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Fischereiverein Heilbronn e.V. |
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gegründet 1887 |
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A n g e l n - E n t s p a n n e n - H e g e n - S c h ü t z e n - P f l e g e n |
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Ein
Drittel aller Süßwasserfische ist vom Aussterben bedroht |
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Mehr als ein Drittel der
Süßwasserfische in Europa ist nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN vom
Aussterben bedroht. Zwölf Arten seien bereits verschwunden, berichtete die
IUCN, die am Donnerstag im Schweizer Gland das Handbuch der Europäischen
Süßwasserfische vorstellte. Fische seien stärker gefährdet als Vögel oder
Säugetiere. "Angesichts von 200 Fischarten in Europa mit einem hohen
Aussterberisiko müssen wir jetzt handeln, um eine Tragödie zu vermeiden",
sagte IUCN-Sprecher William Darwall. |
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(aus der Heilbronner Stimme 02.11.2007) |
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Intakte Lebensräume, gesundes Trinkwasser
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REGION HEILBRONN -
Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Der Begriff ist sperrig, was
dahintersteckt aber wichtig. Das Ziel heißt: Intakte Lebensräume an Flüssen,
Bächen und Seen. Und gesundes Trinkwasser. Bis 2015 soll das in der
Europäischen Union erreicht sein. |
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(aus der Heilbronner Stimme 28.03.2007) |
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Fisch des Jahres ist im Kocher daheim |
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Zwischen Gochsen
und Kochersteinsfeld fühlt sich die Schleie besonders wohl |
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(aus der Heilbronner Stimme 12.01.2007) |
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2,5
Tonnen Fische aus dem See gefischt |
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Das Rückhaltebecken
Michelbachsee wurde für Revisionsarbeiten abgelassen. Schwupps,
und der Fisch ist wieder rausgehüpft. |
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(aus der Heilbronner Stimme 13.11.2006) |
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Den
Neckar ins Bewusstsein bringen |
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Bis zum Landschaftspark Neckar ist es noch ein
weiter Weg. Aber es gibt bereits Bausteine: Radwege, Kanutourismus,
renaturierte Altarme, Fischtreppen. Damit aus der Vision eines Tages
Wirklichkeit wird, müssen die Initiativen vernetzt werden. Anstöße dazu soll der dritte Neckarkongress der baden-württembergischen Umweltakademie geben, der gestern in Heilbronn tagte. „Der Neckar läuft noch oft an den Köpfen der Menschen vorbei, außer es ist Hochwasser“, sagte Fritz-Gerhard Link von der Umweltakademie. Er hofft auf den Multiplikatoreneffekt der Tagung, zu der rund 130 Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte, Regionalplaner, Naturschutz-, Tourismus- und Wirtschaftsvertreter gekommen waren. Die Pläne aus den Schubladen holen, die Kommunikation zwischen den Neckar-Anrainern verbessern und zwischen den verschiedenen Interessenslagen vermitteln, auch dazu soll der von Stadt- und Landkreis Heilbronn und vom Regionalverband Heilbronn-Franken unterstützte Kongress beitragen. Der Heilbronner Baubürgermeister Ulrich Frey präsentierte unter dem Motto „Insel im Fluss“ die Chancen, die die Heilbronner Bundesgartenschau 2019 für die Entwicklung des Neckarparks bietet. Grünflachenamtsleiter Hans-Peter Barz zeigte am Beispiel des Altneckars bei Klingenberg, dass eine Ausgleichsmaßnahme wie dort für die Stadtbahn ein Baustein für den Neckarlandschaftspark sein kann. Die Renaturierung des Gewässers lässt die Natur mit Amphibien, Eisvögeln und Libellen erleben und ermöglicht es, den Neckar dort für Erholung und Freizeit nutzen. Doch es ging nicht nur um Tourismus und Naherholung, auch die Verkehrsfunktion des Neckars und die Bedeutung als Siedlungs- und Lebensraum sind wichtig. Die Schifffahrt drängt auf einen Ausbau der Schleusen, die bei einer Länge von 110 Metern für 95 Prozent der Rheinschiffe zu kurz sind. „Das derzeitige System ist ein technisches Denkmal“, sagte Regionalverbandsdirektor Dr. Ekkehard Hein. „Wenn sich am Neckar nichts tut, dann findet in zehn Jahren kein Güterverkehr mehr statt“, erläuterte Gerd-Jürgen Britsch, Geschäftsführer der Reederei Schwaben. Die Binnenschifffahrt sei jedoch der umweltfreundlichste und kostengünstigste Verkehrsträger. Interessenskonflikte mit Ökologie und Umsetzung der Europäischen Wasserschutzrichtlinie sind vorhanden. Dennoch können nach Ansicht von Dr. Michael Schramm vom Fischereiverband beim Schleusenbau gleichzeitig auch Fischumgehungsgewässer entstehen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 06.04.2006) |
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Riesen-Aquarium
vor der Harmonie |
Fische
bestaunen direkt vor der Heilbronner Harmonie, das ist möglich bis
Donnerstag, 6. April. Das nach Angaben des baden-württembergischen
Fischereiverbandes größte mobile Aquarium ist seit gestern dort aufgebaut.
Das Schaubecken lässt Betrachter eine Vielzahl heimischer Fischarten
beobachten und kennen lernen.Der Anlass für die Fische-Schau ist der Neckarkongress der Akademie für Natur- und Umweltschutz, der am Mittwoch in der Harmonie tagt. Die Akademie unterstützt das Großaquarium ebenso wie die Heilbronner Versorgungs GmbH, Stadt- und Landkreis Heilbronn und der Regionalverband. (kis) |
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(aus der Heilbronner Stimme 04.04.2006) |
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Der
Edelkrebs kommt nach Hause |
Nach einem Krebskataster des
Landesfischereiverbandes bevölkert der Steinkrebs erstmals seit einem
halben Jahrhundert wieder heimische Gewässer in der Region. Der Grund:
Sauberes Wasser. Mit
dem Aussetzen amerikanischer Arten in deutsche Fließgewässer wurde die
Krebspest eingeschleppt. Einheimische Krustentiere konnten nur noch in den
Quellbereichen einiger Bäche überleben. Der Bereich Unterland /
Hohenlohe des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz
Baden-Württemberg hat in diesem Monat ein Projekt zur Erfassung und
Dokumentation heimischer Krebsarten auf den Weg gebracht. Notwendig wurde
dieses Konzept aufgrund ausländischer Exemplare, die inzwischen den Neckar,
die Kocher und teilweise auch schon die Brettach besiedelt haben.Bei Probenentnahmen am Ortsdurchlauf in Cleversulzbach sowie am Oberlauf der Sulzbach fand Bereichsleiter Wolfgang Sitter Köcherfliegenlarven, Unmengen an Bachflohkrebsen, Libellenlarven und Eintagsfliegenlarven. "Von der Artenvielfalt der Nährtiere her ein sehr sauberes Gewässer, schätzt der Fischereiexperte die Wasserqualität des Baches ein. Jedoch fehlte von Krebsen und Kleinfischen bis dato noch jede Spur. Erst als die Aktion bereits erfolglos abgebrochen werden sollte, berichtete ein hinzugekommener Diplombiologe, dass er unweit der Untersuchungsstelle, etwa 30 Meter weiter oben, mit seiner Jugendgruppe Steinkrebse festgestellt hatte. Somit verlief die Untersuchung doch noch positiv, da die Gewässerexperten schützenswerte Restbestände des kleineren Steinkrebses im Quellbereich des Sulzbaches fanden. Dennoch gibt es zwischen dem Cleversulzbacher Bestand und der Krebspopulation in der Brettach eine lange krebsfreie Strecke. Es gelte nun zu prüfen, ob und welche Maßnahmen zum Erhalt des Lebensumfeldes für diese Tiere einzuleiten sind. |
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(aus der Heilbronner Stimme 21.07.2005) |
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Immer
mehr Bewohner im Neckar |
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Ein mannsgroßer Wels, tausende
Körbchenmuscheln, Höckerkrebse: Der Neckar rund um Heilbronn lebt. Mehr
Arten denn je tummeln sich im Wasser. So gut wie tot war der Fluss in den 70er Jahren. Der Mensch hatte es auch in der Region fast geschafft, fast alle Fisch - und Tierarten im Neckar auszurotten. Vor kurzem dagegen zieht ein Angler einen mannsgroßen Wels aus dem Altneckararm in Heilbronn. Die Lebewesen sind wieder da. Das heißt: Die Wasserqualität des Neckar ist wieder gut, so der Gewässerbiologe Hartmut Vobis von der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg in Karlsruhe. Mehrmals im Jahr kreuzt deren Untersuchungsschiff auch rund um Heilbronn und nimmt Wasserproben. Was dabei den Experten in die Fänge kommt, freut den Biologen. Die Körbchenmuschel zum Beispiel. Ein Neuling im Neckar. Erst die Schifffahrt hat ihn vom kaspischen Meer mitgebracht. Im Ballastwasser der Schiffe oder den Filtern sitzen sie und werden irgendwo abgelassen. Fühlen sie sich wohl, vermehren sie sich. Ein Einwanderer ist auch der Höckerkrebs: "Der scheint unsere heimischen Bachflohkrebse zu verdrängen. Deren Überlebensstrategien sind besser", prognostiziert der Experte Hartmut Vobis. Wo Egelarten auftauchen ist das Wasser dreckig, wo Insektenlarven überleben, ist das ein Zeichen für die gute Qualität des Wassers. Oberhalb der Kochermündung gibt der Fachmann dem Neckar die Note 2 bis 3, unterhalb ist's eine 2. Schlammröhren- und Vielborstenwurm, Schneckenarten, Schlickkrebs, Steinfliegenlarven bewohnen als Folge den Fluss. Auch unter den Fischen nimmt die Artenvielfalt stetig zu. Dass der 1,80 Meter lange Wels an einem Haken im Altneckararm hing, verwundert Rainald Hoffmann, Fischereireferent beim Regierungspräsidium Stuttgart, nicht. Und Neckarkenner sprechen sogar von einem viel größeren Exemplar, das weiter im Neckar seine Runden dreht. Ab und an komme der Raubfisch an die Oberfläche und - schwupps - sei eine Ente weg. "Das kann schon sein, Welse werden groß und sind nicht zimperlich." Seit den 80er Jahren beobachtet Hoffmann, wie sich Welse im Neckar immer heimischer fühlen. Sie waren fast verschwunden. Über 40 Fischarten bevölkern inzwischen den Neckar. "Das ist eine Zahl wie vor etwa 200 Jahren." Nur: Manche Arten fehlen, andere sind dazugekommen. Die vielen Staustufen verhindern heute den Nachwuchs von Langdistanzfischen, die vom Meer in den Rhein und dann in den Neckar schwommen. Auch der Maifisch hat es schwer. Er will zum Laichen neckaraufwärts. Das geht nicht mehr. Nasenfische, Brassen und Barben: Alle fühlen sich heute vor allem in den Altarmen bei Horkheim und Neckarsulm wohl, hat Rainald Hoffmann festgestellt. Und wer was am Haken hängen hat, kann das unbesorgt auf den Teller bringen: "Die Grenzwerte der Schadstoffbelastung der Fische werden inzwischen nie mehr überschritten." |
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(aus der Heilbronner Stimme 05.08.2004) |
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Projekt
in Cleebronn soll Forellen retten |
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Die abgelaufene bau- und
wasserrechtliche Genehmigung einer Fischzuchtanlage in Cleebronn hat in der
Führungsetage des Verbands für Fischerei und Gewässerschutz
Baden-Württemberg die Idee reifen lassen, hier durch Aktivitäten der
Mitgliedsvereine die Bachforellensituation in der Zaber nachhaltig zu
unterstützen. |
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(aus der Heilbronner Stimme 26.01.2005) |
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Fische kreuzen gegen den Strom wie Segler gegen den Wind |
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(aus der Heilbronner Stimme 28.11.2003) |
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Fischer
stecken in der modrigen Schlammbrühe |
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(aus der Heilbronner Stimme 04.10.2003) |
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Wehr soll
ökologisch sinnvoll umgebaut werden |
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Umweltverträgliche Stromerzeugung aus der Wasserkraft der Zaber? Die Verantwortlichen der Naturata Spielberger AG in Brackenheim, Betreiber der Burgermühle, haben nach zweieinhalb Jahren die Initiative neu belebt. Bereits im März 2001 hatten sich die
Experten der Gewässerdirektion Besigheim, des Landratsamts Heilbronn und des
Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz Baden-Württemberg Gedanken
gemacht, wie man am Brackenheimer Zaberwehr eine ökologisch sinnvolle
Energiegewinnung realisieren könnte, bei gleichzeitiger Wiederherstellung
der Durchgängigkeit von Wehranlagen für Fische und aquatische |
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(aus der Heilbronner Stimme 29.08.2003) |
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Positive
Gewässerschau an der Jagst |
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Nachdem die örtlichen Fischereivereine ihren Frühjahrsputz an den Uferregionen der Jagst dieser Tage beendet hatten, kam es jetzt zu einer Gewässerschau. Auf dem rund 60 Kilometer langen Unterlauf zwischen Duttenberg und Bieringen war die Hegegemeinschaft Jagst mit der Gewässerdirektion Neckar, Bereich Besigheim, unterwegs. Der Eindruck über den Naturzustand der Jagst auf der Grundlage von zehn Anlaufpunkten war nach Einschätzung der Sachverständigen insgesamt sehr positiv. Startpunkt der nach einem Zeitplan abgehaltenen Stippvisite im Schnellverfahren war beim Kraftwerk Duttenberg. Von dort ging es flussaufwärts mit Stop an der Kläranlage Herbolzheim. Die weiteren Stationen waren die Schneidmühle Neudenau, die Brücke in Siglingen, das Wehr mit der Fischtreppe in Züttlingen, der Pegelbereich Möckmühl, die Brücke Ruchsen, die Ortsgrenze Widdern sowie die Brücken in Jagsthausen und Bieringen. An den genannten Haltepunkten kam es zu fundierten und lebhaften Gesprächen zwischen den Vertretern der Gewässerdirektion Carsten Scholz und Peter Roth und den Mitgliedern der jeweiligen Fischereivereine. Letztere hatten Gelegenheit, ihre Anregungen vorzutragen und darzulegen, wo der Schuh drückt. Beim Abschlussgespräch in Schöntal wurden detaillierte Ergebnisse ausgewertet und diskutiert. Sowohl positive als auch negative Angelegenheiten hinsichtlich Gewässer-Reinhaltung, Uferbewuchs, Fischbestände mit deren Lebensbedingungen und Laichplätzen, wurden erörtert. Nach Mitteilung von Ernst Nagel der Gewässerdirektion Künzelsau wurden in letzter Zeit im Bereich Schöntal insgesamt 15 Biotope errichtet. Die Fischerei-Hegegemeinschaft Jagst wurde vor einem Jahr gegründet, um die anstehenden Aufgaben rund um die Pflege des Fischbestandes gemeinsam in den Griff zu bekommen. Insgesamt sind elf Vereine auf Initiative von Rolf Grimm, Möckmühl-Züttlingen, zusammengeschlossen. Beteiligt sind im Einzelnen die Hegegemeinschaft Neckar (Bereich 8), der Fischerei- und Sportanglerverein Neckarsulm, der Angelsportverein Möckmühl, der Württembergische Anglerverein Stuttgart, der Hohenloher Fischereiverein Künzelsau sowie die Fischereivereine des Stadtgebietes Neudenau, Ruchsen, Widdern und Jagsthausen. Eine umfassende Hegekonzeption wurde dazu erstellt vom Biologen Dr. Berthold Kappus, Neudenau-Siglingen, der maßgeblich an der Projektgruppe Hohenlohe der Universität Hohenheim zur ökologischen Untersuchung des Jagstgebiets mitwirkte und seine Erfahrungen einbringen konnte. |
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(aus der Heilbronner Stimme 10.04.2003) |
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Traditionelles Karpfenessen verliert an Beliebtheit |
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Pattensen (dpa) - Graublau bis grün wimmelt es in der Hälteranlage bei Pattensen im Landkreis Harburg. Unzählige Spiegelkarpfen suchen nach Nahrung im klaren Heidebachwasser der Aue, das durch die Anlage geleitet wird. Die eingehängten Netze sind voll. Dennoch: Die Zeit der traditionellen Karpfenessen mit Silberbesteck, Kerzenschein und gutem Wein ist offensichtlich vorbei. «Junge Hausfrauen wollen keinen Karpfen mehr auf den Tisch bringen. Karpfen blau ist für jüngere Leute langweilig und andere Rezepte haben sich noch nicht durchgesetzt», sagt Torsten Lübbers von einem der größten deutschen Importeure für lebende Fische, Möller Reichenbach. Außerdem gebe es weniger große Familien, die zu den Festtagen Karpfenessen zelebrierten. Ob Heiligabend, Silvester oder an anderen Wintertagen, hauptsächlich seien es die älteren Leute, die noch am traditionellen Karpfenessen festhalten, meint der 38-Jährige. Dabei liegt Karpfen als ökologisch produziertes und leicht bekömmliches Lebensmittel im Trend, meint Jens Schrader vom Interessenverband Lebendfischhandel. «Die Tiere wachsen natürlich in großen Teichen auf und ernähren sich nur vom Plankton. Der Fisch ist nicht halb so fett wie Rindfleisch. Auch sein Cholesteringehalt liegt weit unter dem von Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch», sagt Schrader. Neue Abnehmer haben die Fischhändler in zugezogenen Osteuropäern gefunden. «In Russland, Polen und den baltischen Ländern gehört Karpfen einfach zum Weihnachtsfest», sagt Lübbers. Doch das gleiche den deutlichen Rückgang im Geschäft mit dem schnellwüchsigen Zuchtfisch längst nicht aus. «Neue Kunden haben wir inzwischen gewonnen, weil wir Karpfen auch filetiert anbieten. Damit berücksichtigt der Handel auch die zahlreichen Single-Haushalte.» Filets seien auch deshalb von Vorteil, weil die vielen kleinen Gräten des Schwanzteils mit einem Steaker zerhackt werden. Zudem eigneten sie sich auch für moderne Gerichte. Die rund 300 Tonnen Karpfen, die Lübbers in der Saison vom Buß- und Bettag bis Ostern an Restaurants, Lebensmittelketten und Einzelhandelsgeschäfte abgibt, bezieht er hauptsächlich aus Sachsen, ein kleiner Teil kommt aus Tschechien. Die Fische werden in belüfteten Wassertanks auf Lastwagen in den Norden transportiert und kommen dort bis zum Verkauf in die Hälterbecken. Das Geschäft ist hektisch und lässt keine Pause zu, denn 80 Prozent der Karpfen werden im Dezember verkauft. In diesem Jahr mit 7,50 Euro pro Kilo für etwa 15 Prozent mehr. Im Frühjahr hätten Besatzfische gefehlt und während des Hochwassers seien viele Karpfen einfach weggeschwommen, begründet Fischfachmann Jens Schrader den Preisanstieg. |
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(aus der Heilbronner Stimme 30.12.2002) |
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Plädoyer
für totes Holz im Bach |
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Nein, es ist keine Faulheit, wenn die Bauhofleute abgestorbenes Holz in Flüsschen und Bächen einfach liegen lassen. Sie tun damit der Natur was Gutes. Darauf wiesen Fachleute bei den Gewässernachbarschaftstagen " Schozach-Zaber-Lein" und "Kocher-Jagst-Sulm" hin.
"Außerhalb der Orte sollte man Äste, Zweige und Stämme im Wasser lassen", erklärt die Fachfrau. Groß sei der ökologische Nutzen: "Das Holz ist Lebensgrundlage für viele Tiere. Zum Beispiel Fliegen, Mücken und Biber." Auch verändere das tote Holz im Lauf die Dynamik des Gewässers - "es entsteht also ein natürlicher Verlauf". Und eben das sei mittlerweile gewünscht. "Klar gibt's noch vielerorts die Einstellung: Der Bach muss ausgeputzt und sauber sein. " Dieses Bewusstsein zu verändern, ist Ziel des Fachtages. " Weniger ist mehr" und "Lassen statt machen": Mit solchen Schlagworten appelliert Biehl an die Teilnehmer. Beim Abstatter Bauhofleiter Roland Walter ist die Botschaft längst angekommen. " Das Problem ist, das an die Bürger ranzubringen, vor allem an die älteren ", sagt Walter. "Die nennen das Verwahrlosung." Auch den großen Nachteil des Totholzes bringt Jakobine Biehl zur Sprache: "Es kann sich vor Brücken stauen." Besonders bei Hochwasser sei das gefährlich. Deshalb rät sie, das Holz nur abseits der Orte im Wasser zu lassen und so genannte "Totholzfänger", Rechen zum Beispiel, einzubauen. Wie ist's eigentlich um die Wasserqualität in den kleineren Flüsschen des Landkreises Heilbronn bestellt? "Mittlerweile recht gut." Vorbei die Zeiten, als Abwasser wesentlich unkontrollierter eingeleitet wurde. "Mittlerweile braucht man für jede Einleitung eine wasserrechtliche Genehmigung. |
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(aus der Heilbronner Stimme 07.12.2002) |
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Mehr
Platz für die Fische |
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Mit der Wasserqualität geht's wieder aufwärts, jetzt müssen noch Lebensräume für Fische geschaffen. Wie sich das in Einklang mit der Nutzung des Neckars als Bundeswasserstraße bringen lässt, darüber informierte der Arbeitskreis Umwelt der Lokalen Agenda 21. Seit den 70er Jahren kommen sie wieder. Von 30 Fischarten, die im damals noch stark verschmutzten Neckar zu überleben versuchten, hat sich das Spektrum wieder auf an die 60 Arten erweitert. Mittlerweile ist selbst die Meeresforelle wieder auf dem Vormarsch flussaufwärts. "Sie wurde bereits in Hirschhorn festgestellt", berichtete Berthold Kappus von der Universität Hohenheim. Er war einer der Experten, die den mehr als 90 Zuhörern im vollbesetzten Zunftsaal im Haus des Handwerks die Situation des Flusses und mögliche Verbesserungsmaßnahmen vorstellten. Im Mittelpunkt stand natürlich die Region Heilbronn. Und hier vor allem der Altarm bei Horkheim. Seit dem Ausbau des Flusses zur Bundeswasserstraße fristet dieser Abschnitt ein Dasein zwischen Biotop und gefährdeter Fläche: Zwar kann das Wasser hier nach wie vor unreguliert fließen und Geröll transportieren - doch dazu muss erst einmal genug Wasser da sein. "Im Sommer fällt der obere Teil manchmal trocken, weil das Stauwerk alles umleitet in den Kanal, damit dort Schiffe fahren können", berichtete Anke Albrecht von der Gewässerdirektion Mittlerer Neckar in Besigheim,. Dort ist IKoNe angesiedelt, das "Integrierende Konzept Neckareinzugsgebiet". Im Rahmen dieses Projekts wurden 79 Vorhaben ausgewählt, um die Qualität des Neckars und der Nebenflüsse zu verbessern. Eines ist der Horkheimer Altarm. Nicht überall hat IKoNe freilich sofortigen Erfolg. Das Projekt "Zugwiesen" bei Ludwigsburg zum Beispiel muss erst einen Konflikt mit der Landwirtschaft lösen - die Öffnung eines trocken gefallenen Seitenarms würde vier Betriebe um ihre Existenz bringen, erläuterte Günter Schlecht vom Ludwigsburger Grünflächenamt. Solche Probleme drohen in Horkheim aber nicht, berichtete Schlechts Amtskollege Andreas Simon. "Auf der Horkheimer Insel sind 70 Prozent im städtischen Besitz, in der Neckaraue zwischen Klingenberg und Nordheim sogar 100 Prozent." Dort werden mittlerweile Ausgleichsmaßnahmen für städtische Bauprojekte vorgenommen - knapp vier der elf Hektar Neckaraue sind wieder renaturiert. Dennoch bleibt viel zu tun, waren sich die Referenten einig. Vor allem müsse ein Kompromiss gefunden werden, um wieder ausreichend Wasser durch den Altarm zu leiten. "Nur dann kriegen wir dort wieder die Fauna, die wir wollen", mahnte Landschaftsplaner Peter Geitz. |
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(aus der Heilbronner Stimme 28.10.2002) |
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Freie Bahn für Fische |
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Regierungspräsidium fördert Bau von Fischaufstiegen Andriof: Wichtige Maßnahme zur dauerhaften Erhaltung der Fischbestände Regierungspräsident Dr. Udo Andriof hat sich heute in Werbach im Main-Tauber-Kreis einen persönlichen Eindruck über die vielfältigen Anstrengungen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit unserer Fließgewässer verschafft. Verkehrsinfarkt findet nicht nur auf den Straßen statt, sondern auch im Wasser enden viele lebens- und arterhaltende Wanderungen heute noch an Hindernissen. Derartige unüberwindliche Wanderhindernisse sind z. B. Wehre, Schwellen, Abstürze, Wasserkraftanlagen oder andere Querbauwerke im Gewässer. Die Einschränkungen ihrer Mobilität hat gravierende Konsequenzen für die Fische. So können sie ihre potentiellen Laichplätze nicht mehr erreichen, zahlreiche Nahrungsgründe, Winterlager und Seitengewässer bleiben ihnen verschlossen. "Wie bei den Straßen gilt es auch hier, die neuralgischen Punkte im Verkehrsfluss zu beseitigen - dies ist dringend notwendig, um die Arten- und die Individuenzahl bei den Fischbeständen zu sichern und dauerhaft zu erhalten," so Regierungspräsident Andriof. Das Regierungspräsidium Stuttgart setzt sich - gemeinsam mit anderen Landesbehörden - daher seit Jahren für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit unserer Fließgewässer ein. Wo Wehre heute funktionslos geworden sind, werden diese Hindernisse beseitigt. Schwieriger aber gestaltet sich die Situation dort, wo nach wie vor Nutzungen, wie z. B. Schifffahrt oder Energieerzeugung, den Fortbestand der Wehre notwendig machen. Dann müssen andere Lösungen gefunden werden, die sowohl die Belange der Wassernutzer als auch die der Fische berücksichtigen. Die Errichtung einer neuen Anlage oder die Modernisierung einer bestehenden alten Anlage ist heute stets mit der Auflage verbunden, einen funktionsfähigen Fischaufstieg zu errichten. Diese gesetzliche Forderung wird vom Regierungspräsidium als zuständiger Fischereibehörde regelmäßig in das notwendige Wasserrechtsverfahren eingebracht. Außerdem geben die amtlichen Fischereibiologen Anregungen und Ratschläge für die konkrete und sinnvolle Gestaltung der Fischaufstiege. Dies reicht von der Planung bis hin zur Bauabnahme. Jährlich können so ca. 10 große Wanderhindernisse im Regierungsbezirk Stuttgart entschärft werden. Aber auch bei Wasserkraftanlagen mit Altrechten - bei denen die Betreiber nicht automatisch zum Bau eines Fischaufstiegs verpflichtet sind - konnten in den vergangenen Jahren an vielen Orten Fortschritte erreicht werden. Dies setzt jedoch voraus, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Eine wichtige Voraussetzung für den Bau eines Fischaufstiegs ist die Bereitschaft der Triebwerksbesitzer, eine ökologisch angemessene Mindestwassermenge zum Betreiben des Fischpasses zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehört natürlich im Vorfeld auch einiges an Überzeugungsarbeit. Gelingt dies, können Fischwasserbesitzer oder auch Fischereivereine, die eine Gewässerstrecke bewirtschaften, bei der Fischereibehörde einen Zuschuss von 75 % der Baukosten für einen Fischaufstieg erhalten. Die verbleibenden 25 % müssen sie jedoch selbst aufbringen. Dies ist jedoch eine einmalige und sinnvolle Investition für die Fischer, da die natürliche Fortpflanzung der Fischbestände dauerhaft gestärkt wird. Außerdem können sie auf der anderen Seite dadurch regelmäßige Fischbesätze reduzieren. Landesweit haben bereits viele Vereine die Vorteile einer solchen Lösung erkannt und in der Zwischenzeit umgesetzt. Vor Ort wurden sie hierbei von der jeweiligen Gewässerdirektion und der Fischereibehörde unterstützt. Ein besonderes gutes Beispiel ist der Main-Tauber-Kreis. Mittlerweile konnte die Durchgängigkeit der Tauber an 7 Stellen wiederhergestellt werden. Zwei weitere Projekte finden noch im Jahr 2001 ihren Abschluss (an der Theilbacher Mühle und in Reicholzheim). Das Land Baden-Württemberg hat sich an diesen Maßnahmen mit Mitteln aus der Fischereiabgabe beteiligt. So konnte das Regierungspräsidium den Bau der Umgehungsbäche in Gamburg, Hochhausen, Wertheim, Edelfingen, Lauda-Königshofen und Impfingen mit insgesamt rd. 250.000 DM fördern. Die Kontrollen der fertig gestellten Umgehungsbäche zeigen deutlich, dass sie auch von den in der Tauber vorkommenden Fischarten angenommen werden. "Die bisherigen Erfolge machen Mut, diesen Weg fortzusetzen," lobt Regierungspräsident Andriof die Anstrengungen vor Ort. Die Bemühungen von Fischern, Fischereibehörde, Gewässerdirektion, Kraftwerksbesitzern, Gemeinden und Landratsamt hätten Vorbildcharakter. Das Ziel, die Tauber für Fische durchwanderbar zu gestalten, sei damit ein gutes Stück nähergerückt. |
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(12. Oktober 2001) |