den Himmel zaubern. Traditionell setzen sie dem Fest mit einem 20-minütigen Brillantfeuerwerk den fulminanten Höhe- und Schlußpunkt.

Großes Fest des Fischereivereins
Der Fischereiverein Heilbronn veranstaltet ab dem kommenden Samstag, 6. August, bis einschließlich Montag, 8. August, das Seefest auf der Seeanlage im Neuenstädter Teilort Stein. Das Fest beginnt um 17 Uhr. Zum Programm gehören samstags ab 20 Uhr Unterhaltung mit der Band "Otherway", sowie stimmungsvolle Seebeleuchtung und Wasserspiele. Sonntags gibt es vormittags das vereinsinterne Kameradschaftsfischen, Frühschoppen und Mittagstisch. Ab 14 Uhr beginnt der Wettkampf der Vereine, bevor im Anschluss daran den Besuchern Tanz- und Unterhaltungsmusik im Festzelt geboten wird. Am Montag gibt es Siedfleischessen, ab 14 Uhr beginnt das Rentnertreffen, ein buntes Brillantfeuerwerk beendet bei Einbruch der Dunkelheit die Feierlichkeiten. Der Eintritt ist frei. (cch)

(aus der Heilbronner Stimme 08.08.2005)


Die La Ola-Welle kommt aus dem See
Von Roland Kress

Zum 31. Mal feierte der Fischereiverein Heilbronn um Vorstand Klaus Lohmann am Wochenende sein Seefest. Bei hochsommerlichen Temperaturen lockten die Seeanlagen zwischen Stein und Kochertürn an drei Tagen wieder hunderte von Besuchern an den idyllisch gelegenen Ort.

Bereits am ersten Abend fanden sich zur Musik von "Otherway" viele Festgäste unter dem großen Fallschirm und den bunten Lichterketten am Festgelände ein. Zum traditionellen Kameradschaftsfischen am Sonntagmorgen hatten sich 84 Teilnehmer eingefunden. Bei Sauerbraten, Spätzle und Salat herrschte trotz Badewetter um die Mittagszeit ein reger Festbetrieb. Mit Spannung wurden die Wettkämpfe der Vereine auf dem See erwartet. Beim Kampf mit dem Styroporblock musste eine Person auf dem Block liegend von dessen zwei Begleitern nach der Wende an einer etwa 30 Meter entfernten Boje wieder sicher an das Ziel zurückgebracht werden. Von den zwölf teilnehmenden Mannschaften ragte das einzige Mädchenteam der Pfarrjugend mit Corinna, Cornelia und Sabrina in ihren bunten Fischkostümen zumindest optisch heraus. Beim sportlichen Wettkampf kam aber bereits in der ersten Runde das Aus. Aber auch das Schlümpfe-Team mit ihren blau bemalten Gesichtern oder die Riesenbabys mit ihren weitläufig angelegten Windeln zogen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Nach manch spannenden Zweikämpfen setzte sich im kleinen Finale der Musikverein Stein gegen die Feuerwehr aus Neuenstadt durch. Begeisterte Anfeuerungsrufe des Publikums trieben beim Finale zwischen den Seniorenfußballern aus Stein und der DLRG Oedheim die Männer zu Höchstleistungen. "Hopp, hopp, hopp. Auf geht's, schneller, schneller." In einem dramatischen Schlussspurt setzte sich die DLRG schließlich knapp durch. Verdienter Applaus jedoch für alle Mannschaften, und Kai von den AH-Fußballern war fix und fertig, "das ist wie nach einem Trainingsabend". Nach dem Wettkampf erfrischten sich die Mitwirkenden mit einem Sprung in das kühlende Nass und feierten mit einer La-Ola-Welle aus dem See heraus. Bei der anschließenden Siegerehrung durften die Mannschaften mit Unterstützung der Festwirtsfamilie Bertsch wieder auserlesene Getränkepreise in Empfang nehmen. Am Abend sorgte DJ Uwe Messner noch einmal für Partystimmung, während ein farbenprächtiges Feuerwerk am Montagabend das Seefest des Heilbronner Fischereivereins beendete.

(aus der Heilbronner Stimme 10.08.2004)


Feuerwerk beschließt ein tropisches Seefest in Stein
Von Roland Kress

Zum 30. Mal feierte der Fischereiverein Heilbronn um Vorstand Klaus Lohmann sein Seefest. Bei hochsommerlichen Temperaturen lockten die Seeanlagen zwischen Stein und Kochertürn an drei Tagen hunderte von Besuchern an den idyllisch gelegenen Ort.
Was 1972 noch in kleinem Festrahmen begann, ist bei der Bevölkerung rund um Stein und Kochertürn zu einem festen Bestandteil im Festkalender geworden. So genossen bereits am Samstagabend viele unter bunten Lichterketten das einzigartige Flair in den Seeanlagen. Auch eine Gästegruppe aus Japan war von dieser Veranstaltung begeistert und ließ es sich bei einer geräucherten Forelle mit schwäbischem Kartoffelsalat gut gehen. Für Unterhaltung sorgte Alpen-DJ Uwe Messner aus Stein und spätestens bei Petrys Wahnsinn war auf dem herrlichen Festgelände Partystimmung angesagt.
Am Sonntagmorgen hatten sich 79 Teilnehmer zum traditionellen Kameradschaftsfischen eingefunden. Viel Gaudi war beim Wassertauziehen der Vereine angesagt. Sieger wurde die Feuerwehr aus Neuenstadt vor dem Fischereiverein Gochsen, dessen Bootsbesatzung beim Wettkampf buchstäblich baden ging. Die Plätze drei und vier gingen an den Fischereiverein Heilbronn und die Kleinkaliberschützen aus Stein. Grandioser Abschluss eines im wahrsten Sinne des Wortes heißen Seefestes bildete ein herrliches Feuerwerk. Viele Besucher brachten sich dabei kurz nach 22 Uhr am Seeufer in Position, um das farbenprächtige Spektakel mit Begeisterung zu erleben.

(aus der Heilbronner Stimme 07.08.2003)


Große Teichmuscheln und junge Schwäne
Von Waltraud Langer

Muscheltauchen und mit den Schwänen um die Wette schwimmen: Packt einer die Badehose ein in Stein, so braucht er nicht an den Wannsee und auch den Trubel am Breitenauer See kann er sich sparen. Die Angelseen des Heilbronner Fischereivereins in Neuenstadt-Stein bieten naturnahen Badespaß vor der Haustüre. Als 1973 der 1887 gegründete Verein das Gelände zwischen Kochertürn und Stein in Erbpacht von der Stadt Neuenstadt und dem Haus von Gemmingen-Maienfels übernahm, um dort eine Seeanlage zu errichten, wurde einer der drei Seen als Schwimmsee deklariert. Er wird nicht befischt und dient zur Aufzucht von Friedfischen. Die Kneippanlage am Badesee speist sich aus einer Quelle und erfrischt bei sechs bis acht Grad. Ganztägig von der Sonne beschienen, ist der See mit seiner hohen Wassertemperatur gut für Mensch und Jungfisch. Rotaugen, Karpfen und Schleien fühlen sich darin wohl, weiß Marco Sander, Diplom-Biologe und Gewässerwart des Vereins. Im Herbst werden sie abgefischt und im Kocher eingesetzt. Trotz derzeit südländischer Temperaturen verlieren sich nur wenige Badegäste am schilfbestandenen Ufer. Eine Schwanenmutter lässt sich von vereinzelten Schwimmern nicht einschüchtern. Mit ihrem flauschigen Jungen im Schlepptau zieht sie gemächlich ihre Bahn. Nachdem der Angelsee wohl als geeignet geortet war, landeten im Frühjahr Vater und Mutter Schwan und bauten ihr Nest auf der Insel eines der Seen. "Ursprünglich waren es drei Junge", erzählt Marco Sander und hat den Fuchs in Verdacht. Im Herbst wird die Familie sich in Richtung Kocher davonmachen. Mit den Füßen haben zwei Buben etwas Hartes am schlammigen Seegrund erspürt. Handtellergroße Muscheln holen sie herauf. "Das sind Teichmuscheln. Die können mit den Wasservögeln in den See geraten sein ", vermutet der Biologe. Die Funde werden von den Eltern begutachtet und dann wieder ins Wasser geworfen. Nur kurze Zeit können die Teichmuscheln im Trockenen überleben. Die tiefste Stelle mit 2,50 Metern ist dort wo der "Mönch" sitzt. Das ist eine Ablassvorrichtung in Richtung Gießgraben. Info: Vom 2. bis 4. August wird es auch am geruhsamen Steiner Badesee laut werden. Dann ist Fest bei der Fischerhütte am oberen See, bei dem der 30. Geburtstag der idyllischen Seeanlage gefeiert wird.

(aus der Heilbronner Stimme 15.07.2003)


Wasserspiele und Brilliantfeuerwerk

Seefest in Neuenstadt-Stein. In der Seeanlage in Neuenstadt-Stein feiert der Fischereiverein sein diesjähriges Seefest. Los geht es am Samstag, 3. August, um 17 Uhr. Ab 19 Uhr kann man im Festzelt tanzen, ab 22 Uhr erstrahlt der See und jede Menge Wasserspiele sind angesagt. Am Sonntag, 4. August, findet vormittags das vereinsinterne Kameradschaftsfischen statt, um zehn Uhr wird zum Frühschoppen eingeladen, um zwölf Uhr zum Mittagstisch. Der Wettkampf der Vereine startet um 14 Uhr, ab 19.30 Uhr wird dann wieder zum Tanz aufgespielt. Der Montag, 5. August, beginnt um zwölf Uhr mit Siedfleisch und Meerrettich. Die Rentner treffen sich um 14 Uhr, ab 19 Uhr stehen die Musiker zum letzten Mal auf der Bühne. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Brillantfeuerwerk gezündet. (red)

(aus der Heilbronner Stimme 01.08.2002)


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